Nach seinem Rücktritt

Klose: "Ich verspüre keine Wehmut"

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Ausnahmestürmer Miroslav Klose und seine Frau Sylwia.

München - Für das DFB läuft's grad nicht so toll, und das liegt auch am Rücktritt von Miroslav Klose. Der Ausnahmestürmer und GQ-Mann des Jahres blickt zurück.

Die Zahlen sprechen für sich! Gerade mal drei Kisten hat das DFB-Team in den drei Spielen der EM-Quali bislang erzielt – kein Wunder also, dass es derzeit nur für Platz vier in Gruppe D reicht. Woran es liegt, dass die Tore nicht mehr ganz so locker fallen wie noch in Brasilien? Auch am Rücktritt von Miroslav Klose! In 137 Länderspielen erzielte der 36-Jährige sagenhafte 71 Hütten, mit 16 Treffern ist er zudem WM-Rekordknipser. Von der GQ wurde er daher zum Mann das Jahres in der Kategorie Sport gekürt und blickte im Interview zurück.

„Das Gefühl, mich nun auf Augenhöhe zu verabschieden, macht mich zufrieden“, sagt er über den Entschluss, dem Nationalteam nach 13 Jahren den Rücken zu kehren. „Noch kann ich meinen Gegnern auf dem Platz folgen, ich bin weiterhin einer der Schnellsten, und das macht mich stolz. Ich war immer besessen davon, Fußballer zu sein, und habe auch dementsprechend gelebt.“ Für den Rest seiner Karriere will er sich nun auf Lazio Rom konzentrieren. Klose: „Ich werde die nächste Zeit auf dem Platz genießen, auch wenn ich nur noch für meinen Verein spiele. Ich verspüre keinerlei Wehmut, wenn ich an das bevorstehende Ende meiner Karriere denke. Bis dahin werde ich versuchen, jeden Moment auszukosten.“

Dass sich der Ex-Stürmer des FC Bayern heute Weltmeister nennen kann, verdankt er auch seinem Erfolgsrezept: Gas geben, und zwar jeden Tag! „Um Erfolge zu feiern und eine Karriere hinzulegen, wie sie mir gelungen ist, braucht es natürlich hier und da eine glückliche Fügung“, sagt Klose. „Ich habe dennoch nie auf mein Glück spekuliert. Wenn man täglich arbeitet, sich anbietet, aufdrängt, lässt man dem Trainer keine Wahl.“

Viel Kraft zog Klose auch aus seiner Zeit als Zimmermannlehrling und Geselle. „Für den Fußball hat mir dieser Handwerksberuf sehr geholfen“, so der Stürmer. „Ich bin auch deshalb nie durchgedreht, weil ich das normale Leben kannte.“ Womöglich hat er auch deswegen keine Lust dazu, sich permanent über soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram der Welt mitzuteilen. „Das interessiert mich alles nicht. Ehrlich gesagt, finde ich es nicht spannend, was ich privat so mache. Will jemand wirklich sehen, wie ich esse, trinke oder mit meinen Kindern spiele? Ich glaube nicht.“

lop

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