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Klose trifft, Last-Minute-Sieg für Fodas Grazer

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Miroslav Klose freut sich über sein Tor für Lazio Rom

Köln - Miroslav Klose hat für Lazio Rom ein Tor geschossen. Trotzdem verlor die Mannschaft das Europa-League-Spiel gegen Sporting Lissabon. Sturm Graz konnte hingegen einen Last-Minute-Sieg feiern.

Lazio Rom hat trotz eines Treffers von Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose den erhofften ersten Sieg in der Europa League verpasst. Am zweiten Spieltag verlor der zweimalige italienische Meister bei Sporting Lissabon mit 1:2 (1: 2). Klose, der in der 40. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte hatte, wurde in der Halbzeit durch den französischen Torjäger Djibril Cisse ersetzt.

Dagegen durfte Trainer Franco Foda einen Last-Minute-Sieg des österreichischen Meisters Sturm Graz bejubeln. Thomas Burgstaller (87.) und Mario Haas (90.) hatten bei AEK Athen spät zum 2:1 (0: 0)-Sieg getroffen. Das Team des früheren Bundesligaprofis liegt in Gruppe L mit drei Punkten auf Platz zwei. Spitzenreiter ist der RSC Anderlecht aus Belgien, der sich mit 2:0 (1:0) bei Lokomotive Moskau durchsetzte.

Im Stadion Jose Alvalade in Lissabon war Sporting durch Ricky van Wolfswinkel (21.) in Führung gegangen. Nach Kloses Ausgleichstreffer brachte Emiliano Insua (45.) die Portugiesen erneut in Führung. Fünf Minuten nach der Pause wurde der Torschütze allerdings mit der Gelb-Roten-Karte des Feldes verwiesen. Lazio warf in Überzahl alles nach vorne, der Ausgleich blieb den Römern allerdings verwehrt. Während Sporting die Tabelle der Gruppe D mit sechs Zählern souverän anführt, steht Klose mit Lazio (1) bereits nach zwei Spielen enorm unter Druck.

Über ein Jahrzehnt beim DFB: Die Bilder des Miro Klose

Äußerlich hat er sich kaum verändert. Auch mehr als zehn Jahre nach dem Beginn seiner DFB-Karriere im Jahr 2001 wirkt Miroslav Klose noch immer jung und frisch. In dieser Dekade wurde Klose zwei Mal WM-Dritter ein Mal Vize-Weltmeister sowie ein Mal Vize-Europameister. Sehen Sie nun eine Rückschau auf die ereignisreiche DFB-Karriere von Klose.  © getty
Miroslav Klose bei seiner ersten Pressekonferenz am 26.2.2001 für den DFB. Ungefähr einen Monat später darf er dann sein erstes Pflicht-Länderspiel bestreiten.  © getty
Am 24.3.2001 ist es dann soweit: Miroslav Klose wird in der 73. Minute für Oliver Neuville ins Spiel gebracht. Beim Spielstand von 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien feiert er sein Debüt.  © getty
Exakt 15 Minuten nach seiner Einwechslung darf Klose auch schon sein erstes Tor für die Nationalmannschaft feiern. Sein 2:1 bringt den Sieg in der WM-Qualifikation und sorgt für einen sensationellen Einstand.  © getty
Am 13. Februar 2002 steht Miroslav Klose gegen Israel bei einem Freundschaftsspiel zum ersten Mal in der Startelf.  © getty
Es ist erst sein achtes Länderspiel: Aber schon erzielt der damalige Lauterer den ersten von insgesamt vier Dreierpacks im Dress des DFB.  © getty
Der damals 23-Jährige (m.) wird von seinen Teamkollegen Mehmet Scholl (r.) und Sebastian Kehl (l.) gefeiert.  © getty
Das WM-Debüt 2002 in Japan und Südkorea ist nicht minder beeindruckend. Im ersten Spiel gegen Saudi-Arabien erzielt Klose ebenfalls drei Buden.  © getty
Das war der Auftakt von seinen mittlerweile insgesamt 14 WM-Toren. 2002 wurde er mit fünf Treffern Zweiter in der Torjägerliste hinter Brasiliens Ronaldo.  © getty
Der berühmte Klose-Salto. Durch das erste Spiel bei der WM wird die ganze Welt auf den Torjubel des damaligen Lauterers aufmerksam.  © getty
Kloses erstes Jubiläum, hier gegen Gallas (l.). Sein 50. Länderspiel am 12.11.2005 in Paris gegen Frankreich.  © getty
Allerdings blieb Klose in diesem Spiel trotz kämpferischen Einsatzes torlos, hier gegen Reveillere (r.).  © getty
Nach einer blamablen EM 2004, bei der Klose nur zweimal eingewechselt wurde, kommt eine überragende Heim-WM 2006. Im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica erzielt der damalige Bremer zwei Tore beim 4:2.  © getty
Zu diesem Zeitpunkt weiß er nicht, dass er später in der Münchner Arena regelmäßig auf Torejagd gehen soll.  © getty
Auch von zwei Gegenspielern lässt sich Klose nicht hindern, um zum 1:0 gegen Ecuador zu treffen. Hier lässt er E. Tenorio (m.) keine Chance.  © getty
Beim dritten Gruppenspiel gegen Ecuador erzielt Miro zwei Treffer. Fünf Treffer reichen zum WM-Torschützenkönig.  © getty
Trotz zahlreicher Bedenken von Knie-Spezialisten durfte auch der Klose-Salto bei der Heim-WM nicht fehlen.  © getty
Allerdings schätzt man an Klose nicht nur seine Torgefährlichkeit. Auch seine mannschaftsdienliche Spielweise kommt bei Trainern, Mitspielern und Fans an.  © getty
Ein besonders gutes Beispiel ist das WM-Achtelfinalspiel gegen Schweden, in dem er beim 2:0 zwei Mal für seinen Sturmpartner Lukas Podolski auflegt.  © getty
Das letzte Tor bei der Heim-WM war zugleich das Wichtigste ...  © getty
Mit seinem 1:1-Ausgleich gegen Argentinien bescherte er den Deutschen die Verlängerung und ein Elfmeterschießen, das dank Jens Lehmann gewonnen wurde. Für den Titel reichte es aber aufgrund der Halbfinalniederlage gegen Italien nicht.  © getty
Das 70. Länderspiel ist auch ein ganz Besonderes. Der Stürmer führt zum ersten Mal in seiner Karriere die DFB-Elf als Kapitän aufs Feld.  © getty
Beim 2:0 gegen Wales am 8. September 2007 geht er als Käpt´n voran erzielt beide Treffer und bringt die Nationalelf einen Schritt näher in Richtung EM 2008.  © getty
Obwohl Miroslav Klose nicht der größte Stürmer ist, erzielt er sehr viele Tore per Kopf. Das liegt an seiner unglaublichen Sprungkraft, hier köpft er das 2:0 (Endstand 3:2) bei der EM 2008 gegen Portugal.  © getty
Sein 80. Länderspiel ist das Halbfinale gegen die Türkei bei der EM 2008. Auch dort trägt er sich in die Torschützenliste ein. Bei dem kuriosen Spiel macht er das 2:1 in der 79. Minute. Die Partie endet 3:2.  © getty
Das Tor zur WM 2010 in Südafrika erzielte ebenfalls der in Polen geborene Mittelstürmer. Am 10. Oktober 2009 macht der 31-Jährige das 1:0 gegen die starken Russen.  © getty
Sein bisher einziger Platzverweis im Trikot des DFB: Durch zwei kleine Fouls holt sich der Stürmer im zweiten Gruppenspiel bei der WM 2010 gegen Serbien die Ampelkarte ab.  © dpa
Trotz einer wechselhaften Saison beim FC Bayern rechtfertigt Klose seine Nominierung von Joachim Löw. Gegen England erzielt er sein zweites Tor bei der WM 2010 und ist dadurch nur noch drei Treffer von Rekord-WM-Torschütze Ronaldo entfernt.  © getty
Gegen Argentinien bestätigt der gebürtige Pole seine Turnierform. Bei insgesamt fünf Turnieren (2x EM, 3x WM) erzielte er 16 Tore. Damit beweist Klose immer wieder, dass er sich auf den Punkt konzentrieren kann.  © getty
In seinem 100. Länderspiel spielt der Stürmer eine starke Partie und erzielt zwei Tore. Damit steht er mit vier Treffern wieder im vorderen Bereich der Torjägerliste. Somit hat er bei drei WM-Turnieren konstant getroffen.  © getty
Nach einem Treffer im Jubliäumsländerspiel zeigt Klose einen seiner selten gewordenen Saltos. Nur noch besonderen Toren widmet er diesen Torjubel.  © dpa
Das 106. Länderspiel ist ein "unbedeutendes" Freundschaftspiel gegen Italien am 9.2.2011. Allerdings sehen es viele Fans und Spieler als "Revanche" für die Niederlage im Halbinfale 2006.  © getty
Wie bei der WM spielen die Mannschaften wieder in Dortmund. Der einzige Torschütze beim 1:1 ist, natürlich, Miroslav Klose. Somit fehlen dem Mittelstürmer nur noch neun Treffer, um den Rekord vom "Bomber" Gerd Müller einzustellen.  © getty
26.3.2011: Das 107. Länderspiel in der EM-Qualifikation wird eröffnet durch ein Klose-Tor. In einer starken ersten Halbzeit erzielt Klose früh die Führung und schießt kurz vor Ende der Partie seinem zweiten Treffer.   © getty
Dadurch kommt Miro immer näher an Gerd Müller heran. Zu diesem Zeitpunkt sind es nur noch sieben Tore, die die beiden in der ewigen Torjägerliste trennen.  © getty

Ebenfalls keinen Grund zur Freude hatten die ehemaligen Nationalspieler Roberto Hilbert und Fabian Ernst mit Besiktas Istanbul. Beim englischen Premier-League-Klub unterlag der 13-malige türkische Meister 1:2 (1:1). Hilbert hatte das 1:0 für Besiktas erzielt (13.). Auf der Gegenseite traf Peter Crouch (15.) zum Ausgleich. Drei Minuten nach der Einwechslung von Ernst markierte Jon Walters per Elfmeter den Endstand (78.).

AEK Larnaka aus Zypern, Gegner von DFB-Pokalsieger Schalke 04 in den beiden nächsten Gruppenspielen (20. Oktober/3. November), und der rumänische Rekordchampion Steaua Bukarest trennten sich 1:1 (0: 0). In der Gruppe von Bundesligist Hannover 96 bezwang Standard Lüttich den FC Kopenhagen klar 3:0 (0:0). Der dänische Meister ist der nächste Gegner der Niedersachsen.

Der zweimalige russische Meister Rubin Kasan kam im Heimspiel gegen PAOK Saloniki aus Griechenland nicht über 2:2 (0:1) hinaus. In der zweiten Halbzeit traf der frühere Bremer und Dortmunder Bundesliga-Profi Nelson Valdez zum 1:1-Ausgleich.

SID

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