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Kniffliger Start in die Rückrunde: BVB hofft auf Trendwende

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Borussia Dortmund
Der BVB startet mit neuem Schwung in die zweite Saisonhälfte. © Bernd Thissen/dpa

Der BVB ist gleich zum Rückrundenauftakt mächtig gefordert. Die ersten fünf Gegner sind Aspiranten für Europa. Nur gut, dass sich beim Tabellenzweiten die Personallage langsam entspannt.

Dortmund - Mehr Personal, mehr Zuversicht - Borussia Dortmund startet nach enttäuschendem Hinrundenausklang mit neuem Schwung in die zweite Saisonhälfte.

Die nahe Rückkehr diverser Profis aus dem Krankenstand macht Mut für das schwere Auftaktprogramm mit fünf Partien gegen Top-7-Teams. „Das ist eine Chance für uns, die Tabellensituation zu stabilisieren und auch nach vorne ein paar Punkte gutzumachen“, sagte Sebastian Kehl vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt. Kämpferisch fügte der Lizenzspielerchef an: „Ich habe bei den Jungs eine große Motivation und Vorfreude gesehen. Wir haben noch einige Ziele.“

Rose: „Da wird viel Wucht und Energie kommen“

Gleich das erste Spiel nach der kurzen Winterpause taugt als Gradmesser, ob die Borussia auf eine stabilere Rückrunde hoffen kann. Im Gegensatz zum Tabellenzweiten, der in den vergangenen vier Bundesligapartien nur vier Punkte verbuchte, lief die Eintracht vor Weihnachten zu großer Form auf und verbesserte sich mit sechs Siegen in den vergangenen sieben Spielen von Platz 15 auf den sechsten Rang. Das hinterließ bei Marco Rose mächtig Eindruck: „Da wird viel Wucht und Energie kommen, aber auch fußballerische Qualität. Wir müssen bereit sein“, warnte der BVB-Coach seine Profis.

Im Vergleich zum souveränen 5:2-Erfolg der Borussia im Hinspiel erwartet Rose deutlich mehr Gegenwehr: „Das wird eine ganz andere Partie als im Sommer. Die Frankfurter haben sich über Monate viele Automatismen erarbeitet und sind sehr stabil.“ Ähnlich groß ist der Respekt bei Kehl: „Wir starten gegen eine Mannschaft, die in den letzten Wochen für Furore gesorgt und zu alter Stabilität gefunden hat.“

Der BVB sollte für Fußball stehen, der Energie hat

Wie viele andere Bundesligisten ist auch der Tabellenzweite aus Dortmund von der jüngsten Corona-Welle betroffen, kam aber mit den beiden positiven Tests bei Dan-Axel Zagadou und Marius Wolf bisher noch vergleichsweise glimpflich davon. Schmerzlicher ist der Ausfall von Innenverteidiger Manuel Akanji, der nach seiner Knieoperation Mitte Dezember noch ein wenig Zeit für sein Comeback benötigt.

Gleichwohl kann Rose wieder auf mehr Profis zurückgreifen als noch in der von vielen Ausfällen begleiteten Hinrunde. Die Genesung bei Raphael Guerreiro, Mahmoud Dahoud und Youssoufa Moukoko stärkt seinen Glauben, dass der BVB nach zuletzt schwachen Vorstellungen zurück in die Spur findet: „Vor allem in den letzten beiden Partien waren wir mit unserer spielerischen Darbietung sehr unzufrieden. Wir haben jetzt ein paar Sachen angeschoben. Borussia Dortmund sollte für einen Fußball stehen, der etwas ausstrahlt, der Energie hat.“ Den größten Handlungsbedarf sieht Rose in der Defensive: „Das ist der wichtigste Punkt, den wir mitnehmen: Wir wollen weniger Gegentore bekommen.“

Nicht nur der starke Hinrunden-Endspurt des Gegners, sondern auch die schwache eigene Ausbeute zuletzt in Frankfurt sollte der Borussia Warnung genug sein. Seit nunmehr sieben Gastspielen hält beim Revierclub das Warten auf einen Sieg in der Main-Metropole an. Eintracht-Coach Oliver Glasner hofft, dass diese Serie auch nach diesem Wochenende Bestand hat: „Wir freuen uns, dass wir uns mit Dortmund wieder messen und zeigen können, dass wir näher dran sind als im letzten Spiel.“ Trotz der jüngsten Erfolge sei noch nichts erreicht. „2021 ist vorbei. Wir dürfen uns nicht in den alten Erfolgen suhlen, sondern müssen uns neu beweisen,“ sagte Glasner. dpa

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