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Kohler: Jogis Anspruch ist völlig richtig!

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Jürgen Kohler schreibt in der tz-Expertenkolumne © Getty

München - Der Sieg des FC Barcelona sollte uns keine Angst machen vor den Spaniern oder übermäßigen Respekt einflößen, findet Jürgen Kohler. Er erklärt in der tz-Expertenkolumne, warum das Gegenteil der Fall ist.

Der imposante Triumph des FC Barcelona über Manchester United im Champions-League-­Finale am Samstag war nicht nur ein ­Leckerbissen für alle Fans, es war vor allem auch eines: eine Demonstration der ­spanischen Stärke in Europa.

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Jogi Löw hat ­gesagt: „Spanien ist das Maß aller Dinge, nach wie vor. Nicht nur in der Nationalmannschaft, auch im Vereinsfußball.“ Damit hat er recht.

Doch er hat vor ­allem Recht, wenn er sagt: „Wir wollen irgendwann auch ­sportlich die Nummer eins in Europa sein.“ Denn der Sieg des FC Barcelona sollte uns keine Angst machen vor den Spaniern oder übermäßigen Respekt einflößen.

Im ­Gegenteil. Er sollte Ansporn sein, ein Ziel für alle jungen deutschen Spieler, endlich wieder einen großen Titel nach Deutschland zu holen. Egal ob auf Klub-Ebene oder bei der Nationalmannschaft. Deswegen ist es gut, dass Löw nun den Druck erhöht. Denn: Auch wenn alle von 2006, 2008 und 2010 schwärmen – einen Titel haben wir da nicht geholt.

Jogis Konsequenz: „Meine Ansprüche sind ­extrem gestiegen, ich hänge die Messlatte viel höher als früher. Diesen Anspruch werden nicht alle unsere jungen Spieler erfüllen.“

Richtig so! Denn auch Jogi weiß: Er wird am Ende seiner Amtszeit an Titeln gemessen werden. Und ­sollte er keinen gewinnen, wird hinterher ­niemand sagen: „Ja, aber er hat doch so ­schönen Fußball gespielt.“ Davon könnte er sich nichts kaufen. In diesem Sinne gilt für die EM 2012: Holt uns den Titel!

Von Jürgen Kohler

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