Kommentar von Florian Fussek

Eine Schande für den Fußball

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In Lille stürmten 200 Fans das Spielfeld.

In Lille, London und Hamburg schlagen die Fans mit ihren Aktionen am Wochenende völlig über die Stränge. Das kann nicht sein. Ein Kommentar.

Hamburg/Lille/London - 200 Fans in Lille stürmen den Rasen und attackieren die eigenen Spieler. Bei der 0:3-Heimpleite von West Ham United müssen Kinder auf die Ersatzbank der Gäste gesetzt werden, um sie vor wütenden Fans zu schützen. In Hamburg hängen Idioten Drohplakate auf und stellen Grabkreuze daneben. „Wir kriegen euch alle!“, steht da geschrieben. Diese Bilder sorgen für Kopfschütteln. Mindestens.

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Denn zuvor wurde ja auch schon angekündigt, die Spieler bei einem Abstieg durch die Stadt zu jagen. Aus Angst wurde sogar schon der Zaun vor dem HSV-Fanblock erhöht! Spinnen jetzt alle völlig? Ich kann verstehen, dass die Lille-Fans sauer sind, wenn der Verein absteigt. Die Wut der West-Ham-Anhänger auf ihre Investoren ist auch verständlich. Als HSV-Fan hätte ich nach der gezeigten Leistung vom Samstag auch einen dicken Hals gehabt. Bei der Androhung oder gar Ausübung von Gewalt hört der Spaß aber auf. Das hat weder mit Emotionen noch mit Vereinsliebe zu tun, sondern ist einfach nur bescheuert. 

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Weder Fans noch Fußballer sollten Angst haben müssen, am Wochenende ins Stadion zu gehen. Viele Fans werfen den Funktinonären berechtigt vor, dass Dinge wie Videobeweis oder astronomische Transfersummen den Fußball kaputt machen. Die Szenen am Samstag schaden dem Fußball aber genauso.

Florian Fussek

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