FIFA hatte 605 Millionen Gründe für die Aufstockung

Kommentar zur Mega-WM: Zum Glück nur 48 Teams und nicht 211

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tz-Redakteur Sven Westerschulze.

München - Die Fußball-WM 2026 wird nicht mit 32, sondern mit 48 Teams stattfinden. Dabei kommen die Fans noch gut weg, findet tz-Redakteur Sven Westerschulze in seinem Kommentar.

Was sich seit Monaten abgezeichnet hat, ist jetzt Gewissheit: Ab 2026 werden die Endrunden der Fußball-Weltmeisterschaften mit 48 statt bisher 32 Mannschaften ausgetragen. Für die FIFA gibt es 605 Millionen Gründe, um das Teilnehmerfeld ihrer WM kräftig aufzustocken. Eine Studie, die der Weltverband vor seiner Entscheidung in Auftrag gegeben hat, hat nämlich ergeben, dass die FIFA durch die Aufstockung satte 605 Mio. Euro mehr einnehmen kann.

Die Erklärungen ihres Präsidenten Gianni Infantino klingen zwar herzerwärmend, sind in Wahrheit aber eiskalte Berechnung. Der Schweizer, der nicht nur die gleiche Nationalität wie sein Vorgänger Sepp Blatter, sondern auch die gleiche Gier nach Macht besitzt, will nach eigener Aussage auch den kleinen Nationen das große Erlebnis einer WM näherbringen. Nie erwähnt hat er, dass er viel mehr auf deren Stimme bei den künftigen Wahlen setzt, um seinen Sitz auf dem Thron zu zementieren.

Um den künftigen Qualifikationsmodus hat sich übrigens noch niemand Gedanken gemacht. Aber sehen wir das Ganze mal positiv: Die FIFA hat 211 Mitgliedsverbände – zum Glück hat sich Infantino nur für eine WM mit 48 Teams eingesetzt.

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