Alptraum für Afrika geht weiter: Auch Nigeria raus

+
Der Südkoreaner Park Ji Sung (r) und Chidi Odiah im Kampf um den Ball.

Durban - Der Alptraum für Afrika geht weiter: Nigeria muss als drittes Team vom Kontinent bei der ersten WM auf afrikanischem Boden die Heimreise antreten. Südkorea steht im Achtelfinale.

Das Spiel endete 2:2. In einer dramatischen Schlussphase genügte den tapfer kämpfenden “Taeguk Warriors“ das schmeichelhafte Remis zum zweiten Achtelfinaleinzug nach 2002. Vor 61 874 Zuschauern hatte Kalu Uche (12. Minute) die “Super Eagles“ am Dienstag in Durban in Führung gebracht. Lee Jung-Soo (38.) und Park Chu-Young (49.) drehten die Partie. Da Aiyegbeni Yakubu (69./Foulelfmeter) nur noch der Ausgleich gelang, verabschiedete sich Nigeria nach Südafrika und Kamerun ohne Sieg von der WM. Nach den ersten beiden Turnierpleiten setzte Nigerias Coach Lars Lagerbäck auf Erfahrung, baute das Team auf vier Position um und brachte überraschend den 33 Jahre alten Nwankwo Kanu. Bei seiner dritten WM-Teilnahme stieg der Mittelfeldmotor mit dem 86. Länderspiel zum Rekordinternationalen auf und lenkte abgeklärt die Angriffe der Afrikaner.

Die WM-Maskottchen seit 1966

Hier sehen Sie die WM-Maskottchen seit 1966 - klicken Sie sich durch! © Getty
WM 2010 in Südafrika: Zakumi © dpa / Bökelmann
WM 2010 in Südafrika: Zakumi © Getty
WM 2010 in Südafrika: Zakumi © Getty
WM 2010 in Südafrika: Zakumi © Getty
WM 2010 in Südafrika: Zakumi © Getty
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © dpa / Bökelmann
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © Getty
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © Getty
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © Getty
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © Getty
WM 2006 in Deutschland: Goleo VI und Pille © Getty
WM 2002 in Japan und Korea: Die Spheriks (Ato, Nik und Kaz) © dpa / Bökelmann
WM 2002 in Japan und Korea: Die Spheriks (Ato, Nik und Kaz) © Getty
WM 2002 in Japan und Korea: Die Spheriks (Ato, Nik und Kaz) © Getty
WM 1998 in Frankreich: Footix © dpa / Bökelmann
WM 1998 in Frankreich: Footix © Getty
WM 1998 in Frankreich: Footix © Getty
WM 1998 in Frankreich: Footix © Getty
WM 1994 in den USA: Striker © dpa / Bökelmann
WM 1990 in Italien: Ciao © dpa / Bökelmann
WM 1986 in Mexiko: Pique © dpa / Bökelmann
WM 1982 in Spanien: Naranjito © dpa / Bökelmann
WM 1978 in Argentinien: Gauchito © dpa / Bökelmann
WM 1974 in Deutschland: Tip und Tap © dpa / Bökelmann
WM 1970 in Mexiko: Juanito © dpa / Bökelmann
WM 1996 in England: Willie © dpa / Bökelmann

Die “Super Eagles“ bestimmten von Beginn an das Geschehen, Südkorea zog sich weit in die eigene Hälfte zurück. Nur mit überfallartigen Kontern übte der WM-Vierte von 2002 Druck auf die wacklige afrikanische Abwehr aus. Nach einem Fehler von Rabiu Afolabi vergab Lee Chung-Yong nach zwei Minuten die erste Chance einer munteren Partie. Auf der anderen Seite sorgte ebenfalls eine Schläfrigkeit der Südkoreaner vor dem eigenen Tor für Gefahr - und den frühen Rückstand.

Chidi Odiah durfte ungestört flanken, in der Mitte verlor der Freiburger Cha Du-Ri seinen Gegenspieler aus den Augen. Der brandgefährliche Uche stocherte bei seinem zweiten Turniertreffer den Ball an Jung Sung-Ryong vorbei. Mit der Führung im Rücken kombinierte Nigeria gefällig und hatte durch den Hoffenheimer Chinedu Obasi zwei gute Möglichkeiten (23./30.). Doch bei seiner Rückkehr in der Startelf präsentierte sich der quirlige Außenstürmer häufig zu eigensinnig. Auch Uche hatte das 2:0 auf dem Fuß, der Fernschuss des 27-Jährigen knallte aber nur an den Pfosten (36.). Wie beim unglücklichen 1:2 gegen Griechenland brachte sich der Olympiasieger von 1996 selbst um den Erfolg. Nach einem unnötigen Foul von Obasi segelte der Freistoß von Ki Sung-Yeung unberührt durch den nigerianischen Strafraum.

Afolabi schlief erneut, Lee Jung-Soo stahl sich in seinem Rücken davon und schob zum schmeichelhaften Ausgleich ein. Geschockt vom Rückschlag ging Nigeria bis zur Pause jeder Offensiv-Elan verloren. Vier Minute nach dem Wiederanpfiff gingen die Blicke endgültig verzweifelt gen Himmel. Park Chu-Young zirkelte seinen Freistoß aus halblinker Position um die Mauer in die Torwartecke, wo der indisponierte Schlussmann Vincent Enyeama zu spät reagierte. Nigeria drängte und vergab selbst größte Chancen. Aus drei Metern schob Aiyegbeni Yakubu (66.) den Ball aus zentraler Position am leeren Tor vorbei. Zwei Minuten später machte er es vom Elfmeterpunkt besser. Kim Nam-Il hatte Obasi zu Fall gebracht. Der eingewechselte Wolfsburger Obafemi Martins (80.) vergab kurz vor Schluss die Riesen- Möglichkeit zum Sieg, der das Weiterkommen bedeutet hätte.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Polizist stirbt bei Krawallen - Hooligan in München festgenommen
Polizist stirbt bei Krawallen - Hooligan in München festgenommen
So endete Atalanta Bergamo gegen Borussia Dortmund
So endete Atalanta Bergamo gegen Borussia Dortmund
„2018 und ihr macht Affenlaute?“ - BVB-Profi schimpft über Atalanta-Fans
„2018 und ihr macht Affenlaute?“ - BVB-Profi schimpft über Atalanta-Fans
Bailey der neue Robben? - Jamaikaner sieht Leverkusen als Sprungbrett
Bailey der neue Robben? - Jamaikaner sieht Leverkusen als Sprungbrett

Kommentare