Kriselnde Frankfurter hoffen auf Prinz-Comeback

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Birgit Prinz hat im Sommer ihren Rücktritt erklärt.

Frankfurt/Main - Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie steckt der Frauenfußball-Klub 1. FFC Frankfurt in der Krise. Manager Siegfried Dietrich will Weltfußballerin Birgit Prinz zum Comeback überreden.

Birgit Prinz soll zur Retterin des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt werden. Um die Saison nach zuletzt vier Niederlagen in Folge noch zu retten, möchte der Klub die 33-Jährige zu einem Comeback überredet.

„Ich habe gespürt, dass sie emotional noch am FFC hängt. Wir würden uns ihre Rückkehr wünschen und ich bin mir sicher, sie wird darüber nachdenken“, sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich dem Sport-Informations-Dienst (SID) und verwies auf „intensive und gute Gespräche“, die er mit der ehemaligen Torjägerin geführt habe. Die dreimalige Weltfußballerin hatte im August ihre Profikarriere offiziell beendet.

Die sportliche Situation bei den Frankfurterinnen ist derzeit prekär: in der Tabelle auf Rang vier zurückgefallen, sechs Punkte hinter Spitzenreiter Turbine Potsdam zurück und auch beim 0:1 gegen den VfL Wolfsburg ein mut- und hilfloser Auftritt. Das Team steckt in der Krise.

Ein schnelle Einigung mit Prinz ist allerdings nicht in Sicht. Laut Dietrich will sich die ehemalige deutsche Nationalspielerin erst nach ihrem zweimonatigen Neuseeland-Urlaub entscheiden, ob sie zur Verfügung steht. „Große Gespräche werde ich von dort aus aber bestimmt nicht führen“, sagte Prinz der Frankfurter Rundschau. Erst Ende Januar könnte der FFC mit ihr planen. Nach 214 Länderspielen, zwei WM- und fünf EM-Titeln, sowie zehn deutschen Meisterschaften verspürt Prinz keine Eile.

Auch Trainer Sven Kahlert würde sie in Frankfurt mit offenen Armen empfangen. „Eine Birgit Prinz würde bei mir sicher spielen. Sie ist sehr erfahren“, sagte der Coach auf SID-Nachfrage. Auch die lange Wettkampf-Pause der 33-Jährigen stört ihn nicht: „Ihr Fitnesszustand wäre bei 80 Prozent, wir würden sie in zwei bis drei Wochen wieder total fit bekommen.“

So schön ist der Frauenfußball

Frauenfußball ist schön! Das beweist nicht nur Celia Okoyino da Mbabi (Deutschland). Zugegeben: Mit verbissenem Gesicht im Schlabbertrikot macht nicht jede Kickerin eine schöne Figur. Aber auch im Jersey sind viele Kickerinnen sehr attraktiv anzusehen - und erst recht neben dem Platz. © Getty
Wir nehmen Sie mit auf einen Streifzug durch die Schönheit des Frauenfußballs. Und zeigen Ihnen die hübschesten Fotos von Athletinnen aus aller Welt mit Schwerpunkt Deutschland - es sind übrigens auch Kickerinnen dabei, die ihre Karriere schon beendet haben. Das Foto zeigt Alexandra Popp (Deutschland) © Getty
Kim Kulig und Kristina Gessat (Deutschland) © Getty
Turid Knaak (Deutschland) © Getty
Sarah Günther (Deutschland) © Getty
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Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
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Anja Mittag (l.) und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Anja Mittag und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Anja Mittag und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
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Inka Grings (Deutschland) © Getty
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Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
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Das wird eine schöne WM! © Getty/Montage

Unabhängig von der Entscheidung der ehemaligen Weltfußballerin ist der FFC auf der Suche nach einer neuen Torjägerin. Laut Dietrich sondiere der Klub derzeit den internationalen Markt, ist aber auf der Suche nach eine Stürmerin, die „in der Champions League spielberechtigt ist“.

Demzufolge käme nur eine Spielerin in Frage, die in dieser Spielzeit in der Königsklasse noch nicht am Ball war. Die Pläne des FFC laufen also zweigleisig. „Für den Konkurrenzkampf wäre es gut, wenn noch jemand kommt. Prinz wäre toll, aber wenn sie sich dagegen entscheidet, sind wir auch in der Lage, noch eine andere Spielerin zu verpflichten“, sagte Kahlert.

Trotz der momentanen Krise muss der Coach offenbar noch nicht um seinen Job fürchten. „Der Trainer steht nicht zur Diskussion. Wir wollen gemeinsam zurück in die Erfolgsspur“, sagte Dietrich und betonte, Trainer und Manager seien durch die letzten Negativerlebnisse „noch enger zusammengerückt“. Kahlert gibt die Rückendeckung nach eigener Aussage „Sicherheit“, trotzdem weiß auch der Coach um den Druck, „den es in Frankfurt immer gibt“.

Sollte am kommenden Sonntag (13.00 Uhr) im DFB-Pokal-Hit gegen den Tabellenführer aus Potsdam die nächste Niederlage folgen, würde Kahlerts Stuhl aber sicher gewaltig wackeln. „Es ist wichtig, dass die Mannschaft bald wieder ein Erfolgserlebnis feiert und sich Selbstvertrauen holt“, sagte Dietrich. Birgit Prinz würde davon sicher eine große Portion mitbringen.

sid

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