Kritik an Neid wächst

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Silvia Neid sieht sich Kritik ausgesetzt

Frankfurt/Main - Bundestrainerin Silvia Neid muss sich nach dem enttäuschenden WM-Aus der deutschen Fußballerinnen gegen Japan heftige Kritik gefallen lassen. Um ihren Job muss sie allerdings (noch) nicht fürchten.

Mit Tränen hatte Silvia Neid erst in ihrer Rolle als teilnahmslose Zuschauerin der Halbfinals gerechnet. Doch die scharfe Kritik nach dem WM-Aus der deutschen Fußballerinnen im Viertelfinale gegen Japan (0:1 n.V.) dürfte der Bundestrainerin nahe gegangen sein. Neid, lange vom Nimbus der Unbesiegbarkeit geschützt, werden Fehler in allen Bereichen vorgeworfen. Selbst Treueschwüre des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger konnten den Ausbruch einer „Neid-Debatte“ nicht verhindern.

So sexy war die Frauen-WM

Die WM ist auch vorbei. © dpa
Aber man kann sich ja mit diesen sexy Ansichten trösten. © dpa
Fans, ... © AP
... Spielerinnen, ... © Getty
... Schiedsrichterinnen, ... © AP
... Trainerinnen, ... © Getty
... Expertinnen, ... © AP
... und prominente Gäste boten bei der WM bisher allerlei sexy Ansichten. Hier sehen Sie ein Best Of der heißen Bilder. © Getty
Trikot-Striptease, Teil 1: Fatmire Bajramaj zeigt in einem unbeobachteten Moment, was sie drunter hat. © dpa
Man beachte auch die unglaublichen Bauchmuskeln. © dpa
Trikot-Striptease, Teil 2: Die Dame, die wir Ihnen vorhin schon gezeigt hatten, ist Rebecca Smith aus Neuseeland. Daumen hoch auch von uns.   © dpa
Man beachte die Blicke der Herren auf der Tribüne. © Getty
Trikot-Striptease, Teil 3: Katie Bowen, ebenfalls aus Neuseeland, trägt Blau. © Getty
Trikot-Striptease, Teil 4: Eher unfreiwillig zeigt Celia Okoyino da Mbabi am Rande des WM-Aus, was sie drunter trägt. © Getty
Und zwar: Einen sexy schwarzen Sport-BH und einen sehr durchtrainierten Bauch. © AP
Es ist Salto-Zeit! © dapd
Das Trikot von Samba-Star Cristiane rutscht zwar hoch. © dapd
Aber nicht weit genug. © Getty
Da sind die beiden nicht alleine. © AP
Marta: Schaut her, was ich da habe! © AP
Sexy finden das wohl höchstens Frisur-Fetischisten. © dapd
Aber kurios anzusehen ist Wendie Renards Haarpracht allemal. © dapd
Sexy? Geschmacksache. Kurios? Allemal. © Getty
Schlaaaand! © Getty
Englaaaaand! © Getty
Bei dieser Ausstellung wurde es gar sehr kurios. © dpa
Ist Heather Mitts (USA) die Schönste? © AP
Oder Sophie Bradley (England)? © AP
Oder Alex Morgan (USA)? © AP
Alex Morgan ... © Getty
... ist sicherlich ganz vorne mit dabei. © Getty
Wow! © Getty
Der Fotograf ... © Getty
... ist ganz offensichtlich Fan. © Getty
Wir sind es auch. © Getty
Und noch eine der meistfotografierten Damen! © Getty
Die US-Keeperin. © Getty
Ihr kurioser Name: Hope Solo © Getty
Für viele eine der schönsten Frauen der WM: © Getty
Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus © Getty
Auch sie vertritt Deutschland © dpa
Resolut, aber immer sympathisch © dpa
Puh, ist das eine Hitze! © AP
Die Brasilianerinnen trainierten kurzerhand nicht in Trikots. © AP
Sondern in Bustiers © AP
Ein hübscher Anblick © AP
Ein sehr hübscher © AP
Der Ball ist rund. © AP
Und nicht nur der. © AP
Wow! © AP
Ein schönes Lächeln - oder wo haben Sie hingeschaut? © dpa
Na, wo sind denn die Hände? © dpa
Hier sehen Sie weitere schöne Ansichten von der Frauen-WM. © dpa
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Ups, bei Jill Loyden (USA) ist wohl was durchsichtig. © dpa
US-Nationalspielerin Heather Mitts © dpa
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Wenn es nach dem Vater von Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz gehen würde, müsste Neid zurücktreten. „Die Frau ist nicht in der Lage, ein Team zu führen. Und es wäre klug, wenn sie einen Strich darunter ziehen würde“, sagte Stefan Prinz im hr-Radio: „Silvia Neid hat das Ganze alleine zu verantworten. Sie hat von Anfang an versucht, junge und ältere Spielerinnen gegeneinander auszuspielen und hat dadurch die Spielerinnen sehr verunsichert.“

Laut Stefan Prinz habe Neid seine Tochter, deren Verhältnis zur Trainerin aufgrund der Degradierung zur Reservistin zerrüttet scheint, in der sportlichen Krise fallen lassen. Die Spielführerin habe selbst das Gespräch mit Neid suchen müssen: „Das ist für mich einer der Gründe, warum das Ganze kaputt gegangen ist“, sagte Stefan Prinz. Seine Tochter sah sich genötigt, diese Aussagen zurückzuweisen. Ihr Vater sei ein „sehr emotionaler Mensch“, der nur seinem Ärger habe Luft machen wollen.

Sogar von der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind erste kritische Stimmen zu hören. „Letztlich muss sich auch Silvia Neid bestimmte Fragen gefallen lassen. Dass da am Ende nichts Zählbares rausgekommen ist, ist eine Enttäuschung - das ist sogar beängstigend“, sagte DFB-Vizepräsident Rolf Hocke der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen.

Hockes Chef dürfte das nicht gern gehört haben, schließlich steht Zwanziger weiter hinter der Bundestrainerin. „Sie ist die beste Trainerin, die wir haben können“, sagte der DFB-Präsident auch nach dem kläglichen Scheitern der Mission Titelverteidigung, obwohl selbst die Olympia-Qualifikation verspielt worden war. Ein andere Erklärung kann der Verbandsboss allerdings auch nicht abgeben, wenn er nicht selbst in die Kritik geraten will. Schließlich hat Zwanziger vor WM-Beginn den Vertrag mit der Welt-Trainerin des Jahres bis 2016 verlängert.

Die Unterschrift unter den Vertrag mit Neid, die wenige Wochen vor der WM noch Amtsmüdigkeit hatte erkennen lassen, soll den Verband angeblich 700.000 Euro pro Jahr kosten. Mittlerweile fragen sich nicht nur Dauer-Kritiker wie Potsdams Meistertrainer Bernd Schröder („Der Vertrag ist nicht mal mehr die Buchstaben auf dem Papier wert“), ob dieses Geld gut angelegt ist.

Neid werden Fehler bei der Taktik, der WM-Vorbereitung, den Einwechslungen und der Menschenführung zur Last gelegt. Kritiker bezeichnen den Spielstil als antiquierten „Kick and Rush“. Sie lassen kein gutes Haar an den WM-Lehrgängen, die sich über zweieinhalb Monate erstreckten und für die das Bundesliga-Ende in das Frühjahr vorverlegt worden war. Gescholten wird Neid zudem für Wechselfehler im Japan-Spiel und die Demontage von Prinz.

Schuld ist sie zum Teil selbst. Mit ihrer trotzigen Aussage („Ich mache mir keinen Vorwurf“) nach dem Viertelfinal-Aus hat die 47-Jährige die Chance ausgelassen, die Verantwortung für das Verpassen des Minimalziels Halbfinale zu übernehmen und den Nörglern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nun muss Neid mit Erfolgen überzeugen. Dabei spielt der Bundestrainerin, die an den bisherigen zwei WM- und sieben EM-Triumphen der deutschen Auswahl als Spielerin, Assistenztrainerin oder Cheftrainerin beteiligt war, die anstehende EM-Qualifikation in die Karten. Ab September muss sich das deutsche Team auf dem Weg zur Europameisterschaft 2013 in Schweden mit der Türkei, Rumänien, Spanien, der Schweiz und Kasachstan messen. Eine viel leichtere Gruppe hätten die Titelverteidigerinnen kaum erwischen können.

Neid kann somit gefahrlos einen sanften Umbruch einleiten. „Wir haben viel Zeit, um uns auf die EM vorzubereiten und junge Spielerinnen einzubauen. Bei der EM wollen wir wieder vorne dabei sein“, sagte die Trainerin, die nichts von einem radikalen Schnitt hält: „Es gibt keinen großen Neuaufbau.“

In dieser Hinsicht könnte Neid bei ihrer Kontaktaufnahme mit den Spielerinnen in einigen Wochen allerdings eines Besseren belehrt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass nur Prinz und Ariane Hingst ihre Karriere im DFB-Trikot beenden werden. Durch die verpasste Olympia-Qualifikation ist das nächste Turnier auch für Inka Grings, Nadine Angerer, Kerstin Garefrekes und Martina Müller weit weg. Das gilt auch für Doris Fitschen. Der Vertrag der Nationalmannschafts-Managerin läuft aus, ihre Zukunft ist ungewiss.

sid

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