Labbadia im Interview: "Die größte deutsche Krisenmannschaft"

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Bruno Labbadia klatscht, während im Vordergrund die Fäuste gereckt werden

Lüttich - Im Interview spricht Bruno Labbadia, Trainer des Hamburger SV, über den Einzug ins Halbfinale der Europa League.

War das so etwas wie ein Schicksalsspiel für Sie?

Labbadia: “Schicksal ist etwas anderes. Ich war sehr entspannt, auch wenn die Bewertung so war, als sei ich der Blindeste. Ich stand letztes Jahr mit Leverkusen im DFB-Pokalfinale, jetzt mit dem HSV im Europa-League-Halbfinale - das ist es, was mich antreibt. Das Wichtigste ist, sich von den negativen Schlagzeilen nicht beeinflussen zu lassen und als Trainer voranzugehen.“

Wie erleichtert sind Sie?

Labbadia: “Die größte Krisenmannschaft Deutschlands steht im Halbfinale. Ich weiß gar nicht, ob das jemand merkt. Die Stimmung in Hamburg war wie beim Tabellen-18. Ich bin sehr erleichtert, dass wir gewonnen haben auch für Deutschland mit Blick auf die Fünf-Jahres- Wertung. Schade, dass Wolfsburg nicht weitergekommen ist, dann hätten wir mit Italien gleichziehen können.“

Die meistgehassten und die sympathischsten Clubs der Bundesliga

Die meistgehassten und die sympathischsten Clubs der Bundesliga

Von August bis Dezember 2009 hat sozioland, das Meinungsportal der respondi AG, über 15.000 Fußballfans in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu ihrem Lieblingssport befragt. Sehen Sie hier die Liste der meistgehassten und der sympathischsten Bundesligisten. DIE ERSTE FRAGE LAUTETE: WELCHE VEREINE DER BUNDESLIGA MÖGEN SIE WENIGER? © dpa
18. Platz der meistgehassten Clubs: SC Freiburg (1 %). Heißt: Den SC Freiburg hassen die wenigsten Fans © Getty
17. Platz der meistgehassten Clubs: Werder Bremen (5 %) © Getty
16. Platz der meistgehassten Clubs: FSV Mainz 05 (6 %) © Getty
15. Platz der meistgehassten Clubs: Bayer Leverkusen (6 %) © Getty
14. Platz der meistgehassten Clubs: Borussia Mönchengladbach (7 %) © Getty
13. Platz der meistgehassten Clubs: Hannover 96 (7 %) © Getty
12. Platz der meistgehassten Clubs: 1. FC Nürnberg (8 %) © Getty
11. Platz der meistgehassten Clubs: VfL Bochum (8 %) © Getty
10. Platz der meistgehassten Clubs: VfL Wolfsburg (10 %) © Getty
9.Platz der meistgehassten Clubs: Hamburger SV (10 %) © Getty
8. Platz der meistgehassten Clubs: VfB Stuttgart (10 %) © Getty
7. Platz der meistgehassten Clubs: Eintracht Frankfurt (13 %) © Getty
6. Platz der meistgehassten Clubs: Hertha BSC (13 %) © Getty
5. Platz der meistgehassten Clubs: Borussia Dortmund (17 %) © Getty
4. Platz der meistgehassten Clubs: 1. FC Köln (18 %) © Getty
3. Platz der meistgehassten Clubs: FC Schalke 04 (32 %) © Getty
2. Platz der meistgehassten Clubs: 1899 Hoffenheim (33 %) © Getty
1. Platz der meistgehassten Clubs: Bayern München (55 %) © Getty
DIE ANDERE FRAGE LAUTETE: WELCHE VEREINE, AUSSER IHREM FAVORITEN, SIND IHNEN BESONDERS SYMPATHISCH? © dpa
18. Platz der sympathischsten Clubs: Hertha BSC Berlin (3%) Heißt: Hertha BSC finden die wenigsten Fans sympathisch. © Getty
17. Platz der sympathischsten Clubs: Hannover 96 (4 %) © Getty
16. Platz der sympathischsten Clubs: Eintracht Frankfurt (4 %) © Getty
15. Platz der sympathischsten Clubs: VfL Bochum (5 %) © Getty
14. Platz der sympathischsten Clubs: 1. FC Köln © Getty
13. Platz der sympathischsten Clubs: FC Schalke 04 (6 %) © Getty
12. Platz der sympathischsten Clubs: Bayern München © Getty
11. Platz der sympathischsten Clubs: Borussia Mönchengladbach (8 %) © Getty
10. Platz der sympathischsten Clubs: VfL Wolfsburg (8 %) © Getty
9. Platz der sympathischsten Clubs: 1. FC Nürnberg (8 %) © Getty
8. Platz der sympathischsten Clubs: 1899 Hoffenheim (9 %) © Getty
7. Platz der sympathischsten Clubs: VfB Stuttgart © Getty
6. Platz der sympathischsten Clubs: SC Freiburg (12 %) © Getty
5. Platz der sympathischsten Clubs: Bayer Leverkusen (14 %) © Getty
4. Platz der sympathischsten Clubs: Borussia Dortmund (14 %) © Getty
3. Platz der sympathischsten Clubs: FSV Mainz 05 (18 %) © Getty
2. Platz der sympathischsten Clubs: Hamburger SV (25 %) © Getty
1. Platz der sympathischsten Clubs: Werder Bremen (27 %) © Getty
Kann der Erfolg auch für die Bundesliga einen Schub geben?

Labbadia: “Die Mannschaft hat das grandios gemacht, wir haben den Ball laufen lassen und waren abgezockt. Ich wusste schon lange, dass wir nicht immer die Konstanz haben werden - das liegt daran, dass wir ständig vier bis fünf Führungsspieler aus dem Training nehmen mussten. Das schöne Gefühl sollten wir nun mitnehmen.“

Hat sie das Tor von dem sogenannten “Flaschenwerfer“ Paolo Guerrero besonders gefreut?

Labbadia: “Ich habe mich vor allem für einen Spieler gefreut, der sieben Monate verletzt war und für Paolo besonders. Man sollte Menschen immer eine zweite Chance geben.“

Aufgezeichnet von Britta Körber, dpa

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