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Labbadia verpasst ersten Sieg - Kramaric rettet Hoffenheim

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1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart
VfB-Profi Wataru Endo (l) im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Sebastian Rudy. © Uwe Anspach/dpa

Hart und hektisch: Hoffenheim und Stuttgart beharken sich im Abstiegskampf. Bruno Labbadia darf auf den Premierenerfolg hoffen - ein Torjäger beendet spät die Träume.

Sinsheim - Bruno Labbadia ging applaudierend Richtung Gäste-Fans. Den ersten Sieg konnte der Trainer auch im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr zum VfB Stuttgart aber noch nicht bejubeln. Die Schwaben kamen zu einem 2:2 (1:1) beim Landesrivalen TSG 1899 Hoffenheim und kassierten den Ausgleich erst in der Nachspielzeit.

Die zerfahrene und harte Partie gab den nur 23.159 Zuschauern im Sinsheimer Stadion schon mal einen Vorgeschmack auf den Abstiegskampf in der zweiten Saisonhälfte der Fußball-Bundesliga. Der kroatische WM-Dritte Andrej Kramaric brachte die kriselnde TSG früh in Führung (11. Minute) und erzielte auch den 2:2-Ausgleich (90.+4). Serhou Guirassy (45.+5) und Kapitän Wataru Endo (77.) trafen für den VfB. Direkt nach dem Treffer sah Stuttgarts Naouirou Ahamada (78.) die Gelb-Rote Karte. Die zweite Verwarnung kassierte er, weil er beim Torjubel auf eine Treppe kletterte und mit den Fans feierte.

„Das wäre heute in absoluter Big Point gewesen. Wir haben gekämpft, es ist brutal bitter und nervt extrem“, sagte VfB-Torwart Florian Müller. „Es ist sehr bitter, mit der Roten Karte kippt das Spiel so ein bisschen“, klagte auch Chris Führich. „Wenn man am Schluss noch das 2:2 macht, ist das eher etwas Positives. Das ganze Spiel war sehr ausgeglichen“, sagte Hoffenheims Sebastian Rudy bei Sky.

VfB auswärts weiter sieglos

Die Stuttgarter verpassten damit ihren ersten Auswärtssieg seit über einem Jahr, zuletzt gewannen sie am 11. Dezember 2021 mit 2:0 in Wolfsburg. Das Hoffenheimer Team von André Breitenreiter liegt weiter drei Punkte vor dem VfB, verzeichnete nun aber in den vergangenen elf Spielen nur einen einzigen Sieg und ist seit sieben Partien ohne Dreier.

Mit den Routiniers Kramaric, Rudy und Pavel Kaderabek neu in der Startelf gingen die Hoffenheimer die Herausforderung am 17. Spieltag an. Der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Kevin Vogt konnte auflaufen, musste aber zur Pause wieder in der Kabine bleiben. Offiziell verabschiedet wurde sein langjähriger Nebenmann Benjamin Hübner: Der Ex-Kapitän hatte nach einer Serie von Verletzungen im Dezember bekannt gegeben, dass er seine Karriere mit 33 Jahren beendet.

Rudy brachte prompt Ballsicherheit in sein Team in einer hektischen Anfangsphase, als den Stuttgartern kaum eine Kombination gelang. Einen Heber von Angeliño verlängerte Kramaric im Sprung ins Netz - das frühe 1:0 gab den Gastgebern Sicherheit. Nach einer knappen halben Stunde musste aber schon Flügelspieler Robert Skov angeschlagen vom Platz. Auf der Gegenseite erging es Tiago Tomás ebenso, er wurde durch Chris Führich ersetzt, der das VfB-Spiel aber belebte.

TSG-Anfangsoffensive schnell vorbei

Labbadia hatte der gleichen VfB-Anfangsformation wie beim 1:1 gegen Mainz 05 vertraut. Der von ihm zuletzt gelobte Atakan Karazor versuchte, das Spiel seiner Mannschaft etwas zu beruhigen, nach vorne ging aber lange fast nichts. Die Anfangsoffensive der TSG war auch schnell verpufft - so entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel.

Zu allem Übel stießen dann noch VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos und Ihlas Bebou mit den Köpfen zusammen. Ersterer machte mit einer Platzwunde und einem Stirnverband weiter. Silas Katompa Mvumpa vergab die erste Stuttgarter Chance kurz vor dem Wechsel - und das Unheil für Hoffenheim nahm seinen Lauf: Torhüter Oliver Baumann rammte Angeliño um, dann blieb Vogt benommen am Boden liegen. Diese Hektik in der TSG-Hintermannschaft nutzte Serhou Guirassy mit einem Schuss in den Winkel zum 1:1.

Trotz der Hereinnahme von Angreifer Munas Dabbur und spielerischer Überlegenheit blieben die Kraichgauer auch nach der Pause harmlos. Die Stuttgarter trauten sich nun was zu und stürzten die TSG in so manche Verlegenheit. Endo bestrafte die Hoffenheimer für ihr wenig druckvolles und nervöses Spiel mit dem 2:1. Dabbur vergab zunächst noch die Ausgleichschance - doch Kramaric sorgte spät für den Jubel über das 2:2. dpa

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