Zwölf Neue, null Tore

DFB-Kick: Ein Festtag nur für Historiker

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Einer der Debütanten: Kevin Volland.

Hamburg - Zwölf Neue, null Tore, kaum Erkenntnisse: Die DFB-Nullnummer gegen Polen am Dienstag war ein echter Festtag - aber nur für Historiker.

Joachim Löw zupfte seinen schlammfarbenen Daunenanorak zurecht, ein Handschlag mit Gegner-Trainer Adam Nawalka, Abklatschen mit Hansi Flick und Doktor Müller-Wohlfahrt – das war’s. 0:0 trennte sich die Bayern-, Dortmund- und Arsenal-lose Auswahl des DFB bei nasskaltem Wetter in Relegation-City von Polens zweiter Garnitur. Eine Kopfballchance von Antonio Rüdiger im ersten Durchgang, zwei halbwegs gefährliche Schüsse von Max Meyer und André Hahn im zweiten – mehr Offensiv-Highlights gab’s nicht vor gut 37 000 Zuschauern im HSV-Stadion.

„Die Polen haben es gut gemacht, sie haben das Zentrum dicht gehalten, waren eng am Mann dran“, bilanzierte Kevin Volland. „Ich war froh, dass ich mein erstes Länderspiel machen durfte, jetzt muss man abwarten, was kommt.“

Bis zum 2. Juni, 24 Uhr, muss Löw seinen 30er-Kader auf die WM-Norm von 23 Spielern reduziert haben. Tags zuvor steht in Mönchengladbach das Testspiel gegen Kamerun an. Am 6. Juni Uhr steigt in Mainz dann die WM-Generalprobe gegen Armenien. Eine Nacht später, am 7. Juni, wird der DFB-Flieger gen Brasilien abheben.

Ob sich dann noch jemand an das Spiel erinnert? Zumindest für Fußball-Historiker war dieser Dienstag ein Festtag. Altersdurchschnitt der Anfangself: 21,45 Jahre – der kleinste Wert seit 1939. Acht Frischlinge im Startaufgebot – der größte Wert seit 1950, als gegen die Schweiz u.a. die späteren Bern-Helden Max Morlock, Ottmar Walter und Toni Turek ihren Einstand feierten.

Ja gut – und sonst? Insgesamt gaben zwölf Spieler ihr Debüt in der Nationalmannschaft. So richtig drängte sich neben Kapitän (!) Julian Draxler und dem agilen, nach 70 Minuten ausgewechselten, Kevin Volland eigentlich keiner der potenziellen WM-Mitflieger auf. „Man hat gesehen, welche Qualitäten er hat“, sagte Löw über Volland. Als einziger echter Stürmer neben Oldie Miro Klose dürfte der Ex-Löwe gute Chancen auf ein Ticket haben.

Mit Sechser Sebastian Rudy und Linksverteidiger Oliver Sorg machten dazu zwei Nicht-Nominierte auf sich aufmerksam, die auf weitere Einladungen nach der WM hoffen dürfen. Auch Lukasz Szukala, der andere Ex-Löwe des Abends, bot eine anständige Partie. Bei der Weltmeisterschaft wird man den inzwischen bei Steaua Bukarest spielenden Innenverteidiger allerdings nicht sehen. Polen ist nicht qualifiziert.

lk

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