Lahm: "Es war nicht nur mein Fehler"

Philipp Lahm konnte den Spanier Fernando Torres nicht am Siegtreffer hindern.
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Philipp Lahm konnte den Spanier Fernando Torres nicht am Siegtreffer hindern.

Wien - Vom Himmel in die Hölle in fünf Tagen. Mit seinem 3:2 gegen die Türkei ermöglichte Philipp Lahm erst den Endspiel-Einzug.

Doch da besiegelte sein Zögern das bittere 0:1 von Fernando Torres – und das Ende aller Titelträume.

Die 33. Final-Minute wird der Außenverteidiger wohl nie vergessen. Der 24-Jährige hatten Torres eigentlich schon abgedrängt, als der ihn außen überholte und den Ball ins Tor lupfte. „Das Gegentor war nicht allein mein Fehler. Es war eine Kette von Fehlern“, wehrt sich Lahm. Die Erklärung für das Tor: „Im Mittelfeld kann einer allein auf die Abwehr zu marschieren. Dann kommt ein Steilpass, ich bin dran und nehme Tempo raus, weil ich gesehen habe, dass der Jens kommt – dann folgten zu viele Fehler.“ Vor allem einer des sonst so zuverlässigen Außenverteidigers, der wegen einer Verletzung zur Pause rausmusste. Der Bayern-Star frustriert zur tz: „Nur mein Kreuzbandriss war bitterer.“

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2005 zog sich Lahm die Knie-Verletzung zu, fiel ein halbes Jahr aus. Jetzt dieser Fehler im Endspiel. „Es war sehr bitter, am Pokal vorbeizulaufen“, gestand Lahm: „Man steht nicht einfach so alle zwei Jahre mit der Nationalmannschaft im Finale. Deswegen bin ich sehr enttäuscht.“

Lahm konnte im zweiten Durchgang weder mitwirken noch mitzittern – er wurde in der Kabine genäht. „Ich habe einen Schlag auf den Fuß bekommen. Das musste in der Halbzeit an der Innenseite des Fußes genäht werden.“ So sehr er auch wollte – Lahm konnte nicht mehr aufs Feld: „Ich habe nur die letzte Viertelstunde gesehen.“ Die Analyse fiel dennoch schonungslos aus: „Es war keine Frage der Kraft. Unser Kombinationsspiel nach vorne war nicht zielstrebig genug.“ Auch in die allgemeine Euphorie will er nicht miteinstimmen. „Man kann einiges verbessern: Dass man konstanter spielt, auch Gegner dominiert. Wir haben im Moment auch gegen kleinere Nationen Probleme – das darf uns nicht passieren.“

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Quelle: tz

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