Kapitän wird rechtzeitig fit

Abwehrprobleme! Lahm schlägt Alarm

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Philipp Lahm (r.) muss ein paar Tage pausieren, wird zum WM-Start aber topfit sein.

Köln - Knapp vier Wochen vor dem ersten Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Portugal hat Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm Alarm geschlagen.

„Wir müssen vor allem an unserer Defensive arbeiten. Zuletzt haben wir viel zu viele Gegentore kassiert, zu viele Großchancen zugelassen“, sagte der 30-Jährige der Bild-Zeitung: „Wir müssen mehr darauf achten, wie die Abwehr zu stehen hat. Da ist die ganze Mannschaft gefordert.“

Lahm: "Bis zur WM bin ich wieder topfit"

Sorge um einen personellen Engpass im Angriff hat Lahm dagegen nicht, obwohl in Miroslav Klose und Kevin Volland nur zwei etatmäßige Stürmer nominiert sind: „Was in allen Top-Vereinen und Top-Nationen passiert, ist eine Ergänzung des klassischen Strafraum-Stürmers mit Offensivspielern, die technisch versierter sind und mehr mitspielen. Davon haben wir einige dabei.“

Lahm bekräftigte zudem, bis zum WM-Start wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein. Vor dem Auftakt-Trainingslager in Südtirol sagte er: „Ich habe zur Sicherheit ein MRT machen lassen, bei dem festgestellt wurde, dass ich einen Kapselriss habe. Das bedeutet zwar ein paar Tage Pause, aber bis zur WM bin ich wieder topfit.“ Wegen der Verletzung wird Lahm zwei Tage später ins Trainingslager in Südtirol einsteigen.

Dass die Mannschaft nach zwei dritten Plätzen bei den vergangenen beiden Turnieren in Brasilien den Titel holen kann, steht für Lahm außer Frage: „Wir haben den Punch für den Titel. Wir müssen nur eines beachten: Talent und Ego jedes Einzelnen müssen in den Dienst der Mannschaft gestellt werden.“

WM 2014: In diesen Stadien wird gespielt

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Der 30-Jährige geht in Brasilien in seine dritte Weltmeisterschaft. Seine womöglich letzte Chance auf den Titel möchte er unbedingt nutzen: „Ich will nicht im Halbfinale ausscheiden oder nach Brasilien fahren, um die Sonne zu genießen. Ich habe ein klares Ziel. Und das ist natürlich der größtmögliche Erfolg, also der WM-Pokal.“

Über das Turnier hinaus hofft der Defensiv-Allrounder, auch die Europameisterschaft 2016 mit dem Bundestrainer Joachim Löw anzugehen: „Fakt ist, dass er einen Vertrag hat und wir als Mannschaft sehr gut mit ihm zusammenarbeiten und er uns taktisch immer sehr gut aufstellt.“

sid

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