Nationalelf-Comeback möglich

Jogi, hast du ihn auf dem Zettel? Vergessener Bundesliga-Star könnte alle DFB-Probleme lösen

Bundestrainer: Joachim Löw.
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Bundestrainer: Joachim Löw.

Das DFB-Team hat ein mehr als durchwachsenes Jahr hinter sich. Der Umbruch ist noch im vollen Gange. Spielt ein eigentlich vergessener Star vielleicht eine Rolle?

München - Das Fußball-Jahr hätte für die DFB-Elf nicht schlechter enden können. Mit 0:6 ging das Team von Joachim Löw in Sevilla gegen Spanien unter. Das Echo war heftig, der Bundestrainer stand phasenweise kurz vor dem Aus.

Das Chaos um den Verband mit dem Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius sowie die nach außen gedrungenen Interna aus der Krisensitzung sorgten dafür, dass der Herbst und die Vorweihnachtszeit in der Otto-Fleck-Schneise alles andere als entspannt war. Inzwischen haben zumindest Keller und Jogi Löw ihre Diskrepanzen ausgeräumt.

DFB: Ist ER die Lösung aller Probleme? Vergessener Bundesliga-Star könnte Löw retten

Doch wie sich die DFB-Elf rein sportlich erholen wird, das wird sich erst im März zeigen, wenn die nächsten Länderspiele anstehen. Eine Diskussion um eine Rückkehr der Weltmeister Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng wird es spätestens bei der dann anstehenden Kader-Nominierung geben.

Womöglich taucht dann ein Name auf, den schon einige fast vergessen hatten: Lars Stindl. Der Gladbach-Star überzeugte nicht zuletzt beim 3:2 der Borussia über den FC Bayern und unterstrich damit seine überragende Form, weshalb er rein sportlich eine Option für Löw sein könnte. Problem: Der Offensivspieler ist bereits 32.

Zwar ist lediglich FCB-Star Müller in der Scorerliste von 2020 vor Stindl, dennoch wäre dessen Nominierung gegenüber dem 31-jährigen Weltmeister von 2014 nicht zu vertreten. Allerdings bringt Stindl Qualitäten mit, die Löws Probleme lösen könnten.

DFB: Comeback von Lars Stindl? Nur Thomas Müller ist erfolgreicher

Gerade im Umschaltspiel beweist Stindl aktuell seine Klasse. In Gladbach setzt er als Zehner oder falsche Neun die schnellen Spitzen um Alassane Plea und Marcus Thuram ein. Beim DFB-Team könnte die Fähigkeit den nicht minder schnellen Serge Gnabry, Leroy Sané oder Timo Werner zu Gute kommen. Seine Stärken im Kombinationsspiel stehen ebenfalls außer Frage.

Allerdings kann auch Marco Reus eine ähnliche Rolle übernehmen - oder halt Mega-Talent Kai Havertz, dessen Durchbruch im DFB-Team von nicht wenigen Experten in diesem Jahr vehement gefordert wird. Allerdings müsste Löw ihm dafür auch eine fixe Position zuschreiben.

DFB: Nominiert Bundestrainer Löw Gladbach-Star Stindl? Was wäre dann mit Reus und Havertz?

Stindl hat bislang elf Länderspiele absolviert und dabei vier Treffer erzielt. Einer davon war beim Finale im Confed Cup 2017 entscheidend. Sein letzter Auftritt im DFB-Dress war im März 2018 gegen Brasilien (0:1), ehe ihm ein Syndesmosebandriss die WM-Teilnahme kostete und im Jahr 2019 ein Schienbeinbruch fast die gesamten Saison außer Gefecht setzte.

Es bleibt also fraglich, ob ein Comeback von Stindl in der Nationalmannschaft wirklich sinnvoll wäre. Die sportliche Frage spielt dabei aber eher eine untergeordnete Rolle - aber das tut sie beim DFB in der Vergangenheit ja auffällig häufig. (smk)

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