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Endlich mit Sané: So soll der ManCity-Star im DFB-Team Fuß fassen

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Von: Manuel Bonke

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Zurück im Kreis der Nationalmannschaft: Für Leroy Sané bricht im DFB-Dress eine neue Zeitrechnung an.
Zurück im Kreis der Nationalmannschaft: Für Leroy Sané bricht im DFB-Dress eine neue Zeitrechnung an. © AFP / CHRISTOF STACHE

Bei der Nationalmannschaft wirkte Leroy Sané bislang beinahe wie ein Fremdkörper. Bei der WM verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf den Flügelflitzer. Jetzt soll die Zeit des Youngsters anbrechen.

Berlin - Endlich mal ein DFB-Lehrgang ohne Zwischenfälle. Darauf hofft man beim Verband in Sachen Leroy Sané. Zur Erinnerung: Beim WM-Trainingslager in Südtirol sorgte der Spieler von Manchester City erst mit seiner Zöpfchen-Frisur für Kopfschütteln und wurde danach wegen mangelnder Trainingsleistung für das Turnier in Russland aussortiert. Während des letzten Lehrgangs reiste der Flügelflitzer dann vorzeitig ab, weil die Geburt seiner Tochter Rio-Stella anstand. Die Partien gegen Frankreich und Peru verpasste er. Dabei wäre der 22-Jährige so wichtig für den DFB-Neustart. Aber diesmal mit Sané - die tz erklärt, warum Papa Leroy ab sofort bei Löw durchstartet!

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Spielweise: Bei Löws WM-Analyse tauchte ein Begriff immer wieder auf: Individualisten. Oder, anders formuliert: Eins-gegen-Eins-Spieler, die mit ihren Tempo-Dribblings Abwehrketten im Alleingang sprengen können. Sané ist der Individualist schlechthin in Fußball-Deutschland. Seine Qualitäten hat er bei Manchester City schon zig Male unter Beweis gestellt, bei Pep Guardiola funktioniert der Ex-Schalker. Warum? Weil Pep sein System unter anderem auf die Spielweise Sanés zuschneidet. In England hat er den Raum, um mit seinen Tempo-Dribblings in die Tiefe zu gehen. Und das, obwohl Pep als Erfinder des modernen Ballbesitzfußballs gilt. Löw wollte in der Vergangenheit hingegen, dass seine Außenverteidiger stets hoch stehen und sich als Flankengeber und Vorbereiter ins Offensivspiel einschalten. Somit standen sie Leroy auf den Füßen und nahmen ihm den Raum, den er für seine Spielweise braucht. Künftig sollen sich die Außenverteidiger beim DFB in erster Linie wieder mehr auf ihre Abwehrarbeit konzentrieren.

Verantwortung: Damit der City-Star auf dem Platz funktioniert, muss es bei ihm aber auch im Kopf klick machen. Vor wenigen Wochen kritisierte Toni Kroos: „Natürlich ist er jemand, der mit seiner Körpersprache einem das Gefühl gibt: Ob ich gewinne oder verliere, ist nicht so schlimm. Das ist die Körpersprache - ob es so ist, weiß ich nicht.“ Als Papa einer Tochter muss Leroy jetzt auch Verantwortung neben dem Platz übernehmen - Flausen im Kopf hin oder her. Für seine Persönlichkeitsentwicklung kann die Vaterrolle nur positiv sein. Vorbildlich: Am Dienstag war Sané der erste DFB-Star, der am Teamhotel ankam.

Kritikfähigkeit: Nach Löw im Sommer verpasste ihm auch Guardiola im Herbst einen Denkzettel und strich ihn wegen mangelnder Trainingsleistung für ein Ligaspiel aus dem Kader. Sané selbst sagte vergangene Woche bei „Sport1“: „Jogi Löw und Pep Guardiola wissen beide ganz genau, wie sie mit mir umgehen müssen. Kritik von so großen Trainern zu bekommen, darüber freue ich mich ein bisschen“, und kündigt an: „Das nächste Ziel ist für mich, bei der Nationalmannschaft den nächsten Schritt zu machen und mich da mehr zu zeigen.“ Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.

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Manuel Bonke

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