Leverkusen gegen Genk wieder mit Ballack

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Michael Ballack ist wieder fit und kann gegen Genk spielen.

Leverkusen - Peinliche Pleite gegen Köln, Lektion vom FC Bayern: Bayer Leverkusen geht angeschlagen in die zweite Champions-League-Partie gegen den KRC Genk. “Genk ist nicht Bayern“, meinte Sportdirektor Rudi Völler.

Für Bayer Leverkusen ist schon die zweite Champions-League-Partie gegen den KRC Genk ein Schlüsselspiel. “Wir haben keine Krise“, sagte Bayer-Vereinschef Wolfgang Holzhäuser vor der Begegnung am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) gegen den belgischen Meister. Nach heftigen Niederlagen gegen den 1. FC Köln (1:4) und Bayern München (0:3) forderte er aber Wiedergutmachung: “Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt.“

Genk ist in der Gruppe E mit dem FC Chelsea und FC Valencia zwar der vermeintlich leichteste Gegner, doch die eigene Formschwäche und das 0:0 der Belgier zum Auftakt gegen die Spanier mahnen zur Vorsicht. “Man kann nicht von der Hand weisen, dass wir Favorit sind“, sagte Bayer-Trainer Robin Dutt am Dienstag, “doch bei Genk haben wir gute fußballerische Qualität festgestellt. Wir spielen nicht gegen irgendwen, sondern gegen den belgischen Meister.“

Bei Überstehen der Gruppenphase würden rund 23 Millionen Euro an Einnahmen winken, doch Holzhäuser könnte sich auch mit Platz drei und dem nicht so lukrativen Abstieg in die Europa League anfreunden. “Wir wollen international überwintern, dafür brauchen wir in der Gruppe Platz drei“, sagte Holzhäuser dem “Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). Dutt will davon nichts wissen: “Es gibt keinen Grund demütig zu sein. Wir haben den Anspruch den zweiten Platz zu erreichen.“

Die Bayer-Profis wissen, dass gegen Genk und am Samstag gegen den VfL Wolfsburg eine Trendwende her muss, um nicht tiefer in den Schlamassel zu geraten. “So dürfen wir nicht wieder auftreten und spielen“, appellierte Linksverteidiger Michal Kadlec. “Wir wollen Gruppenzweiter werden. Deshalb ist es ein kleines Endspiel.“ Und danach soll ein Sieg gegen Wolfsburg folgen, um “etwas Ruhe in der Nationalmannschaftspause zu haben“.

Die schönsten und die hässlichsten Trikots: Die Beurteilungen der Jury

Eine Jury aus Studierenden und Professorinnen der Mediadesign Hochschule (MD.H) hat in diesem Jahr den 1. FC Nürnberg zum Trikotmeister für die Bundesligasaison 2011/2012 gekürt. Nach den bisherigen Siegern der Jahre 2007-2010 mit den Vereinen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim und dem FC St. Pauli hatten in diesem Jahr zur Saison 2010/2011 die Franken aus Nürnberg vor den Bayern aus München die Nase vorn. Klicken Sie sich durch die (teils sinngemäß gekürzten) Jury-Beurteilungen. © dpa
Platz 1: 1. FC Nürnberg - So sehen Sieger aus!In der Farbpsychologie ist rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe. Das hier gezeigte Trikot ist jedoch eher Bordeaux-rot. Die weißen Streifen wirken sauber, sachlich und geben dem Trikot die notwendige Helligkeit, um nicht zu düster zu wirken. Positiv anzumerken ist auch, dass das Sponsorenlogo, Das Vereinslogo und der Markenname alle einheitlich in derselben Farbe (Weiß) gehalten sind. Das lässt das Trikot nicht zu bunt wirken.   © dpa
Platz 2: FC Bayern München - In der Farbpsychologie ist Rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe.  Schnitt: schlanke lange Schnittführung mit klassischem V-Ausschnitt im Retro-Look. In den 1970er Jahren gab es nach Meinung der Fachleute die schönsten Trikots. Dieses hier kombiniert Elemente der damaligen Zeit mit der technischen Machbarkeit (Materialien, Schnitt, Nähte) der heutigen Zeit auf gelungene Art und Weise. © getty
Platz 3: Werder Bremen - Auch hier eine gelungene Linienführung. Ein Trikot kann langweilig und grün sein, oder mit den vorhandenen Möglichkeiten im Rahmen der Vereinsfarben ausnutzen und ein schönes und trotzdem dezentes Trikot entwickeln, wie hier geschehen. Hier begeistert vor allem die spitz zulaufende Linienführung, die mit dem Sponsoren-Logo perfekt harmoniert und somit eine Einheit mit den aufgedruckten Elementen bildet. © getty
Platz 4: Hannover 96 - Die körperbetonte Schnittführung und der elegante Halsausschnitt zeichnen das Trikot von Hannover 96 aus. Sehr gelungen ist der gewählte dunkelrote Farbton. Die feinen Schrägstreifen, die Ton-in-Ton gehalten sind, runden das Gesamtbild ab. © ap
Platz 5: VfL Wolfsburg - Der klassische V-Ausschnitt und der sportive, körperbetonte Schnitt kennzeichnen das Trikot von Wolfsburg. Der angenehme Grünton als Basisfarbe wirkt ruhig und souverän – die weißen Streifen an Schulter und Seite bringen Dynamik ins Spiel. © dpa
Platz 6: Hertha BSC - Eine sehr gelungenen Farbgebung weist das Trikot in dunkelblau mit petrolfarbenen feinen Streifen auf. Der Schnitt ist modern und sportiv. Der weiße Blockstreifen dagegen wirkt etwas dominant.   © getty
Platz 7: Mainz 05 - Schmal und sportlich geschnittenes Trikot mit Rundhalsausschnitt. Die Grundfarbe des Trikots ist rot, die Ärmel sind weiß abgesetzt. Die Sponsorenfarbe und die Farben des Vereinsemblems sind farblich identisch, was ein sehr stimmiges Gesamtbild hervorbringt. © getty
Platz 8: FC Schalke 04 - Körperbetontes Trikot in royalblau mit weißem Polokragen. Auch hier sind Sponsorenfarbe und Vereinsfarben farblich passend, nur die Zierstreifen wirken etwas unruhig. © getty
Platz 9: 1. FC Kaiserslautern - Auberginefarbenes Trikot mit weißen Streifen und weißem Kragen. Leider ist die Schnittführung etwas vernachlässigt worden und das Trikot wirkt weit und kastig. Das Sponsorenlogo in grün sticht sehr stark hervor!  © getty
Platz 10: Hamburger SV - Interessant geschnittenes Trikot mit V-Ausschnitt und Schulterpasse. Das feine Streifendesign in rot-blau macht sich gut auf dem weißen Trikot. Auch Sponsorenschriftzug und Vereinsemblem sind farblich gut aufeinander abgestimmt. © getty
Platz 11: TSG Hoffenheim 1899 - Das hellblaue Trikot ist schnitttechnisch mit wenig Raffinesse ausgestattet. Auch die schrägen Streifen im oberen Bereich wirken unruhig, aber nicht dynamisch. Die Positionierung des Sponsorenlogos unterstützt das unruhige Bild. © dapd
Platz 12: Bayer 04 Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen:Das schwarze Trikot mit dem quer verlaufenden roten Blockstreifen wirkt sehr hart und weist einen starken Farbkontrast auf. Das Sponsorenlogo ist überdimensional groß und hebt sich extrem ab. © getty
Platz 13: Borussia Mönchengladbach - Hier geht es bunt zu! Zwar ist das Trikot uni weiß mit kleinen Ringelbündchen gehalten, aber die verschiedenen Elemente wie Marke, Sponsorenlogo und Vereinswappen wurden sehr unstrukturiert platziert und lassen das Gesamtbild etwas überladen erscheinen.  © getty
Platz 14: Borussia Dortmund - Ein schöner Versuch, auch andere Musterelement als nur Streifen auf Trikots aufzubringen. Leider wirkt das gelbe Trikot mit den schwarzen Quadraten unruhig. Außerdem ist der lila Schriftzug sehr kontrastreich. Die körperbetonte Schnittführung mit Raglanarm ist gelungen.  © getty
Platz 15: FC Augsburg - Das weiße Trikot in Polo-Optik ist weder schnitttechnisch spektakulär, noch in Muster und Farbgebung. Der rot-grüne Längsstreifen alleine schafft es nicht, dem Trikot mehr Glanz zu verleihen.  © ap
Platz 16: VfB Stuttgart - Dieser Schnitt ist von gestern. Eher kurz, weiter geschnitten mit schräg angesetzten Ärmeln. Ansonsten macht das Trikot weiter nichts falsch, aber auch nichts richtig. Es ist einfach und ziemlich designfrei.  © dpa
Platz 17: SC Freiburg - Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Gut, Querstreifen sind gerade in Mode und man findet sie fast überall und auf jedem Kleidungsstück. Aber meist in Form schlanker Streifen in Weiß/Marineblau. Die hier gezeigte Kombination in breiten rot-schwarzen Querstreifen zieht sich über das komplette Trikot. Das wirkt aufgrund der hohen Kontraste sehr aggressiv.  © dpa
Platz 18: 1. FC Köln - Ein Trikot kann mehr als ein Basic T-Shirt sein, ohne dadurch in seiner Funktionalität eingeschränkt zu werden. Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Die aktuell schlanke Schnittführung ist hier komplett ignoriert worden. Auch ein weißer Stoff hält hier Möglichkeiten parat, die nicht genutzt worden. Fazit: ideenlos. Trikots bergen kreatives Potential, um die Außenwahrnehmung einer Mannschaft zu optimieren. Man muss es nur nutze. © getty

Ähnlich sieht es Innenverteidiger Ömer Toprak: “Wir haben die Chance, ein bisschen wieder gut zu machen. Daran sollten wir denken und nach vorne schauen.“ Gegen Genk gelte es, “selbstbewusst und aggressiv aufzutreten“.

Nach fünf Niederlagen in neun Pflichtspielen wächst auch die Kritik an Cheftrainer Dutt. “Ich kann mir nicht erklären, warum man ihn kritisiert. Ich mag die Schwarz-Weiß-Malerei nicht“, sagte Holzhäuser. “Wir sind mit seiner Arbeit zufrieden.“ Dutt sei sehr sorgfältig und mache sich viele Gedanken. “Das ist alles in Ordnung.“ Der Coach selbst gab sich gelassen. “Es gehört zum Geschäft. Wenn man verliert, bekommt man auf die Mütze“, so Dutt.

Gegen Genk hat er zumindest eine bessere Arbeitsgrundlage, da sich die personelle Situation entspannt hat. Die in der Liga rotgesperrten Kadlec und André Schürrle kehren in die Startelf zurück. Und Michael Ballack konnte am Dienstagmorgen nach überstandener Grippe ebenso wie Daniel Schwaab (zuletzt Knieprobleme) wieder im Training mitwirken.

dpa

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