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Leverkusen setzt Negativ-Serie fort

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Bayer Leverkusen - 1. FC Union Berlin
Berlins Rani Khedira (l) und Leverkusens Kerem Demirbay kämpfen um den Ball. © Marius Becker/dpa

Bayer Leverkusen bleibt auch zum Rückrundenauftakt sieglos und fällt aus den Champions-League-Rängen. Trainer Seoane fordert nach dem 2:2 gegen Union Berlin mehr Konstanz.

Leverkusen - Grischa Prömel erlebte einen Tag vor seinem 27. Geburtstag „ein kleines Wunder“, Bayer Leverkusen beinahe einen Alptraum.

Wegen des ersten Doppelpacks des Mittelfeldspielers von Union Berlin kam der Champions-League-Anwärter trotz eines lange überlegen geführten Spiels nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. „Ich bin am Ende nur froh, dass wir das Spiel nicht noch verloren haben“, sagte Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky nach dem fünften sieglosen Pflichtspiel in Serie. Dadurch fiel das Team von Trainer Gerardo Seoane am 18. Spieltag aus den Champions-League-Rängen.

„Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir mehr Konstanz reinbekommen“, schimpfte Seoane. Der 17. Saisontreffer von Torjäger Patrik Schick (38. Minute) und ein spätes Kopfball-Tor von Jonathan Tah (84.) waren zu wenig für den ersten Leverkusener Sieg seit einem Monat. „Ich denke, dass das Unentschieden am Ende gerecht ist“, befand Seoane.

Prömel: „Noch nie einen Doppelpack erzielt“

Prömel hatte für die Gäste zunächst kurz vor der Pause noch glücklich den Ausgleich erzielt (45.) und kurz nach dem Wechsel einen verunglückten Torschuss von Max Kruse erwischt und über die Linie gedrückt (49.). „Es ist ein kleines Wunder“, freute sich Prömel am Tag vor seinem Geburtstag. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Doppelpack erzielt. Das ist ein schöner Tag für mich.“

Das Team von Trainer Urs Fischer ist inzwischen seit vier Spielen gegen Leverkusen ungeschlagen. Den erneuten Punkt verdienten sich die Gäste mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung. Leverkusen war zwar über weite Strecken spielbestimmend, vor dem Tor aber zu umständlich. „Diesen Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen“, bekannte auch Hradecky. Die negativen Ergebnisse zum Ende des alten Jahres waren den Rheinländern zunächst noch anzumerken. „Natürlich nagt das dann auch am Selbstvertrauen“, sagte der Bayer-Keeper.

Bayer fand erst mit Macht ins Spiel, als Unions Abwehrspieler Niko Gießelmann bereits nach 26 Minuten mit dem Verdacht einer Muskelverletzung vom Feld musste. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, sagte Fischer und kündigte eine genauere Untersuchung in der Charité an.

Schick mit Premieren-Tor gegen Union

Leverkusen war nun hellwach und bestimmte das Spiel. Belohnt wurde dies durch Schicks Premieren-Treffer gegen Union. Einen von Torhüter Andreas Luthe abgewehrten Ball drosch der Tscheche zu seinem 17. Saisontor ins Netz. Für den 25-Jährigen war es im fünften Spiel gegen die Berliner das erste Tor. Indes währte die Führung nicht bis zur Pause, obwohl Bayer-Keeper Hradecky alles dafür tat. In der 45. Minute rettete der Finne bei einem Weitschuss von Christopher Trimmel und einem anschließenden Flugkopfball von Kevin Behrens jeweils stark, ehe er gegen Prömels Abstauber schließlich machtlos war. Das 1:1 zur Pause war durchaus schmeichelhaft für die Gäste.

„Da hatten wir echt Glück“, sagte Fischer, der sein Team in der Pause noch einmal neu einstellte und dann stark verbessert sah. Mit deutlich mehr Schwung kam Berlin aus der Kabine und ging schnell in Führung. Erneut Prömel drückte einen verunglückten Torschuss von Kruse über die Linie. „Das war dann eine zweite Hälfte, wie ich mir das vorstelle“, sagte der Bayer-Coach.

Leverkusen rannte nun planlos an, wurde aber kurz vor dem Ende immerhin noch durch den Ausgleich belohnt. Tah köpfte eine Flanke des eingewechselten Karim Bellarabi noch über die Linie. dpa

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