Bundesliga: Titelkampf spitzt sich zu

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Hertha-Spieler Cicero und Schalkes Peer Kluge (r) kämpfen im Berliner Olympiastadion um den Ball.

Hamburg - Der Titelkampf in der Fußball-Bundesliga hat sich zwei Spieltage vor dem Ende der Saison weiter zugespitzt. Und Leverkusen wahrt Champions-League-Chancen. Die Spieltags-Zusammenfassung.

Der FC Bayern München und der FC Schalke 04 gehen punktgleich auf die Zielgerade. Der Rekordmeister aus München musste sich am Samstag bei Borussia Mönchengladbach mit einem 1:1 begnügen, Schalke feierte einen glücklichen 1:0-Erfolg bei Schlusslicht Hertha BSC und hat nun ebenfalls 64 Zähler auf dem Konto. Allerdings verfügen die Bayern im Endspurt über eine um 13 Treffer günstigere Tordifferenz.

Der 32. Spieltag der Bundesliga in Bildern

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VfL Bochum - VfB Stuttgart 0:2 © dpa
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Borussia Mönchengladbaach - FC Bayern München 1:1 © dpa
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Hertha BSC Berlin - FC Schalke 04 0:1 © dpa
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Hertha BSC Berlin - FC Schalke 04 0:1 © dpa
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Bayer 04 Leverksuen - Hannover 96 3:0 © dpa
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1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 3:3 © dpa
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1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 2:3 © dpa
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SV Werder Bremen - 1. FC Köln 1:0 © dpa
 
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SC Freiburg - VfL Wolfsburg: 1:0 © dpa
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1899 Hoffenheim - Hamburger SV: 5:1 © dpa
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Im Kampf um den zur Champions League-Qualifikation reichenden dritten Platz fuhren Bayer Leverkusen (3:0 gegen Hannover 96) und Borussia Dortmund (3:2 beim 1. FC Nürnberg) wichtige Siege ein.

Drei Tage nach dem kräftezehrenden Champions-League-Match gegen Olympique Lyon kamen die Bayern in der Bundesliga vom Erfolgsweg ab. Der eingewechselte Miroslav Klose verhinderte mit seinem Kopfball-Tor in der 73. Minute sogar eine drohende Niederlage für den Rekordmeister. Marco Reus hatte die Gladbacher in der 60. Minute in Führung gebracht.

Schalke nutzte dank des späten Tores von Heiko Westermann (87.) die Gunst der Stunde und zog mit dem Tabellenführer gleich. Dagegen gibt es für die Berliner kaum noch Hoffnung. Bei fünf Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Platz muss sich Hertha wohl mit dem bitteren Gang in die 2. Liga abfinden. Mit dem 15. sieglosen Heimspiel in Serie stellten die Berliner zudem den Bundesliga-Rekord von Tasmania 1900 aus der Spielzeit 1965/66 ein.

Webseite kürt Flop-Rangliste der Bundesliga-Transfers

Die Webseite Goal.com hat eine Flop-Rangliste der Bundesliga-Transfers der aktuellen Saison zusammengestellt. Und spart dabei nicht mit Hohn und Spott. Hier sehen Sie die "Flop Ten" und Auszüge aus den (aus dem Englischen übersetzten) Begründungen. © Getty
10. Platz: Mineiro (FC Schalke 04) © Getty
Begründung von Goal.com: "Eine seltsame Verpflichtung von Schalke. [...] Als herausgefunden wurde, dass Mineiro unfähig ist, einen ordentlichen zentralen Mittelfeldspieler zu geben, hat Magath Peer Kluge und Alexander Baumjohann verpflichtet. Und dmit die Chancen des Ex-Chelsea-Manns, Spielzeit zu bekommen, endgültig beendet." © Getty
Platz 9: Mario Gomez (FC Bayern) © Getty
Begründung von Goal.com: "Wenn er in Form ist, ist er nicht zu stoppen. Leider aus Sicht der Bayern-Fans war der 'An'-Schalter diese Saison nur ein paar Wochen lang aktiviert." © Getty
Platz 8: Thomas Kahlenberg (VfL Wolfsburg) © Getty
Begründung von Goal.com: "Der amtierende Bundesliga-Meister hat gehofft, etwas Unterstützung für Spielmacher Zvjezdan Misimovic zu bekommen. [...] Aber Kahlenberg war unfähig, [...] den Druck von seinem bosnischen Teamkollegen zu nehmen." © Getty
Platz 7: Marcus Berg (Hamburger SV) © Getty
Begründung von Goal.com: "Er hat einfach zu viel gekostet für das, was er zurückgegeben hat." © Getty
Platz 6: Anatoli Timoschtschuk (FC Bayern) © Getty
Begründung von Goal.com: "Er hätte sich selbst wohl noch schlechter in der Rangliste erwartet. Aber man muss berücksichtigen, dass sein Ausschluss aus der Bayern-Startelf nur daran liegt, dass Kapitän Mark van Bommel gesetzt ist und Bastian Schweinsteiger als erste Option für die Mittelfeld-Zentrale hervorgetreten ist." © Getty
Platz 5: Artur Wichniarek (Hertha BSC) © Getty
Begründung von Goal.com: "Der polnische Nationalspieler zählte noch nie zu den größten Schützen der Bundesliga, aber zumindest ein paar Tore hätte man sich von ihm erwarten können." © Getty
Platz 4: Karim Ziani (VfL Wolfsburg) © Getty
Begründung von Goal.com: "Zugegeben: Er wurde immer wieder von Verletzungen geplagt, aber die meiste Zeit der Saison hat er gesund auf der Bank verbracht. Bei seinen wenigen Auftritten auf dem Platz wirkte er völlig von der Rolle." © Getty
Platz 3: Edson Braafheid (FC Bayern) © Getty
Begründung von Goal.com: "Er hat sich seinen Spitznamen 'Der holländische Lell' redlich verdient. Defensiv war der gebürtige Surinamer zu langsam, um mit vielen seiner Gegenspieler mitzuhalten. Offensiv war seine Leistung geradezu komisch. Es gibt zwei Dinge, die Braafheid nie im Leben in der gegnerischen Hälfte tun würde: 1) Den Ball mit dem rechten Fuß berühren. 2) Ihn nach vorne zu spielen, oder auch nur quer. Deswegen wurde er auf die Bank versetzt und im Januar dann zu Celtic verschifft." © Getty
Platz 2: Raul Bobadilla (Borussia Mönchengladbach) © Getty
Begründung von Goal.com: "Er hat Coca-Cola als weltgrößten 'bottler' abgelöst. [...] Er hat es sogar geschafft, das Ziel zu verfehlen, als gegen Bremen der Torwart nicht in Position war." © Getty
Platz 1: Lukas Podolski (1. FC Köln) © Getty
Begründung von Goal.com: "Von einem Mann, der behauptet, seinen Heimatclub zu lieben, würde man viel, viel mehr Einsatz erwarten. [...] Bei Freistößen schickt er den Ball in der Regel in den erdnahen Orbit. Es sei denn, er spielt gegen Bayern. In diesem Fall schöpft er sein Potenzial aus und trifft." © Getty

Bayer Leverkusen beendete gegen Hannover 96 seine Negativserie und wahrte die Chance auf einen Champions League-Platz. Stefan Kießling (26./88.-Foulelfmeter) mit seinen Saisontoren 20 und 21 sowie Murat Kaplan (64.) trafen zum 3:0. Mit dem Erfolg verdrängte Leverkusen die Bremer vorerst vom dritten Tabellenplatz. Den Niedersachsen auf Rang 17 steht das Wasser nach der 19. Saisonniederlage bis zum Hals.

Borussia Dortmund liegt nach dem 3:2 beim 1. FC Nürnberg weiter aussichtsreich im Kampf um einen Platz in der europäischen Königsklasse und schob sich vorerst auf Platz vier. Mit seinen Saisontoren 16 bis 18 brachte Lucas Barrios (27./62./77.) die zuletzt zweimal sieglosen Westfalen auf Erfolgskurs zurück. Mike Frantz (30.) und Christian Eigler (84.) trafen für den “Club“, der trotz der dritten Niederlage nacheinander Tabellenrang 14 behielt.

Eintracht Frankfurt bleibt die Nummer 1 im Rhein-Main-Gebiet. Nach dem packenden 3:3 im Südwestderby beim FSV Mainz 05 behauptete die Eintracht Rang neun vor den 05ern. Nach Treffern von Alexander Meier (13./19.) und Ümit Korkmaz (62.) schienen die Hessen auf der Siegerstraße zu sein, doch Aristide Bance (45.+1/86.) und Jan Simak (56.) mit dem 100. Bundesliga-Tor für Mainz gelang jeweils noch der Ausgleich.

dpa

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