Die spanische La Liga 

La Liga/Primera Division: Geschichte, Vereine, Meister – alle Infos zur Liga in Spanien

Primera División, Spanien, CD Alaves - Real Madrid im Mendizorroza Stadion. Real Madrids Casemiro (r) jubelt sein Tor zum 0:1 mit seinen Teamkollegen
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Real Madrid: Der Rekordmeister in der La Liga

Alles über die spanische La Liga und ihre Meister.

  • Die spanische La Liga existiert seit 1929 und ist aktuell nach einer Bank benannt
  • Rekordmeister ist Real Madrid, der FC Barcelona folgt auf dem zweiten Platz
  • Aktuell spielen 20 Vereine in Hin- und Rückrunde den spanischen Meister aus

Die höchste Liga im spanischen Fußball ist heute die La Liga. Nach der Fünfjahreswertung der UEFA ist sie aktuell die beste Fußballliga Europas. Gegründet am 10. Februar 1929 spielen heute zwanzig Mannschaften im spanischen Fußballoberhaus. Die spanische Liga untersteht dem Fußballverband RFEF. Zunächst war sie unter dem Namen Primera Division bekannt. Noch heute wissen Fußballfans weltweit, was die Primera Division ist. Dennoch hat sich die spanische Banco Santander S.A. die Namensrechte gesichert. Seit 2016 heißt die spanische Liga nun LaLiga Santander oder kurz La Liga.

La Liga: Die Gründungsmitglieder

Bereits vor der Gründung der spanischen Fußballliga gab es auf der iberischen Halbinsel regelmäßig Fußballveranstaltungen. Die Copa del Rey findet bereits seit 1902 statt. Zudem gab es in den einzelnen Provinzen eigene Fußballligen. 1926 erreichte der Fußball in Spanien einen solch professionellen Stand, dass die ersten Fußballer ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Sport bestreiten konnten. In den folgenden Jahren mehrten sich die Diskussionen um die Gründung einer landesweiten Profiliga.

Zu Beginn sollten zehn Mannschaften Teil der spanischen Liga sein. Alle Finalisten und Gewinner der Copa del Rey bekamen einen Startplatz in der neu gegründeten Primera Division. Allerdings lehnten die Vereine eine Teilnahme von Celta Vigo ab, da Reisen bis nach Vigo an der Atlantikküste aufwändig und kostenintensiv gewesen wären. Der zehnte Startplatz ging an Racing Santander, die ein kleines Turnier gewannen. Die anderen neun Gründungsmitglieder der heutigen La Liga sind:

  • Athletic Bilbao
  • Real Unión Irún
  • Arenas de Getxo
  • Real Sociedad
  • Real Madrid
  • Atlético Madrid
  • FC Barcelona
  • Espanyol Barcelona
  • CE Europa

La Liga: Das historische Geschehen

Nach der offiziellen Gründung der spanischen Liga erfolgte der Startschuss am 10.02.1929. In den ersten Jahren entstand bereits eine große Kluft im spanischen Profifußball. Kleinere Dorfmannschaften konnten nicht mehr mithalten. Trotz aller Beliebtheit verloren diese schnell den Anschluss, während Athletic Bilbao in den ersten Jahren das Ligageschehen dominierte.

1936 gab es den Spanischen Bürgerkrieg, sodass die laufende Fußballsaison unterbrochen werden musste. Der Neustart erfolgte holprig. Die Regierung tauschte Verbandsführung und Schiedsrichter überwiegend aus, einige Fußballstadien waren zerstört und Fußballer kehrten ihrem Sport den Rücken zu. Dennoch etablierte sich in den 40er Jahren der spanische Fußball erneut in der Öffentlichkeit. Der FC Valencia übernahm das Ruder, obgleich auch Athletic Bilbao dank ausgezeichneter Nachwuchsarbeit im Rennen um die Meisterschaften mitmischte.

La Liga: Die bekanntesten Ligameister

Nach einem Großeinkauf zur Saison 1953/54 begann die Zeit von Real Madrid. In den nächsten fünf Spielzeiten war Real Madrid viermal der Meister. Immer mehr Talente strömten in die spanische Hauptstadt und festigten die Vormachtstellung des „weißen Balletts“, wie die Mannschaft aus der Hauptstadt ehrfurchtsvoll genannt wurde. Der FC Barcelona verlor in dieser Phase den Anschluss an die Madrilenen. Als spanischer Serienmeister konnte Real auch den Europapokal der Landesmeister gewinnen. In den 60er und 70er-Jahren schloss Atlético Madrid zum Städterivalen auf. Fortan gab es im Duell der Erzrivalen die Entscheidung um die Meisterschaft.

In der Saison 1973/74 spielte das Jahrhunderttalent Johan Cruyff (*25.04.1947, †2016) für den FC Barcelona. Nach über zehn Jahren Durststrecke waren die Katalanen wieder Meister. Die nächsten vierzig Jahre drehte sich alles um das Duell der großen spanischen Klubs: Real Madrid und FC Barcelona. Mittlerweile kann auch Atlético Madrid wieder regelmäßig in das Titelrennen eingreifen. Die spanische La Liga ist von einem Dreikampf geprägt.

La Liga: Die ewige Tabelle der besten Vereine

Wenn es um die Titel in der spanischen Liga geht, gibt es zwei herausragende Vereine. Real Madrid und FC Barcelona gewannen die meisten Titel. Real Madrid ist der Rekordmeister mit 34 Titeln, während Barcelona aktuell bei 26 Meisterschaften steht. Auf den weiteren Plätzen folgen Atlético Madrid mit zehn und Athletic Bilbao mit acht Titeln. In der ewigen Tabelle der spanischen Liga sieht das Spiel nicht anders aus. Real Madrid und FC Barcelona führen das Rennen unangefochten an. Im Anschluss folgen Atlético Madrid, Athletico Bilbao und der FC Valencia.

La Liga: Zuschauer in der spanischen Liga

Für Fußballfans ist die spanische Liga eine echte Attraktion. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren tausende Menschen Woche für Woche in die Stadien strömten. Dennoch ist der Zuschauerschnitt leicht rückläufig. Während in der Saison 2003/2004 noch 29.653 Zuschauer pro Spiel im Schnitt ins Stadion gingen, waren es 2018/2019 lediglich 26.814 Zuschauer.

Traditionell sind die Zuschauerzahlen in den Stadien der spanischen Spitzenklubs Real Madrid und FC Barcelona am höchsten. In den letzten zehn Jahren war der Zuschauerschnitt im Stadion Camp Nou des FC Barcelona der Beste. Die Entwicklung zeigt, dass in der Saison 2018/2019 sogar mehr Zuschauer ins Stadion gingen als fünfzehn Jahre zuvor. Mit 75.208 Zuschauern pro Spiel ist Barca der klare Spitzenreiter. Das Camp Nou Stadion des FC Barcelona befindet sich an der Calle d’Aristides Maillol 12 in Barcelona.

Eine interessante Tatsache ist, dass die meisten spanischen Spitzenklubs Eigentümer ihrer Fußballstadien sind. Während in Deutschland oftmals die Stadt als Betreiber das Stadion vermietet, dürfen FC Barcelona, FC Valencia, Real Madrid oder Atlético Madrid ihre Spielstätten ihr Eigen nennen. Folglich sind die Zuschauereinnahmen eine bedeutende Umsatzquelle für die spanischen Fußballvereine.

La Liga und die Rekorde

In der fast 100-jährigen Geschichte der spanischen Liga gab es verschiedene Rekorde. Der erfolgreichste Torjäger der spanischen Liga ist Lionel Messi (*24.06.1987). Er schoss bis heute über 450 Tore für den FC Barcelona, dem er seit seinem 14. Lebensjahr die Treue hält. Der mehrmalige Weltfußballer wurde ebenfalls am häufigsten Torschusskönig in der Liga. Demgegenüber ist der portugiesische Torjäger Christiano Ronaldo (*05.02.1985) der einzige Spieler, der sechs Jahre hintereinander mindestens 30 Tore schoss.

Sowohl Real Madrid als auch Athletic Bilbao schafften es eine ganze Saison, ohne Niederlage zu bleiben. Allerdings stammt dieser Rekord aus der Anfangszeit in den 30er Jahren. Die Vereine absolvierten damals lediglich 18 Spiele. Heute ist dieses Meisterstück wohl ungleich schwerer, da der Spielplan mehr Begegnungen enthält.

La Liga: Die aktuellen Regeln

In der Saison 2020/21 besteht die La Liga aus zwanzig Mannschaften. Diese treten in einer Hin- und Rückrunde gegeneinander an, um den Meister der spanischen Liga zu ermitteln. Drei Punkte gibt es für einen Sieg und einen für ein Remis. Verlierer gehen leer aus. Bei Gleichstand der Punkte entscheiden die Ergebnisse des direkten Aufeinandertreffens über die Platzierung. Insgesamt finden 38 Spieltage in einer Saison statt. Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Änderungen beim Teilnehmerfeld. Die Gründung der ersten spanische Profiliga erfolgte mit zehn Mannschaften. Die Teilnehmerzahl steigerte sich immer weiter.

Von 1995 bis 1997 waren sogar 22 Mannschaften Teil des spanischen Oberhauses. Anschließend entschieden sich die Verantwortlichen jedoch für eine Rückkehr zu 20 Vereinen. Die letzten drei Vereine steigen sicher ab. Eine kontrovers diskutierte Regelung ist die Ausländerbeschränkung in der spanischen La Liga. Diese soll es heimischen Talenten vereinfachen, einen Platz im Kader der spanischen Fußballvereine zu ergattern. Im Profikader mit 25 Spielern dürfen maximal drei Nicht-EU-Ausländer sein.

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