Diskriminierende Äußerungen

Ligue1 verzichtet auf Strafe für Neymar

Bleibt von einer Strafe durch den französischen Verband verschont: PSG-Superstar Neymar. Foto: Michel Euler/AP/dpa
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Bleibt von einer Strafe durch den französischen Verband verschont: PSG-Superstar Neymar. Foto: Michel Euler/AP/dpa

Paris (dpa) - Nach der chaotischen Partie zwischen dem Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain und Olympique Marseille verzichtet die französische Liga auf eine weitere Strafe gegen PSG-Stürmerstar Neymar.

Wie die Liga am Mittwochabend mitteilte, fehlen dem Disziplinarausschuss ausreichende Hinweise für angeblich diskriminierende Äußerungen, die zwischen Neymar und dem Gegenspieler Alvaro Gonzalez gefallen sein sollen.

Neymar hatte am 13. September in der Schlussphase des Ligaspiels gegen Olympique Marseille die Rote Karte gesehen, weil er Gonzalez mit der flachen Hand auf den Hinterkopf geschlagen hatte. Neymar war nach dem Spiel vom Disziplinarausschuss der Liga bereits für zwei Spiele gesperrt worden, für ein weiteres gelte Bewährung.

Neymar hatte erklärt, der Auslöser seines Ausrasters seien rassistische Äußerungen gewesen. Gonzalez und auch Marseilles Trainer André Villas-Boas hatten die Vorwürfe nach dem Spiel zurückgewiesen. Neymar entschuldigte sich nach den Vorkommnissen zuletzt für sein Verhalten, die Rassismusvorwürfe erneuerte er aber. "Rassismus und Intoleranz sind nicht akzeptabel", schrieb der brasilianische Stürmerstar auf Instagram.

Am Ende der Partie zählte Neymar zu einem von insgesamt fünf Spielern, die das Feld wegen einer handfesten Auseinandersetzung vorzeitig verlassen mussten. Paris verlor das Spiel der französischen Meisterschaft mit 0:1.

© dpa-infocom, dpa:200930-99-777020/2

Mitteilung Liga LFP (Frz.)

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