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Lina Magull: Privates, Karriere, Erfolge – Infos zur deutschen Nationalspielerin

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Lina Magull
Lina Magull spielt für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft und den FC Bayern München. © IMAGO / foto2press

Lina Magull startete durch, als sie zum VfL Wolfsburg und später zum FC Bayern München wechselte. Wissenswertes über die Mittelfeld-Strategin.

München – Die am 15. August 1994 in Dortmund geborene Lina Magull ist als deutsche Fußballspielerin Kapitänin der Frauen des FC Bayern, mehrfache Deutsche Meisterin sowie Pokal- und Champions-League-Siegerin. Laut dem Online-Portal www.soccerdonna.de beträgt der Marktwert der ausgebildeten Bürokauffrau und Ernährungsberatungsstudentin 150.000 Euro. Für Lina Magull, die insbesondere für ihre Schusstechnik von Gegnerinnen bei Freistößen gefürchtet wird, spielt insbesondere die körperliche Fitness eine entscheidende Rolle. Ihr Motto: „Wenn ich besser sein will als alle anderen, dann muss ich auch mehr machen als alle anderen.“ Die Mittelfeldspielerin (rechts), die sich selbst als „sympathische Mischung aus Zielstrebigkeit und Humor“ tituliert, befasst sich auch mit dem schwierigen Thema „Gleichberechtigung im Fußball“. „Man muss davon abkommen, Männer- mit Frauen-Fußball vergleichen zu wollen, weil die Männer von der Genetik her ganz anders aufgebaut sind. Daher muss man das Spiel von Frauen mit anderen Augen sehen, es aber trotzdem wertschätzen.“

Lina MagullDeutsche Fußballspielerin
Geburtstag15. August 1994
GeburtsortDortmund
Größe1,66 Meter
PositionMittelfeld
VereinFC Bayern München

Lina Magull: Beginn als Fußballerin

Am 27. Mai 2020 wurde ein Video mit dem Titel „Die Geschichte von Lina Magull“ auf Youtube hochgeladen. Das Erste, was zu hören ist, ist die Stimme ihres Vaters, der der kleinen Lina die Frage stellt: „Lina, was hast du für ein Ziel? Was willst du einmal werden?“ Die Antwort der kleinen Lina: „Fußballerin.“ Gesagt, getan: Im Alter von vier, fünf Jahren kam Lina Magull das erste Mal mit dem runden Leder in Kontakt. In ihrer Jugend spielte sie zunächst von 1999 bis 2002 beim Hörder SC und wechselte 2002 zum Hombrucher SV, wo sie insgesamt sechs Jahre in einer reinen Jungen-Mannschaft spielte. Für Lina Magull war es klar, dass sie für die Karriere bereits früh das Opfer bringen wollte und musste, das Elternhaus in Dortmund mit 14 Jahren gegen ein Fußball-Mädcheninternat in Kaiserau zu tauschen. Dort spielte sie zunächst in der C-Jugend des SuS Kaiserau (eine reine Jungen-Mannschaft; Anm.). Die weiteren Stationen ihrer Karriere:

Lina Magull: Karriere in der deutschen Nationalmannschaft

Seit 2008 durchlief Lina Magull die Juniorinnen-Auswahlen des Deutschen Fußball-Bunds. 2010 und 2011 nahm sie an der U17-Europameisterschaft teil und belegte jeweils den dritten Platz. 2012 gehörte sie zum deutschen Kader für die U20-Weltmeisterschaft in Japan, wo sie im zweiten WM-Gruppenspiel das spielentscheidende Tor für Deutschland erzielte und ihrer Mannschaft somit den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale sicherte. Die Mannschaft erreichte im weiteren Turnierverlauf das Finale, das allerdings mit 0:1 gegen die USA verloren ging. 2013 qualifizierte sich Lina Magull mit der U19-Nationalmannschaft für die EM in Wales, bei der sie mit der Mannschaft das Halbfinale erreichte. Mit der U20-Nationalmannschaft nahm sie auch an der 2014 in Kanada ausgetragenen U20-Weltmeisterschaft teil, bestritt alle sechs Turnierspiele und wurde mit dem 1:0-Sieg n. V. im Finale über die Auswahl Nigerias Weltmeisterin. Am 22. Oktober 2015 wurde sie beim EM-Qualifikationsspiel gegen Russland in der 68. Minute eingewechselt und gab somit ihr Debüt in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

Bei der Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden schied das deutsche Team im Viertelfinale gegen Dänemark aus, Magull kam in allen vier Spielen zum Einsatz. Für die WM 2019 wurde sie von der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ins deutsche Team berufen. Auf die Frage, ob Deutschland zu den Favoriten der Frauen-EM 2022 in England zu zählen würde, antwortete Lina Magull, die sich selbst als „eigentlich nicht schnell, aber trotzdem dynamisch und kreativ in meinen Aktionen“ einschätzt, im März 2022: „Das denke ich aktuell nicht. Vielleicht kann das aber auch ein Vorteil werden, wenn wir etwas unterschätzt werden.“ In einem anderen Interview antwortete sie auf die gleiche Frage: „Ich bin kein Freund davon, die Zukunft vorherzusagen oder mir irgendetwas zu wünschen. Lieber arbeite ich mich von Woche zu Woche durch und fahre einen Sieg nach dem anderen ein.“

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