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Nach Rücktritt aus DFB-Elf

Linken-Politikerin attackiert Özil heftig: „Ein Schlag ins Gesicht“ - Özdemir fordert Konsequenzen

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Sevim Dagdelen, stellvertretende Linksfraktionschefin

Der türkischstämmigen Linken-Politikerin Sevim Dagdelen fehlt bei den Angriffen von Mesut Özil auf den DFB das nötige Maß an Redlichkeit.

Berlin - "Seine Kritik ist zwar berechtigt, aber Özil verspielt seine eigene Glaubwürdigkeit, wenn er sich mit Erdogan gemein macht, der dabei ist, in der Türkei einen islamistischen und ultranationalistischen Unterdrückungsstaat zu etablieren, der Kurden, Aleviten und andere Minderheiten diskriminiert", sagte die Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag der Augsburger Allgemeinen (Dienstag-Ausgabe).

Aus Dagdelens Sicht ist die kritiklose Haltung des deutsch-türkischen Weltmeisters von 2014 gegenüber Erdogan und dessen Regime in der Türkei in seiner Rücktrittserklärung aus der Nationalmannschaft nicht akzeptabel. 

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„Das ist kein Ruhmesblatt“

"Es ist ein Schlag ins Gesicht der unzähligen politisch Verfolgten in der Türkei, wenn die beschworene Verpflichtung gegenüber der Herkunft der Eltern nicht einmal jetzt dazu führt, dass Özil auch nur ein Wort über die Inhaftierung von deutschen Staatsbürgern als politische Geiseln oder die Verfolgung kritischer Journalisten verliert", klagte Dagdelen: "Das ist kein Ruhmesblatt für einen Spieler der deutschen Nationalmannschaft, der Vorbildfunktion hat und für Fair Play stehen sollte, nicht nur auf dem Rasen."

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Özdemir legt Grindel Rücktritt nahe

Nach dem Rückzug von Mesut Özil aus der Fußball-Nationalmannschaft hat der Grünen-Politiker Cem Özdemir DFB-Chef Reinhard Grindel den Rücktritt nahegelegt. Grindel habe sich "durch seine Äußerungen dermaßen außer Gefecht gesetzt", dass er nicht sehe, "wie der Neubeginn der Nationalmannschaft funktionieren soll mit ihm an der Spitze des DFB", sagte Özdemir der "Welt" (Dienstagsausgabe). Grindel solle "sich kritisch hinterfragen, ob er noch der richtige Mann für dieses Amt" sei.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hätte von Anfang an, unmittelbar nach dem umstrittenen Foto Özils mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, eingreifen und die Sache bereinigen müssen, sagte Özdemir. "Er hätte eine Klarstellung auch von Özil selber intern anmahnen müssen."

sid/afp

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