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Deadline Day: Kracher-Transfers in letzter Sekunde - Deutsches Sturm-Wunder mittendrin

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Von: Marius Epp

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Am 31. Januar ging es auf dem Transfermarkt nochmal heiß her. Wer wechselte in letzter Minute den Klub? Die wichtigsten Deals des Deadline Days.

Update vom 1. Februar, 6.33 Uhr: Nach und nach sickert noch manch ein Kracher-Deal durch. Ganz spät gab es am Deadline Day noch Einigungen, schließlich hatten einige Top-Ligen noch bis Mitternacht Zeit, um Transfers zu tätigen.

Deshalb kam es in England auf den letzten Drücker noch zu weiteren Transfers - mit prominenten Namen! Dele Alli wechselt von Tottenham zum FC Everton. Dem Vernehmen nach kostet der 25-Jährige, der in den vergangenen beiden Jahren heftig abgestürzt war, zunächst keine Ablöse. Je nach Erfolg bei den Toffees werden nach und nach aber saftige Boni fällig, bis zu 40 Millionen Euro sollen die Spurs noch am einstigen Supertalent verdienen können.

Außerdem sicherte sich Newcastle United noch die Dienste von Innenverteidiger Dan Burn. 15 Millionen Euro nahmen die Magpies dafür in die Hand. Burns Ex-Klub Brighton investierte einen Teil der Summe sofort in ein deutsches Sturm-Wunder: Deniz Undav! Der 25-Jährige spielte in den vergangenen Jahren noch in der Regionalliga und 3. Liga, 2020 wechselte er dann nach Belgien zu Royale Union Saint Gilloise. Seitdem schreibt er sein eigenes Märchen: Aufstieg in die erste Liga, aktuell Spitzenreiter der Jupiler Pro League und heißester Anwärter auf die Meisterschaft! Undav steht bei 18 Saisontoren und zehn Vorlagen - ab der kommenden Saison spielt er aber für Brighton. Sieben Millionen Euro kostet der Deutschtürke, trotzdem stürmt er bis Ende Juni weiter für seinen bisherigen Klub. Die Seagulls haben Undav direkt zurückverliehen.

Rund elf Millionen Euro fließen in die Bundesliga zu Mainz 05: Crystal Palace hat den ausgeliehenen Jean-Philippe Mateta verpflichtet.

Deadline Day: Die wichtigsten Transfers im Überblick

SpielerAlter KlubNeuer KlubAblöse/Art des Transfers
Deniz UndavUnion SGBrighton & Hove Albion7 Mio./Kauf/Rückleihe
Dan BurnBrighton & Hove AlbionNewcastle United15 Mio./Kauf
Jean-Philippe MatetaMainz 05Crystal Palace11 Mio./Kauf
Dele AlliTottenhamEvertonAblösefrei/Kauf
Denis ZakariaMönchengladbachJuventus Turin5 Mio./Kauf
Sven MichelSC PaderbornUnion Berlin2,5 Mio./Kauf
Julián ÁlvarezRiver PlateManchester Cityk.A./Kauf
Dong-gyeong LeeUlsan HyundaiFC Schalke 04Leihe
Bright Arrey-MbiFC Bayern München1. FC KölnLeihe
Kélian NsonaSM CaenHertha BSCk.A./Kauf
Wout WeghorstVfL WolfsburgFC Burnley14 Mio./Kauf
Jonas WindFC KopenhagenVfL Wolfsburg12 Mio./Kauf
Christian EriksenInter MailandFC Brentfordablösefrei
Bruno GuimaraesOlympique LyonNewcastle United42,5 Mio./Kauf
Luis DiazFC PortoFC Liverpool45 Mio./Kauf
Max KruseUnion BerlinVfL Wolfsburg5 Mio./Kauf
Dusan VlahovicAC FlorenzJuventus Turin70 Mio./Kauf
Nadiem AmiriBayer LeverkusenGenua CFCLeihe

Update vom 31. Januar, 22.43 Uhr: Bei Pierre-Emerick Aubameyang zeichnet sich eine neue Wendung ab! Zunächst sah es so aus, als würde der Transfer zum FC Barcelona am Gehalt scheitern, doch nun sei noch einmal Bewegung in die Sache gekommen, wie Marca und Guardian schreiben. Demnach könnte das Leihgeschäft tatsächlich noch über die Bühne gehen und Auba bald für Barca stürmen.

Update vom 31. Januar, 20.46 Uhr: Er wurde mit dem BVB und anderen Bundesliga-Teams in Verbindung gebracht, doch nun hat er sich für einen Wechsel innerhalb der Premier League entschieden. Donny van de Beek wird von Manchester United zum FC Everton ausgeliehen. Die Toffees haben beim 24-Jährigen allerdings keine Kaufoption.

Update vom 31. Januar, 19.39 Uhr: Das Transferfenster in Deutschland ist offiziell geschlossen! Wirklich viel Geld nahmen die Klubs dabei in der Bundesliga nicht in die Hand. Bei den neureichen und oft von Investoren finanzierten Mannschaften aus England gab es dagegen scheinbar keine Pandemie-Auswirkungen und nach wie vor keine Grenzen.

Zweistellige Millionen-Transfers? Auch im Winter Alltag. Der FC Liverpool zahlte 45 Millionen für Luis Diaz vom FC Porto. Newcastle United, seit geraumer Zeit von Saudi-Arabien unterstützt, gab fast 90 Millionen Euro für Bruno Guimaraes, Chris Wood und Kieran Trippier aus.

Den teuersten Transfer im Winter leistete sich jedoch Juve mit Dusan Vlahovic. Und selbst der mit über einer Milliarde verschuldete FC Barcelona ging ins Risiko: 55 Millionen für Ferran Torres von Manchester City. Diesen Betrag übertrafen die 18 Bundesligisten bis Montagabend nur knapp. Mit etwas mehr als 61 Millionen Euro lag Deutschland laut Transfermarkt.de bei den Ausgaben weltweit auf Rang fünf.

Vor Corona waren es im Winter übrigens noch rund 200 Millionen. Davor kam im Januar 2022 mit weitem Abstand an der Spitze Englands Premier League, die über 300 Millionen ausgab, gefolgt von der Serie A (170), der Premier Liga aus Russland (71,95) und der spanischen La Liga (64,85). Selbst die amerikanischen Major League Soccer (55,36) rückte der Bundesliga diesmal näher.

Deadline Day: Entscheidung gefallen! FCB-Wunderkind gibt Zukunft bekannt

Update vom 31. Januar, 17.43 Uhr: Es ist zwar kein Wechsel, aber eine offizielle Verkündigung ist es! Paul Wanner hat seinen Vertrag beim FC Bayern verlängert. Das bestätigte der Rekordmeister am Montagabend.

„Wir sind sehr froh, dass Paul Wanner seine sehr gute Entwicklung beim FC Bayern fortsetzt“, wird FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidžić zitiert: „Paul hat im Training bei den Profis gezeigt, dass er mit seinem Talent die Chance hat, in unsere Mannschaft hineinzuwachsen. Dass er schon mit 16 Jahren in der Bundesliga eingesetzt wurde, bestätigt seine Klasse, aber auch die exzellente Arbeit, die am Campus des FC Bayern geleistet wird.“

Der Youngster, der zuletzt in der Liga drei Mal eingewechselt wurde und so zum jüngsten Spieler der FCB avancierte, zeigte sich begeistert. „Ich bin unglaublich stolz und glücklich, heute meinen ersten Vertrag beim FC Bayern unterschrieben zu haben. Mein Kindheitstraum ist wahr geworden“, so der 16-Jährige.

Update vom 31. Januar, 17.15 Uhr: Die Bayern sollen an Denis Zakaria dran gewesen sein, nun schnappte ein anderer Verein zu. Wie Borussia Mönchengladbach am Montagnachmittag per Mitteilung bestätigte, verlässt der Schweizer Nationalspieler den Bundesligisten und wechselt nach Italien. „An diesem Transfer zu Juventus ist in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet worden und dabei hat Denis eine wichtige Rolle gehabt“, wurde Borussias Vizepräsident Rainer Bonhof vom Verein zitiert. Die Ablöse beläuft sich auf kolportierte fünf Millionen Euro plus Boni.

Update vom 31. Januar, 16.39 Uhr: It‘s a done Deal! Union Berlin hat den Kruse-Nachfolger gefunden. Vom SC Paderborn wechselt Sven Michel zu den Eisernen, wo der 31-Jährige einen Vertrag bis 2024 erhält. Kruse war am Sonntag von Union zum VfL Wolfsburg gewechselt.

Update vom 31. Januar, 15.57 Uhr: Nationaltorhüterin Almuth Schult wird den VfL Wolfsburg nach neun Jahren im Sommer verlassen. „Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschieden, meinen Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht zu verlängern“, sagte die Nationalspielerin am Montag in einer Mitteilung: „Es war eine sehr schwere Entscheidung, weil ich weiß, was ich an diesem Verein habe.“ Schult war 2013 vom damaligen Bundesligisten SC 07 Bad Neuenahr zu den Wölfinnen gewechselt.

Schult hatte 2020 Zwillinge zur Welt gebracht und danach über Schwierigkeiten gesprochen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Ob die Olympiasiegerin von 2016 ihre Karriere beenden oder für einen anderen Verein spielen wird, sagte Schult nicht. Mit Wolfsburg gewann sie bisher fünf Mal die Meisterschaft, sieben Mal den DFB-Pokal und gleich in ihrer Premierensaison 2014 die Champions League.

Deadline Day: Transfer-Ticker jetzt LIVE! ManCity schnappt sich nächstes Top-Talent

Update vom 31. Januar, 15.30 Uhr: Manchester City sichert sich die Dienste von Julián Álvarez. Der 22-jährige Argentinier wechselt von River Plate aus Buenos Aires zum amtierenden englischen Meister und unterschreibt einen Vertrag bis 2027. Der Nationalspieler wird allerdings nicht direkt in der Premier League auflaufen, sondern bleibt bis zum Ende der laufenden Saison bei River Plate. In 96 Einsätzen für den Traditionsverein kam Álvarez auf 36 Tore und 25 Vorlagen.

Update vom 31. Januar, 15.12 Uhr: Der FC Schalke 04 hat für die Mission Wiederaufstieg noch einmal nachgebessert. Der Südkoreaner Dong-gyeong Lee verstärkt die „Königsblauen“ vorerst bis zum Sommer 2022, der Traditionsverein besitzt allerdings eine Kaufoption für den 24 Jahre alten Mittelfeldspieler. In der heimischen Presse wird Lee als „Koreas Messi“ bezeichnet.

Update vom 31. Januar, 14.40 Uhr: Der Wechsel von Bright Arrey-Mbi zum 1. FC Köln ist fix! Der FC Bayern München verleiht den 18 Jahre alten Innenverteidiger bis zum 30. Juni 2023 in die Domstadt. Für die zweite Mannschaft des deutschen Rekordmeisters absolvierte der Junioren-Nationalspieler in dieser Saison 19 Partien in der Regionalliga und erzielte dabei zwei Tore.

Update vom 31. Januar, 14.10 Uhr: Der Transfer-Poker um Superstar Kylian Mbappé scheint ein Ende gefunden zu haben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird der 23 Jahre alte Franzose im Sommer zu Real Madrid wechseln. Mbappé soll in Spanien bis zu 50 Millionen Euro jährlich verdienen. Offiziell haben beide Seiten den Transfer noch nicht bestätigt, im Achtelfinale der Champions-League-Achtelfinale treffen Mbappés jetziger Arbeitgeber, Paris St.-Germain, und Real Madrid direkt aufeinander.

Deadline Day: FC Barcelona vor Sensations-Deal? Ex-BVB-Star angeblich vor Unterschrift

Deadline-Day: Transfer-Ticker! Wechselt Aubameyang (r.) zum FC Barcelona?
Deadline-Day: Transfer-Ticker! Wechselt Aubameyang (r.) zum FC Barcelona? © IMAGO / MIS

Update vom 31. Januar, 13.24 Uhr: Bahnt sich in Barcelona ein Monster-Transfer an? Ex-BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang ist am früheren Mittag in der spanischen Stadt gelandet und befindet sich wohl in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit dem FC Barcelona. Die Katalanen sind um eine Leihe des Stürmers bemüht, der beim FC Arsenal schon länger auf dem Abstellgleis steht. Die Engländer sollen dem Wechsel bereits zugestimmt haben. Ein Abgang von Ousmane Dembélé soll laut Sky Sport-Informationen hingegen vom Tisch sein.

Update vom 31. Januar, 12.55 Uhr: Hertha BSC hat den nächsten Wintertransfer eingetütet. Vom SM Caen wechselt der 18 Jahre alte französische Angreifer Kélian Nsona an die Spree. Nsona unterschreibt einen Vertrag bis 2026. „Kélian Nsona ist ein junger Spieler, der großes Entwicklungspotenzial besitzt. Mit seinen 1,89 Metern ist er groß gewachsen und bringt neben seiner Technik auch eine enorme Schnelligkeit mit“, erklärte Sportdirektor Fredi Bobic.

Update vom 31. Januar, 12.15 Uhr: Neuzugänge wird es beim FC Bayern München wohl heute nicht mehr geben, allerdings bahnt sich ein möglicher Abgang an. Wie verschiedene Medien berichten, sind Roter Stern Belgrad und der Hamburger SV an einer Verpflichtung von Nachwuchstalent Nemanja Motika interessiert. Die Serben sind wohl bereit eine Transfersumme von 2 Millionen Euro für den 18 Jahre alten Flügelspieler zu bieten.

Update vom 31. Januar, 12.08 Uhr: Jetzt ist es beschlossene Sache: Wout Weghorst verlässt den VfL Wolfsburg und wechselt zum FC Burnley in die Premier League. „Der Abschied fällt mir nicht leicht. Ich bin sehr stolz, ein Teil dieses Klubs gewesen zu sein, für den ich immer alles gegeben habe, viele Tore schießen konnte und bei dem ich mich immer sehr geschätzt gefühlt habe“, wird Weghorst auf Twitter zitiert.

Update vom 31. Januar, 11.13 Uhr: Stühlerücken beim VfL Wolfsburg! Mit Jonas Wind sichern sich die Niedersachsen einen neuen Stürmer. Der dänische Nationalspieler kommt vom FC Kopenhagen und unterschreibt einen Vertrag bis 2026. Im Gegenzug soll der Abgang von Star-Angreifer Wout Weghorst feststehen. Wolfsburg und der FC Burnley sollen sich bereits einig sein, eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

Update vom 31. Januar, 10.50 Uhr: Der Abschied von Denis Zakaria aus Mönchengladbach rückt immer näher. Der 25 Jahre alte Schweizer absolviert derzeit den Medizincheck bei Juventus Turin, in wenigen Stunden wird der Vollzug erwartet. Die Ablösesumme ist derzeit noch nicht bekannt.

Christian Eriksen im Trikot der dänischen Nationalmannschaft.
Christian Eriksen (li.) ist zurück in der englischen Premier League. © IMAGO / PA Images

Update vom 31. Januar, 09.30 Uhr: Christian Eriksen hat eine neue Heimat gefunden. Der dänische Spielmacher wechselt vom amtierenden italienischen Meister Inter Mailand zum FC Brentford in die Premier League und unterschreibt einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison.

Eriksen, der seit seinem Zusammenbruch bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer mit einem Herzschrittmacher spielt, darf in der italienischen Serie A nicht mehr auflaufen und wagt in der Premier League nun ein Comeback.

Ursprüngliche Meldung vom 31. Januar, 09.02 Uhr: Am letzten Tag der Winter-Transferphase glühen die Leitungen von Managern, Beratern und Spielern nochmal richtig. Einige Wechsel könnten auf den letzten Drücker noch über die Bühne gehen. Viele Vereine sind noch auf der Suche nach kurzfristigen Verstärkungen, andere müssen überraschende Abgänge kompensieren.

So hat zum Beispiel Union Berlin seinen Fixpunkt in der Offensive verloren: Max Kruse wechselt ein zweites Mal zum VfL Wolfsburg* und soll dort Wout Weghorst ersetzen. Der Niederländer präsentierte sich in der laufenden Saison nicht mehr ganz so treffsicher und steht nun vor einem Wechsel in die Premier League*. Der FC Burnley wird den Wechsel aller Voraussicht nach am Montag bekanntgeben.

Transfer-News am Deadline Day: Die neuesten Januar-Wechsel in der Übersicht

Für den Hammer-Transfer des Winters sorgte Juventus Turin: Die Alte Dame blätterte mal eben 70 Millionen Euro für den serbischen Ausnahmestürmer Dusan Vlahovic hin. Der 22-Jährige schoss für die AC Florenz 17 Tore in 21 Spielen und tritt mit der Nummer sieben nun die Nachfolge keines Geringeren als Cristiano Ronaldo an.

Transfer-News am Deadline Day: FC Bayern gibt wohl Top-Talent ab

Auch beim FC Bayern gibt es kurz vor Fristende noch Bewegung. Das 18-jährige Talent Bright Arrey-Mbi steht offenbar vor einer Leihe zum 1. FC Köln*, wie der Express berichtet. Der Deutsch-Engländer soll sich für anderthalb Jahre den Geißböcken anschließen und Spielpraxis sammeln.

Zwei große Transfers gab es außerdem in der Premier League: Der FC Liverpool sicherte sich den kolumbianischen Linksaußen Luis Diaz vom FC Porto für schlappe 45 Millionen Euro. Der neureiche, aber abstiegsbedrohte Klub Newcastle United verpflichtete den Brasilianer Bruno Guimaraes von Olympique Lyon für 42 Millionen Euro. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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