Löw bleibt hart – will aber mit Kuranyi reden

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Jogi Löw will sich nochmal mit Kevin Kuranyi unterhalten.

Düsseldorf - Joachim Löw will in den Tagen nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Wales noch einmal mit dem aus der deutschen Nationalmannschaft ausgeschlossenen Kevin Kuranyi sprechen.

„Ich werde ihn in nächster Zeit mal kontaktieren. Er weiß, dass er den falschen Weg gewählt hat“, kündigte der Bundestrainer in der Bild an. „Aber an meiner Entscheidung, ihn nicht mehr zu nominieren, ändert sich nichts“, bekräftigte Löw.

Kuranyi hatte sich erst einen ganzen Tag nach seiner Flucht aus dem Dortmunder Stadion während des Spiels der DFB-Elf am Samstagabend gegen Russland (2:1) bei Löw gemeldet und für sein Verhalten entschuldigt. „Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen. Ich habe es nicht mehr geschafft“, hatte er als Grund angegeben.

Inzwischen ist Kuranyi bei seinem Verein Schalke 04 wieder im Training, am Mittwoch stand er erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Übungsplatz. Schalke-Manager Andreas Müller hatte sich hundertprozentig hinter Kuranyi gestellt. „Bei Schalke hätte Andreas Müller das Verhalten von Kuranyi garantiert auch nicht akzeptiert“, erklärte Löw dazu. Er könne genau wie Teammanager Oliver Bierhoff zwar verstehen, dass ein Club seine Spieler schützen und verteidigen will. „Aber ich kann nicht nachvollziehen, dass er sagt, dass er Kuranyis Verhalten zu 100 Prozent verstehen kann“, sagte der Bundestrainer weiter. Müller will nach dem Wales-Spiel mit Löw und Bierhoff über das Thema sprechen.

Betroffen: Kevin Kuranyi bei der Pressekonferenz nach dem Rauswurf

Betroffen: Kevin Kuranyi bei der Pressekonferenz nach dem Rauswurf © 
Kevin Kuranyis Nationalmannschaftskarriere in der Ära Joachim Löw ist beendet! © dpa
Er hatte am Samstag wütend über seine Verbannung auf die Tribüne das Stadion verlassen ... © dpa
... und sich nicht mehr bei der Mannschaft blicken lassen. © dpa
Joachim Löw warf ihn daraufhin aus der Nationalmannschaft. © dpa
Seine Sachen ließ er von Bekannten aus dem Hotel holen. © dpa
Bei einer Pressekonferenz am Montag warb Kevin Kuranyi um Verständnis für seine Kurzschlussreaktion. © dpa
Der Frust habe sich über Jahre angestaut. © dpa
"Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen." © dpa
Kuranyi schloss nicht aus, trotzdem wieder für Deutschland zu spielen: “Was in der Zukunft passiert, entscheiden andere Menschen“, erklärte Kuranyi. © dpa
Löw betonte bei der zeitgleichen Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Düsseldorf, dass er die telefonische Entschuldigung von Kuranyi für dessen unerlaubtes Entfernen von der Nationalmannschaft angenommen habe. © dpa
Zugleich hat er die Trennung vom Schalker Stürmer aber als “unwiderruflich“ bezeichnet. “Daran gibt es nichts zu rütteln“, erklärte Löw. © dpa
Kuranyi hatte sich erst am später Sonntagabend bei Löw gemeldet “und sich grundsätzlich für seine Reaktion entschuldigt“, sagte der DFB-Chefcoach. © dpa
Kuranyi will sich vorerst ganz auf seine Aufgaben beim FC Schalke konzentrieren. “Ich habe genügend Ziele, die ich noch erreichen möchte“, sagte der 26-Jährige. © dpa
Kuranyi hatte 52 Länderspiele für Deutschland bestritten und dabei 19 Tore erzielt. Weitere werden vorerst nicht dazukommen. © dpa

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Auch im Kreis der Nationalmannschaft wird noch immer über Kuranyis Abgang gesprochen, bestätigte Verteidiger Per Mertesacker. „Kevin war ein wichtiger Spieler. Deshalb ist es bitter, dass er nicht mehr dabei ist. Was in ihm vorging, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte der Bremer in der Welt und verwies auf die Extrem-Situationen für Kuranyi bei der WM 2006 und der EM 2008. Vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land war der Schalker vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann überraschend aus dem Kader gestrichen worden. Die EM in diesem Sommer erlebte Kuranyi weitgehend als Reservist mit.

Auch Philipp Lahm bedauert die Entwicklung um Kuranyi. „Er hat nie etwas gegen einen anderen Spieler gesagt, war akzeptiert im Team“, berichtete der Münchner. Aber man müsse die Entscheidung des Trainers akzeptieren, Kuranyi nicht mehr nominieren zu wollen. „Wir sind mit dem Fußball aufgewachsen und haben das gelernt. Das geht natürlich nicht“, erklärte Lahm zur Reaktion seines bisherigen DFB-Kollegen, das Team ohne Information und Erlaubnis zu verlassen.

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Nackte Bauchblicke: Gut, dass viele Fußballer wie Kevin Kuranyi (Platz 5) nach schweißtreibenden Spielen ihr Trikot als Handtuch verwenden. © dpa
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Der Schalker Kevin Kuranyi freut sich über seinen zweiten Treffer zum 3:0 gegen Hannover 96. © dpa
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Der Kevin lässig und etwas overdressed am Pool. © dpa
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Gut gebaut und gut gelaunt und auf Platz 6: Der Stuttgarter Spieler Mario Gomez freut sich nach dem Spiel über den 2:0 Erfolg gegen Hannover 96 am dritten Bundesligaspieltag. © dpa
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Mario Gomez freut sich über einen Treffer für seinen Verein VfB Stuttgart in der Bundesliga. © dpa
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Quelle: tz

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