Löw: Kaffee mit Ballack - Rücktritts-Gerüchte um Capitano zerstreut

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Michael Ballack wird nicht zurücktreten. Davon ist Joachim Löw überzeugt

Köln - Joachim Löw hat nach einem kurzen Kaffeeklatsch mit Michael Ballack Rücktritts-Gerüchte um den Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zerstreut.

“Ich gehe zu hundert Prozent davon aus, dass er das nicht tut“, erklärte der Bundestrainer am Montag nach einer Stippvisite des 33-jährigen Ballack im Quartier der DFB-Auswahl in Köln. Löw reagierte irritiert auf die Option eines freiwilligen Rückzugs des 98-maligen Nationalspielers: “Ich wüsste auch nicht, warum er das tun sollte“, sagte der Bundestrainer.

Ballack hatte die Nähe zu seinem Arbeitsort Leverkusen genutzt, um vor dem Nachmittags-Training bei Bayer 04 bei der Nationalmannschaft “Hallo“ zu sagen, wie Löw berichtete. Man habe zusammengesessen beim Kaffee und sich darüber unterhalten, ob “alles okay“ sei mit den Fortschritten Ballacks nach dessen langwieriger Fußverletzung.

Jogi gestern, Jogi heute

Joachim Löw
Der fünfte Beatle? Eine Werbeikone für fesche Sommer-Mode im Eighties-Style? Nein: Der Mann auf dem Foto ist der heutige Fußball-Bundestrainer Joachim Löw. © dpa
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Natürlich wissen alle, wie "Jogi" heute aussieht. Doch kennen Sie auch noch die folgenden Ansichten? Hier sehen Sie die besten Bilder aus der Karriere des heutigen Bundes-Jogi. © dpa
Ein Foto aus dem Jahre 1981: Die Frisur des damaligen Frankfurt-Spielers ähnelt der heutigen. Dass er inzwischen auf den Schnäuzer verzichtet, dürfte die Damenwelt nicht allzusehr enttäuschen. © Getty
A-Nationalspieler war Joachim Löw übrigens nie. Aber in Vereinen wie dem KSC (Foto aus dem Jahre 1984) eine feste Größe. © Getty
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Gut 10 Jahre später: Joachim Löw übernahm im August 1996 das Traineramt beim VfB Stuttgart. Damals zeugten seine Augen von jugendlichem Elan.  © AP
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Joachim Löw badet nach dem 4:1 gegen den BVB im Jubel der Fans (15. März 1997) © AP
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So zärtlich küsst Jogi sonst nur seine Frau: Am 14. Juni 1997 gewann sein VfB Stuttgart den DFB-Pokal. © dpa
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Sunnyboy Jogi freut sich auf dem Rathausbalkon © dpa
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Zur Feier des Tages gehen ihm die Spieler ans Haupthaar. © dpa
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Laufsteg? Fußballplatz! Ein enttäuschter, aber immerhin adrett gekleideter Joachim Löw verarbeitet die Niederlage seines VfB in Wolfsburg (27.09.1997) © AP
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So konnte sich Jogi im April 1998 über einen Gegentreffer ärgern. Als dieses Foto entstand, traf der 1. FC Köln am 5.4.1998 zum Ausgleich gegen Jogis VfB. © dpa
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Vom Winde verweht: Jogi im April 1998 © dpa
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Auch in einem Trainer Jogi steckt noch ein bisschen Spieler Jogi: Herr Löw zeigt am 12.05.1998 in einem Training, was er noch drauf hat. © dpa
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Im Oktober 1999 wurde Jogi Trainer des Karlsruher SC. Vor seiner ersten Pressekonferenz (Foto) war er augenscheinlich noch einmal beim Friseur. © dpa
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Juli 2004: Joachim Löw wird zum Co-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Der Beginn einer großen DFB-Karriere. © dpa
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Von nun an steht er Chefcoach Jürgen Klinsmann immer treu zur Seite ... ob es nach oben geht ... © dpa
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... oder nach unten. © dpa
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Man hüpft zusammen. © dpa
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Man jubelt zusammen. © dpa
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Man lacht zusammen. © dpa
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Man sitzt zusammen. © dpa
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Man tanzt zusammen. © dpa
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Nach der WM ist Schluss für Klinsi. Jogi, übernehmen Sie! Löw wird zum Chefcoach befördert. © dpa
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Alles hört auf sein Kommando! © dpa
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Popstar Jogi auf Sardinien © dpa
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Kennzeichen Löw: In der Folge sehen Sie die ungewöhnlichsten Bilder aus seiner Karriere als DFB-Chefcoach. © dpa
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Nein, das ist natürlich nicht seine Ehefrau! Aber mit Thomas Gottschalk hat der Bundestrainer jede Menge Spaß. Seine Gattin Daniela hält Jogi erfolgreich aus der Öffentlichkeit raus - deswegen zeigen wir sie hier natürlich auch nicht. Sie nennt ihn übrigens auch Jogi. © dpa
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Joachim Löw nimmt es auch mal mit zwei Mann auf. © dpa
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Jogi in historischer Bergsteiger-Kleidung beim Dreh eines Werbespots für Mercedes-Benz © dpa
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Sein Bewerbungsfoto als nächster James Bond © dpa
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Nichts verlernt © dpa
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Jogi ganz grimmig © dpa
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Der hochrangigste deutsche Fußballtrainer im Gespräch mit der hochrangigsten deutschen Politikerin © dpa
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Ja, er raucht! © dpa
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Nachdem er im Österreich-Spiel bei der EM 2008 auf die Tribüne verbannt wurde, outete sich Joachim Löw öffentlichkeitswirksam als Genussraucher. © dpa
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Jogi am Flughafen: Die Frisur sitzt! © dpa
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Jogi Cruise mit Barbara Schöneberger bei der Bambi-Verleihung. © dpa
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Hoch soll er leben! © dpa
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Hoffentlich führt uns Jogi noch zu vielen weiteren Höhenflügen - und zum WM-Titel 2010! © Fishing4

An Ballacks Nationalmannschaftskollegen lief der Kurzbesuch ihres Kapitäns a.D. anscheinend weitgehend vorbei. “Ich habe das überhaupt nicht mitbekommen, ihn gar nicht gesehen“, erzählte Torwart Manuel Neuer. Schon zuvor hatte Bastian Schweinsteiger betont, dass der öffentliche Wirbel um Ballack das Team nicht besonders berühre: “Das betrifft die Mannschaft hier überhaupt nicht. Entscheidend ist, ob wir die Spiele gewinnen oder verlieren“, sagte der Münchner.

Der nach seiner langen Verletzungspause aus Fitnessgründen nicht für den Start in die EM-Qualifikation nominierte Ballack habe ihm gegenüber einen möglichen Rücktritt aus der Nationalelf “nie angedeutet“, erklärte Löw. “Es wird natürlich unglaublich viel in diese Sachen reininterpretiert und spekuliert“, bemerkte der DFB-Chefcoach allgemein und stellte fest: “Ich hatte bislang nicht das Gefühl, auch nicht aus den Gesprächen letzte Woche, dass Michael Ballack zurücktreten möchte aus der Nationalmannschaft.“

Ballack ist nach seinem WM-Ausfall durch die starken Leistungen von Schweinsteiger und Sami Khedira in Südafrika plötzlich in die ungewohnte Rolle des sportlichen Herausforderers geraten. Nur in Topform will Löw den 98-maligen Nationalspieler zurückholen. Die Kapitäns-Binde aber hat der Bundestrainer dem derzeit öffentlich schweigenden Ballack nicht genommen.

Die Perspektiven des langjährigen Leitwolfes im Nationalteam und ein mögliches Comeback schon im Oktober in den Qualifikationsspielen gegen die Türkei und in Kasachstan seien einen Tag vor dem Spiel der DFB-Auswahl gegen Aserbaidschan kein Thema gewesen. “Wir haben jetzt nicht über die Situation bei der Nationalmannschaft gesprochen“, sagte Löw, “das haben wir letzte Woche ausführlich getan.“

Der Bundestrainer bekräftigte, dass sich auch ein verdienter Nationalspieler wie Ballack dem Leistungsprinzip unterordnen müsse. “Bei der Nationalmannschaft ist es eine ganz besondere Konkurrenzsituation“, betonte der 50-Jährige. Er sieht darin aber keine besondere Situation für Ballack, der sich in seiner Karriere bei internationalen Top-Clubs gegen namhafte Konkurrenten behaupten musste: “Ich denke, jeder der Spieler ist in der Lage, diesen Druck auszuhalten. Die Spieler haben das gelernt. Bei Bayern München und Chelsea ist das genauso wie bei der Nationalmannschaft.“

dpa

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