"Überlegen, was die Zukunft bringt"

Löw zählt Podolski an

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Im Abseits: Lukas Podolski hat es weder beim DFB noch bei Arsenal leicht.

München - Über Jahre stand er für Power, Schnelligkeit und seinen linken Hammer, heute scheint nicht mehr allzu viel davon übrig geblieben zu sein.

Beim faden 4:0-Sieg gegen Gibraltar durfte Lukas Podolski endlich wieder über 90 Minuten ran, am Ende hinterließ Poldi aber einen ziemlich blassen Eindruck. Das sah auch der Bundestrainer so. "Bei Lukas ist es so, dass es für ihn momentan schwierig ist, 90 Minuten hohes Tempo zu gehen. Das ist so, weil Lukas ein Spieler ist, der Praxis und Wettkämpfe braucht. Dann hat Lukas die Qualität“, sagt Jogi Löw. „Im Moment muss man leider sagen, hat er das fast ein halbes Jahr nicht. Letztendlich müssen wir überlegen und er sich auch, was das nächste Jahr für ihn bringt.“

Jogi zählt Poldi an! Der Arsenalstar jedenfalls sieht die Lage nicht ganz so dramatisch. Nach dem Gibraltar-Kick sagt er: „Ich habe bei der Nationalmannschaft über Jahre gute Leistungen gezeigt. Ich habe vor, noch viele Jahre Fußball zu spielen. Ich bin ein Bestandteil der Mannschaft und möchte das auch noch lange bleiben.“

Die Frage ist nur: Sieht Löw das genauso? Auf dem Feld liefert ihm Podolski derzeit nur bedingt Argumente, erst recht nicht bei Arsenal London, wo der 29-Jährige im Moment nicht über die Rolle des Reservisten hinauskommt. Will er jedoch bis zur EM 2016 ein fester Bestandteil des Weltmeisters bleiben, geht das nur über regelmäßige Einsätze in seinem Klub – das weiß er selbst am besten. „Soll ich sagen, alles ist geil und ich sitze meinen Vertrag ab?“, sagte er auf die Frage nach einem Wechsel. „Die Situation muss sich ändern. Ich bin Straßenfußballer, will immer spielen.“

Die nächste Möglichkeit für einen Wechsel bietet sich bereits im Winter – Arsenal fordert angeblich nur fünf Millionen Euro Ablöse. Doch der Ex-Kölner will erst mal abwarten. „Ich denke, dass es noch zu früh ist, über einen Wechsel zu sprechen.“ Fest steht: Nach 121 Länderspielen ist Podolski wichtig für das Löw-Team, der Kölner weiß aber am besten, dass er dies durch regelmäßige Einsätze bei seinem Klub rechtfertigen muss. Bleibt alles so, wird Löw das Kapitel Poldi beim DFB beenden müssen.

lop

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