Büskens-Nachfolge

Köstner übernimmt bei Düsseldorf

Lorenz-Günther Köstner
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Lorenz-Günther Köstner ist neuer Trainer bei Fortuna Düsseldorf und tritt die Nachfolge von Oliver Reck an

Düsseldorf - Lorenz-Günther Köstner wird neuer Trainer des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Das gab der Verein am Montag bekannt.

Köstner (61) tritt damit die Nachfolge von Interimstrainer Oliver Reck an, der nach der Entlassung von Mike Büskens für drei Spiele das Sagen hatte. Köstner unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2014/15.

„Ich freue mich auf die Herausforderung, die mich in Düsseldorf erwartet. Ich habe die Fortuna stets als einen der echten Traditionsvereine in Deutschland wahrgenommen, bei dem mich in jüngster Vergangenheit vor allem die imposante Rückkehr in den Profifußball beeindruckt hat“, sagte Köstner, der zuletzt Ende 2012 als Interimstrainer beim VfL Wolfsburg im Profibereich tätig war.

Eine seiner wichtigsten Aufgaben werde sein, die Mannschaft weiter zu stabilisieren. „Im Schulterschluss mit der Fanszene sollten wir hernach gemeinsam einen guten Weg einschlagen können, damit der Verein wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpft“, sagte er. Die Fortuna, Bundesliga-Absteiger der vergangenen Saison, liegt mit 25 Punkten aus 19 Spielen nur auf dem zehnten Tabellenplatz.

Einige erschreckende Vorstellungen, darunter ein 1:6 gegen den SC Paderborn, hatten Büskens den Job gekostet. Unter dem vorherigen Torwarttrainer Reck gab es zwar dann einen Aufschwung mit zwei Siegen aus drei Spielen, dies genügte jedoch offensichtlich nicht, um die Verantwortlichen von einem Engagement als Cheftrainer zu überzeugen. Reck wird der Fortuna als Torwarttrainer erhalten bleiben.

„Wir haben im Vorfeld sorgfältig mögliche Kandidaten für die Position des Cheftrainers bei der Fortuna sondiert. Das Konzept, das uns Lorenz-Günther Köstner vorgelegt hat, wusste uns zu überzeugen, da wir uns sicher sind, dass er aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrung die Fortuna sowohl in der Berücksichtigung des aktuellen Kaders, aber auch in der Einbindung von talentierten Nachwuchsspielern spürbar weiter entwickeln wird“, sagten die verantwortlichen Vorstände Sport der Fortuna, Helmut Schulte und Wolf Werner. „Wir sehen der Zusammenarbeit daher ausgesprochen positiv entgegen.“

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

SID

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