“Blind Dates sind nicht meine Art“

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Lothar Matthäus und seine hübsce Frau Liliana.

München - In Argentinien schwärmen sie schon von ihrem neuen deutschen Coach. Lothar Matthäus, deutscher Rekordnationalspieler, soll nach Angaben südamerikanischer Medien schon bald den Racing Club aus Buenos Aires trainieren.

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Die Verträge seien bereits unterzeichnet. Geht unser Lothar etwa wieder über den großen Teich? Die deutschen Medien waren sich zuletzt nicht einig. Wir haben direkt mit dem ehemaligen Bayern-Star gesprochen.

Herr Matthäus, es gibt widersprüchliche Informationen zu Ihrer Zukunft. Klären Sie uns auf!

Matthäus:  Eine Zeitung hat gemeldet, sie habe mit mir gesprochen und mich schließlich zitiert. Dabei stimmt das gar nicht. Das ist schlechter Journalismus. Wozu soll ich mit Journalisten reden, wenn sie dann sowieso schreiben, was sie wollen.

Was ist denn dran am Gerücht, Sie würden bald in Argentinien trainieren?

Matthäus: Es ist so, dass ich vor zehn Tagen von einem Mittelsmann kontaktiert worden bin. Er hat mir mitgeteilt, dass ein argentinischer Verein Interesse hat, mich zu verpflichten.

Es gibt also ein Angebot. Wie werden Sie darauf reagieren?

Matthäus: Ich habe zunächst einmal gesagt, dass ich mich nicht von heute auf morgen entscheiden werde. Ich bin ein gebranntes Kind, so eine Aufgabe bedeutet eine gewisse Lebensumstellung. Daher habe ich mir Zeit erbeten. Können sie mir diese Zeit geben, werde ich sie nutzen, um darüber nachzudenken. Will der Verein schnell einen Trainer haben, werde ich mich nicht unter Druck setzen lassen und sofort absagen. Nun ist es so, dass ich die Zeit bekommen habe und es in den letzten zehn Tagen immer mal wieder Gespräche gab. Man kann sogar von Verhandlungen am Telefon sprechen.

Was haben diese Verhandlungen ergeben?

Matthäus: Also bevor man etwas unterschreibt, sollte man sich zuerst einmal richtig kennenlernen, genau wie die gesamte Infrastruktur, natürlich auch die Mannschaft.

Also werden Sie zunächst einmal nach Buenos Aires fliegen?

Matthäus: So ist es. Ich habe gesagt, dass nichts gegen ein Treffen spricht mit mir und meiner Frau spricht. Daher ist geplant, am Mittwoch nach Südamerika zu fliegen. Vor Ort wollen wir uns alles anschauen und entscheiden. Es kann theoretisch auch sein, dass wir schnell wieder im Flieger Richtung Heimat sitzen.

Sind schon erste Eckdaten geklärt?

Matthäus: Nein. Man muss sich erst kennenlernen. Blind Dates sind nicht meine Art.

Aber es gibt schon ein grundsätzliches Interesse von Ihrer Seite?

Matthäus: Südamerika ist schon sehr spannend, keine Frage. Argentinien ist ein tolles Land, Buenos Aires eine tolle Stadt. Ich habe auch schon mit Leuten gesprochen, die Erfahrungen dort gemacht haben. Aber jeder sieht so eine Stadt mit anderen Augen. Und für uns wäre es kein Wochenendtripp, wir würden dort leben. Das ist nicht einfach, wenn die Wurzeln in Europa liegen.

Würde Ihre Frau denn mitkommen?

Matthäus: Das ist noch nicht sicher. Aber wir werden prüfen, ob sie auch dort gute Möglichkeiten hat zu arbeiten.

Interview Jan Janssen

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