Erfolgstrainer aus der Schweiz

Der Weg von Trainer Lucien Favre zu Borussia Dortmund

Lucien Favre
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Lucien Favre ist seit 2018 Trainer bei Borussia Dortmund

Der berufliche Weg von Lucien Favre ist von Erfolgen geprägt. Mehrfach wurde er Schweizer Meister und Pokalsieger, seit 2018 trainiert er Borussia Dortmund.

  • Lucien Favre gewann als Fußballer die Schweizer Meisterschaft.
  • Als Trainer wurde er je zweimal Meister und Pokalsieger in der Schweiz.
  • Seit Sommer 2018 ist er der Cheftrainer von Borussia Dortmund.

Lucien Favre (63), der beliebte Trainer von Borussia Dortmund, kam am 2. November 1957 in Saint-Barthélemy im Schweizer Kanton Waadt zur Welt. In seiner Jugend spielte er für den FC Oulens und den FC Lausanne-Sport Fußball. Im Jahr 1976 gab er für Lausanne auch sein Debüt als Profi und spielte drei Jahre lang für den Club. Zwischen 1979 und 1981 war der technisch und taktisch versierte Mittelfeldspieler für Xamax Neuchâtel aktiv.

Kurz nach seinem Wechsel zu Servette Genf im Sommer 1981 stand Favre erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft auf dem Platz. Gleich in seinem ersten Spiel für das Team am 1. September 1981 gegen die Niederlande erzielte er sein erstes und einziges Länderspieltor. Ende 1983 wurde Favre zum Spieler des Jahres in der Schweiz ernannt. Nach einem Intermezzo beim FC Toulouse in der Saison 1983/1984 kehrte Favre im Sommer 1984 zu Servette Genf zurück und holte mit dem Club ein Jahr später seinen einzigen Titel als Fußballer: die Schweizer Meisterschaft. Kurz darauf beendete er seine aktive Laufbahn unfallbedingt und trainierte verschiedene Mannschaften in der Schweiz, wo er 2006/2007 Trainer der Saison wurde.

Lucien Favre: Der Schritt in die Bundesliga

Im Sommer 2008 unterschrieb Lucien Favre einen Vertrag bei Hertha BSC. Die Berliner waren mit ihrem neuen Trainer in der Saison 2008/2009 zeitweise Tabellenführer und landeten am Ende auf Rang vier – mit nur einem Punkt Rückstand auf die Champions-League-Plätze. Die anschließende Spielzeit begann für Hertha BSC jedoch mit sechs Niederlagen in Serie, weshalb Favre Ende September 2009 entlassen wurde. Im Februar 2011 übernahm er daraufhin das Traineramt bei Borussia Mönchengladbach.


Der Club stand zu dieser Zeit auf dem letzten Tabellenplatz und musste sieben Punkte aufholen, um sich in die Relegation zu retten. In den verbleibenden zwölf Spielen der Saison holte Mönchengladbach mit Favre noch 20 Punkte, erreichte Platz 16 und verhinderte über die Relegation den Abstieg. Hinter Jürgen Klopp (53) von Borussia Dortmund belegte Lucien Favre den zweiten Platz bei der Wahl zum Trainer der Saison 2010/2011. Anschließend begann ein unerwarteter Aufstieg der Gladbacher bis in die Champions-League und sie erreichten anschließend mit Favre folgende Platzierungen:

  • 2011/2012: Platz vier, Teilnahme an Champions-League-Qualifikation
  • 2012/2013: Platz acht
  • 2013/2014: Platz sechs, Qualifikation für die Europa League
  • 2014/2015: Platz drei, Qualifikation für die Champions League

Lucien Favre: So kam er zu Borussia Dortmund

Nachdem Borussia Mönchengladbach mit fünf Niederlagen in Folge in die Bundesliga-Saison 2015/2016 gestartet war, trat Lucien Favre im September 2015 als Trainer zurück. Von Sommer 2016 bis Sommer 2018 betreute er das Team von OGC Nizza. Sein größter Erfolg mit den Franzosen war der dritte Platz in der Spielzeit 2016/2017, mit dem der Club die Qualifikation für die Champions League erreichte. Im Sommer 2018 schloss sich Favre Borussia Dortmund an und wurde zum Nachfolger von Thomas Tuchel (47).

In Favres erster Saison beim BVB hatte der Club zeitweise einen Vorsprung von neun Punkten auf den FC Bayern München. Letztlich mussten sich die Dortmunder jedoch dem bayerischen Kontrahenten im Kampf um die Meisterschaft geschlagen geben. Zu Beginn der Spielzeit 2019/2020 gewann die Borussia den deutschen Supercup gegen die Bayern, wodurch Lucien Favre seinen ersten Titel mit dem BVB nach Dortmund holte. In der Bundesliga landete der Club jedoch hinter den Münchnern auf dem zweiten Platz. Diese Patzierung wies einen beachtlichen Rückstand von 13 Punkten auf.


Von Alexander Kords

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