Klartext vom Ex-Weltmeister

„Gut, wenn man mal auf die Fresse kriegt“: Podolski über Krisenstimmung in Kobe und seine Zukunft

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Lukas Podolski im Trikot von Vissel Kobe.

Lukas Podolski steckt mit Vissel Kobe in Japan seit zwei Monaten in einer schweren Krise. In einem Interview hat sich der Ex-Kölner nun dazu geäußert - und seine Zukunft in Japan weiterhin offen gelassen.

Kobe - Ex-Weltmeister Lukas Podolski hat sich noch nicht auf Pläne nach Ablauf seines noch bis Ende 2019 gültigen Vertrags beim japanischen Fußball-Erstligisten Vissel Kobe Ende festgelegt. "Vielleicht hänge ich am Ende ein weiteres Jahr dran. Direkt Trainer werden, das erst mal nicht. Da bräuchte ich zuerst etwas Abstand. Ich bin jetzt aber auch schon sechs, sieben Jahre im Ausland, und so langsam fehlen mir die Familie, der Alltag mit Freunden, die Heimat. Das lernt man zu schätzen, wenn man älter wird", sagte der 33-Jährige in einem Interview mit dem Onlineportal Sportbuzzer.

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Trotz geringerer Anforderungen in der J-League macht dem Torjäger seine Arbeit jedenfalls noch Spaß. "Man kann den Ligafußball hier nicht direkt mit dem in Europa vergleichen. Man hat hier gar nicht die Duelle wie in Europa, auf Mannschafts- wie auf Spielerniveau. Das Tempo ist langsamer, es gibt weniger Zweikämpfe. Aber das kann man nicht mal eben ändern. Außerdem merke ich, dass der Körper mit 33 Jahren nicht mehr so schnell ist wie früher. Trotzdem habe ich noch Bock auf Fußball", sagte der 130-malige Nationalspieler.

Lukas Podolski: Vissel Kobe seit zwei Monaten sieglos

Die schwere Krise seines noch nicht vor dem Abstieg geretteten Teams sieht Podolski in seinem zweiten Jahr in Nippon zuvorderst als weitere Erfahrung. "Wir haben in letzter Zeit schon viel auf den Sack bekommen. Aber wenn man nicht für Barcelona, Bayern oder ein anderes Topteam spielt, hat man eben nicht immer Grund zum Lachen. Ich finde das ehrlich gesagt gut, wenn man auch mal auf die Fresse kriegt - das stärkt einen im Leben."

Kobe ist seit über zwei Monaten sieglos und holte aus seinen vergangenen acht J-League-Spielen nur einen Punkt. Vier Runden vor Saisonschluss hat Podolskis Mannschaft trotz der Verpflichtung des spanischen Altstars Andres Iniesta im vergangenen Sommer lediglich vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

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Die aufgekommene Kritik auch an seiner Person hält der frühere Kölner für unangebracht. "In einer Topmannschaft sieht man immer besser aus, weil man insgesamt eine höhere Qualität hat. Nur weil Podolski und jetzt auch Iniesta da sind, spielen wir noch keinen anderen Fußball", erläuterte Podolski Kobes Schwierigkeiten aus seiner Sicht.

SID

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