Mach et jut, Du trauriger Prinz!

Ist das schön?! Ein Kölner Kirchenchor will Poldi nach Hause holen. Heimsingen sozusagen.

„Wir mussten einfach was machen“, erzählte der zuständige Pfarrer – mitgenommen vom Leiden Poldis auf der Bayernbank. Nun singen also rund 80 fröhliche Rheinländer aus vollem Herzen „Holt den Lukas nach Haus“ – und rühren uns Mädels damit natürlich zu Tränen. Ist doch klar.

Es gibt einfach Sachen, die gehören zusammen: Die Weißwurst und der süße Senf zum Beispiel. Oder die Rosi (Mittermaier) und der Christian (Neureuther). Oder der Boris und die Frauen. Simone und Olli, so scheint es ja tatsächlich, sogar auch. Und Poldi gehört halt nach Köln und nicht nach Bayern.

Er hat Heimweh. Und das kann schlimmer sein als alles andere in der Welt. Sogar als Liebeskummer. Sogar als eine Niederlage im Finale der Champions League. Eine von uns ist vor gefühlten hundert Jahren mal von ihrem Papa abgeholt worden, weil sie auf der Klassenfahrt in der Sechsten vor Heimweh beinahe gestorben wäre. Außerdem wollte der tolle Junge nichts von ihr wissen. Aber das ist eine andere Geschichte. Kurzum: Die kleine (den Namen dürfen wir nicht nennen…) wollte heim. Kaum zu Hause angekommen, war die Welt schnell wieder in Ordnung.

Da fühlte sie sich geborgen, beschützt vor denen da draußen, die so schlecht und böse und gemein und ungerecht sein können. Und ein Leben auf der Bank ist eben auch kein Leben – wenn man es doch eigentlich so gut kann, aufm Platz und so. Also, Prinz Poldi – kämpfe für deine Rückkehr nach Kölle. Wir hätten Dich gerne in München behalten. Aber gegen Heimweh können wir nichts tun. Machet jut!

Quelle: tz

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