Neuer Vertrag fast fix? Offensiv-Star wohl vor Vertragsverlängerung beim FC Bayern

Neuer Vertrag fast fix? Offensiv-Star wohl vor Vertragsverlängerung beim FC Bayern

Männer, zeigt mehr Mut zum Risiko!

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Thomas Müller, hier (noch) im Trikot der deutschen U21.

München - Katrin Basaran (Panorama), Maria Zsolnay (Menschen), Astrid Kistner (Exklusiv) und Stefanie Thyssen (Fernsehen) beziehen in ihrer Kolumne „Viererkette“ Stellung zu aktuellen Sportthemen. Heute geht‘s um Thomas Müller.

Es gibt Situationen im Leben einer Frau, da schrillen die Alarmglocken. Wenn die Dame von der Bank sich mit sonorer Stimme am Telefon meldet und mit einem über den überzogenen Dispo sprechen will. Oder wenn der Ehemann seine Meetings immer öfter in den Abend verlegt und immer öfter auch die Kollegin dabei sein muss, bei deren Namen sich sein Gesicht ohnehin auf so komische (und ungute!) Art verklärt.

Oder aber wenn ER sagt: „Schatz, es geht mir alles irgendwie zu schnell.“ Kein Wunder also, dass wir Mädels in dieser Woche unsere Ohren spitzten, als Karl-Heinz Rummenigge diesen einen, Alarm­glocken schrillen lassenden Satz im tz-Interview ausspuckte: „Es geht uns im Moment einen Schritt zu schnell.“ Rummenigge sprach zwar „nur“ (sorry, Männer!) von Thomas Müllers Berufung in die Nationalmannschaft, aber hinter diesem (übrigens typisch männlichen) Satz steckt noch viel mehr – nämlich die blanke Angst. Angst davor, mal etwas zu riskieren. Und sie haben ja recht, die Rummenigges und Hoeneße dieser Welt.

Louis‘ Lieblinge: Thomas Müller und Holger Badstuber

Thomas Müller und Holger Badstuber sind die großen Gewinner in dieser frühen Phase der Saison beim FC Bayern. Bereits beim ersten Training suchte der neue Trainer Louis van Gaal die Nähe der beiden Talente (oben links). © Getty
Holger Badstuber wurde am 13. März 1989 in Memmingen geboren. © Getty
Er ist der Sohn des verstorbenen, ehemaligen Jugendkoordinators des FC Bayern, Hermann Badstuber. © Getty
In seinen Jugendjahren spielte Badstuber beim TSV Rot an der Rot und dem VfB Stuttgart. 2002 wechselte der Defensivspieler zum FC Bayern und durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften ab der U15. © Getty
Seit 2007 war Badstuber fester Bestandteil der Reservemannschaft der Bayern. © Getty
Und in der vergangenen Saison schaffte es der 20-Jährige mehrmals in den Kader bei offiziellen Bayern-Spielen. © Getty
Auch bei der 0:4-Pleite in der Champions League beim FC Barcelona saß Badstuber auf der Bank. © Getty
Jetzt scheint der Linksfuß den Sprung in die Stammformation geschafft zu haben. Trainer Louis van Gaal hält große Stücke auf das Abwehr-Talent, besonders dessen starker linker Fuß verschafft ihm einen Vorteil gegenüber seinen Innenverteidiger-Kollegen. © Getty
Auch Thomas Müller scheint unter Louis van Gaal eine tragende Rolle zu spielen. Müller wurde am 13. September 1989 geboren, ist also exakt ein halbes Jahr jünger als Kollege Badstuber. © Getty
Bereits in der vergangenen Saison durfte Müller erste Highlights erleben. Der Stürmer wurde im CL-Achtelfinale gegen Sporting Lissabon eingewechselt und erzielte beim 7:1 prompt einen Treffer. © Getty
In der Bundesliga kam Müller in der vergangenen Saison auf vier Kurzeinsätze (kein Tor). © Getty
Eigentlich ist Müller in der Stürmer-Hierarchie der Bayern nur die Nummer 5... © Getty
... doch auf Grund seiner Vielseitigkeit kann der 20-Jährige auch auf anderen Offensiv-Positionen eingesetzt werden. © Getty
So geschehen in der Saison-Vorbereitung, als Trainer van Gaal den Youngster in die Ribéry-Rolle hinter den Spitzen schlüpfen ließ. © Getty
Müller zahlte es bisher mit guten Leistungen zurück. Während Ribéry an seiner Verletzung laboriert, machte Müller mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. © Getty
So beispielsweise beim 4:1-Testspielsieg gegen den AC Mailand, zu dem Müller zwei Treffer beisteuerte. © Getty
Müller scheint, wie auch Badstuber, eine große Zukunft bei den Bayern vor sich zu haben. Man darf gespannt sein, wie der Karriere-Weg der beiden Talente weiter verläuft. © Getty

Natürlich kann es schief gehen. Natürlich kann der noch so junge, unerfahrene Thomas Müller in seinem ersten Spiel unter Jogi Löw gehörig auf die Nase fallen. Genauso wie man (oder besser: frau) einen Reinfall erleben kann, wenn sie nach kurzer Beziehungszeit mit einem Mann zusammenzieht, der sich unerwarteterweise als absoluter Miesmuffel, Socken-herum-liegen-Lasser und nicht-Müll-Runterbringer entpuppt. Aber es deswegen nicht riskieren? Kommt nicht infrage. Man muss doch eine Erfahrung machen, um zu wissen, dass es die falsche war. Man kann nicht immer sagen: Lass uns doch noch warten, nichts überstürzen, dann sind wir auf der sicheren Seite, dann kennen wir uns besser und können alle möglichen Risiken minimieren.

Mit so einer Einstellung erleidet man vielleicht ein paar Schiffbrüche weniger – aber Spaß macht diese „Es geht doch alles zu schnell“-Mentalität auch nicht. Und leidenschaftlich ist sie schon gleich dreimal nicht. Also, kleiner Thomas: Hau rein. Zeig den Bayern-Bossen, dass es sich lohnt, auch mal mutig zu sein. Dass es sich lohnt, auch mal was zu riskieren (und wir reden hier immerhin von einer Berufung in die Nationalmannschaft!). Man kann im Leben nicht immer auf einen, auf den vermeintlich besseren Moment warten. Es kann schließlich auch mal zu spät sein.

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