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Magath-Kolumne: Die Superliga hat Charme

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Für die tz analysiert Kolumnist Felix Magath (62) immer montags die Lage im deutschen Fußball.

Für die tz ­analysiert ­­Kolumnist ­Felix Magath (62) immer montags die Lage im deutschen ­Fußball. Diesmal macht er sich Gedanken über eine Champions-League-Reform.

Das Thema der Vorwoche hat sicherlich Karl-Heinz Rummenigge geprägt. Sein Vorschlag von der Setzliste in der Champions League wurde kontrovers diskutiert. Solch eine Regelung braucht wirklich keiner. Es macht doch keinen Sinn, die großen Teams schon im Voraus für das Halbfinale zu setzen. Wenn sich eine Mannschaft nicht durchsetzen sollte, dann hat sie es auch nicht verdient. Das Duell zwischen Bayern und Turin war doch wenigstens mal interessant. Die Münchner hätten im Hinspiel in Turin schon alles klarmachen können. So wurde es doch noch ein spannendes Spiel, und die Zuschauer kamen endlich einmal auf ihre Kosten.

Auch ohne Setzliste dürften die Wettquoten für die potenziellen Halbfinalisten nicht zu hoch sein. Barcelona, Real Madrid, Bayern München und Paris St. Germain dürften die vier sein, die ab April den Titel unter sich ausmachen.

In der Champions League spiegelt sich inzwischen auch wider, dass in etlichen europäischen Top-Ligen kein richtiger sportlicher Wettbewerb mehr herrscht. Bayern, Paris und Barcelona haben den Titel in ihren Ligen sicher. England ist die einzige große Fußball-Nation, wo noch ein intensiver Wettbewerb um die Meisterschaft herrscht. Dafür schaffen es die englischen Teams nicht, sich international durchzusetzen.

Statt einer Setzliste sollte lieber die jetzige Form der Champions League diskutiert werden. Diese ist durch zahlreiche Mannschaften, die nicht in diesen Wettbewerb gehören, verwässert worden. Die Vorrunden-Spiele nimmt doch keiner mehr ernst, sie dienen nur zum Warmspielen. Dadurch wurde nur krampfhaft die Anzahl der Spiele erhöht. Vereine wie Donezk, Eindhoven, Borissow oder Astana gehören da einfach nicht rein. Der Gedanke der von der UEFA geplanten europäischen Superliga anstelle der jetzigen Champions League hat deshalb durchaus Charme. Vernünftig wäre es, die europäischen Top-Mannschaften, deren wirtschaftliche Gegebenheiten in etwa gleich sind, in einen Wettbewerb mit Liga-Charakter zu schicken – nicht in einen Pokal-Modus.

Die restlichen europäischen Top-Teams könnten dann in einem wie auch immer zu nennenden Wettbewerb antreten, um einen Titel kämpfen und sich durch eine Auf- und Abstiegsregelung für diese Superliga qualifizieren. Denn die Superliga sollte keine in sich geschlossene Gesellschaft werden. Zum bestehenden System mit Champions und Europa League noch einen weiteren Wettbewerb zu installieren, das funktioniert nicht. Lieber sollten die beiden bestehenden Europapokal-Wettbewerbe überarbeitet werden – für mehr echte Duelle und gegen Langeweile.

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Von Felix Magath

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