Magath rechtfertigt Mega-Transfers

+
Felix Magath.

Gelsenkirchen - Felix Magath hat seine umstrittene Einkaufspolitik verteidigt und die hohen Ausgaben von insgesamt rund 35 Millionen Euro für neue Spieler gerechtfertigt.

 “Wir haben die sportliche Qualität erhöht und zugleich Gehaltskosten reduziert“, sagte der Trainer und Manager des FC Schalke 04 im “Kicker“-Interview (Donnerstag). Wenn man Investitionen für die 14 Neuzugänge und die Einnahmen und Gehaltseinsparungen durch die 15 abgegebenen Profis gegeneinander aufrechne, stehe unter dem Strich einen gute Transferbilanz. Man habe “ziemlich genau nur die zehn Millionen Euro investiert, die der Aufsichtsrat am Anfang genehmigen wollte“.

Kurz vor dem Transferende hatte Magath am Dienstag in Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (AC Mailand/14 Millionen Euro), dem Spanier José Manuel Jurado (Atlético Madrid/13) und dem ablösefreien französischen Abwehrspieler Nicolas Plestan (OSC Lille) noch ein hochkarätiges Trio verpflichtet. Vor allem durch die Verkäufe von Heiko Westermann (Hamburger SV/7,5) und Rafinha (FC Genua/8) war aber auch viel Geld in die Kasse geflossen. Die Reduzierung der Gehaltskosten um etwa zehn Millionen Euro erkläre sich vor allem durch die Abgabe von diversen Spielern, “die nicht zu den Top-Verdienern zählten, aber immer noch sehr gut verdienten“, erläuterte Magath.

Bundesliga: Alle wichtigen Neuzugänge im Überblick

1899 Hoffenheim: Gylfi Sigurdsson kommt vom FC Reading © dpa
Peniel Mlapa kommt vom TSV 1860 München © Getty
Sebastian Rudy kommt vom VfB Stuttgart © dpa
Tom Starke kommt vom MSV Duisburg © Getty
Eintracht Frankfurt: Theofanis Gekas kommt von Bayer Leverkusen © Getty
Borussia Mönchengladbach: Mohammadou Idrissou kommt vom SC Freiburg © Getty
Igor de Camargo kommt von Standard Lüttich (Belgien) © Getty
Borussia Dortmund: Robert Lewandowski kommt von Lech Posen (Polen) © Getty
Lukas Pisczek kommt von Hertha BSC © Getty
Werder Bremen: Marko Arnautovic kommt von Twente Enschede (Niederlande) © Getty
Wesley (r.) kommt vom FC Santos © dpa
Felix Kroos kommt von Hansa Rostock © Getty
1. FC Köln: Konstantinos Giannoulis kommt von Iraklis Saloniki (Griechenland) © Getty
Martin Lanig kommt vom VfB Stuttgart © Getty
Bayer Leverkusen: Michael Ballack kommt vom FC Chelsea © Getty
Hanno Balitsch kommt von Hannover 96 © Getty
Sidney Sam kommt vom Hamburger SV © Getty
FC Schalke: Christoph Metzelder kommt von Real Madrid © Getty
Nicolas Plestan kommt von OSC Lille © Getty
Tim Hoogland kommt vom FSV Mainz 05 © Getty
Raúl
Schalke 04: Raúl kommt von Real Madrid © dpa
Jose Manuel Jurado kommt von Atletico Madrid © Getty
Klaas-Jan Huntelaar kommt vom AC Mailand © dpa
Erik Jendrisek kommt vom 1. FC Kaiserslautern © Getty
Hannover 96: Markus Miller kommt vom Karlsruher SC © Getty
Emanuel Pogatetz kommt vom FC Middlesbrough © Getty
1. FC Nürnberg: Julian Schieber kommt vom VfB Stuttgart (Ausleihe) © Getty
Per Nilsson kommt von 1899 Hoffenheim © Getty
SC Freiburg: Jan Rosenthal kommt von Hannover 96 © Getty
Maximilian Nicu kommt von Hertha BSC © Getty
VfB Stuttgart: Martin Harnik kommt von Werder Bremen © Getty
Christian Gentner kommt vom VfL Wolfsburg © Getty
Mauro Camoranesi kommt von Juventus © Getty
VfL Wolfsburg: Simon Kjaer kommt von US Palermo © Getty
VfL Wolfsburg: Mario Mandzukic kommt von Dinamo Zagreb © Getty
Arne Friedrich kommt von Hertha BSC © Getty
Diego kommt von Juventus © dpa
Hamburger SV: Jaroslav Drobny kommt von Hertha BSC © Getty
Hamburger SV: Heiko Westermann kommt von Schalke 04 © Getty
Hamburger SV: Gojko Kacar kommt von Hertha BSC. © Getty
1. FSV Mainz 05: Lewis Holtby kommt vom FC Schalke 04 (Ausleihe) © Getty

Trotz des Fehlstarts in der Bundesliga mit zwei Niederlagen und der Abgabe von Leistungsträgern wie Westermann, Rafinha, Marcelo Bordon oder Kevin Kuranyi sieht der 57-Jährige das Team des Vizemeisters langfristig besser aufgestellt als zuvor. “Wenn wir die richtige Mischung finden, haben wir gute Chancen, in der Champions League die Gruppenphase zu überstehen und in der Liga an der Spitze mitzuspielen.“ Man habe mit dem personellen Umbruch “die Basis gelegt, besser und auf Dauer noch erfolgreicher Fußball zu spielen“.

An seinem Ziel, “bis 2013 deutscher Meister“ zu werden, hält Magath fest: “Daher treffe ich alle Entscheidungen nicht kurzfristig, sondern perspektivisch.“ Von Planlosigkeit oder Hektik bei der Kadergestaltung könne keine Rede sein.

Dass Raúl und speziell Christoph Metzelder die Erwartungen bisher nicht erfüllten, bereitet Magath keine großen Sorgen. Wenngleich er einräumte, dass Metzelder “im Moment nicht stabil genug“ sei. “Ich bin weiter überzeugt, dass er eine Verstärkung für uns sein wird, sobald er seine Verunsicherung ablegt.“ Und Raul bleibe mit seiner Qualität “ein Fixpunkt unserer Offensive“. Trotz der Startprobleme ist Magath optimistisch, zumal der Kader nun endlich komplett sei. “Jetzt weiß jeder, woran er ist. Ich bin sicher, dass wir uns jetzt stabilisieren werden.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Fußball heute live: Diese Spiele laufen im TV und im Live-Stream
Fußball heute live: Diese Spiele laufen im TV und im Live-Stream
Klinsmann wollte BVB-Star zur Hertha locken - Preetz: „Ruf die Jungs doch mal an!“
Klinsmann wollte BVB-Star zur Hertha locken - Preetz: „Ruf die Jungs doch mal an!“
Champions-League-Spiel schuld an Corona-Krise in Italien?
Champions-League-Spiel schuld an Corona-Krise in Italien?
Die Bundesliga als zerbrechliches Hochglanzprodukt
Die Bundesliga als zerbrechliches Hochglanzprodukt

Kommentare