Mainz schlägt Freiburg und beendet Negativserie

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Eugen Polanski (vorne) freut sich über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0, Doppeltorschütze Eric Maxim Choupo-Moting feiert mit.

Mainz - Dem FSV Mainz 05 ist im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ein wichtiger Sieg gelungen und hat sich mit dem Erfolg über den SC Freiburg etwas Luft verschafft.

Aggressiv und emotional hat der FSV Mainz 05 mal wieder ein kleines Ausrufezeichen in der Fußball-Bundesliga gesetzt. Das 3:1 (3:0) am Sonntag gegen den Tabellenletzten SC Freiburg beendete immerhin die seit fünf Spielen anhaltende Negativserie und sorgte für den Sprung auf Platz zwölf. Trotz sehenswerter Offensivbemühungen in der Anfangsphase war der fünfte Saisonsieg aber zu wenig für einen echten Befreiungsschlag oder einen Wendepunkt. In der zweiten Halbzeit pfiffen die ungeduldigen 30 938 Zuschauern sogar.

„Man hat von der ersten Sekunde gespürt, wir sind da. Darüber haben wir Sicherheit gewonnen. Mit dem Spielverlauf bin ich hochzufrieden“, analysierte Trainer Thomas Tuchel und erwartet von seinem Personal die gleiche Einstellung im nächsten Auswärtsspiel bei Schalke 04. „Wenn wir endlich Konstanz zeigen, wird es noch eine gute Rückrunde“, hoffte Manager Christian Heidel.

Die brillante Startphase mit bedingungsloser Offensivtaktik, giftigem Zweikampfverhalten und drei Toren in den ersten 17 Minuten hatte viel erwarten lassen. Nach dem Wechsel fehlte bei den Mainzern allerdings die letzte Zielstrebigkeit. „Ein Schützenfest veranstaltet man in der Liga nicht so leicht“, erklärte 05-Präsident Harald Strutz zum Unmut der Anhänger.

Die mächtigsten Männer im deutschen Fußball

Die "Sport Bild" hat die elf mächtigsten Männer des deutschen Fußballs gekürt. Klicken Sie sich hier durch die Liste. Platz 11: Reinhard Rauball (Ligapräsident) © Getty
Platz 10: Oliver Bierhoff (Nationalelf-Teammanager) © Getty
Platz 9: Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor) © Getty
Platz 8: Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär) © Getty
Platz 7: Franz Beckenbauer (Bayern-Ehrenpräseident und Mitglied des FIFA-Exekutivkommittees) © Getty
Platz 6: Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern und DFB-Team) © Getty
Platz 5: Joachim Löw (Bundestrainer) © Getty
Plat 4: Christian Seifert (Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL) © dpa
Platz 3: Theo Zwanziger (DFB-Präsident) © Getty
Platz 2: Uli Hoeneß (Bayern-Präsident) © Getty
Platz 1: Karl-Heinz Rummenigge (Bayern-Vorstandsboss und Chef des europäischen Clubverbands ECA) © Getty

Nach nur 127 Sekunden erzielte Eric Maxim Choupo-Moting das 1:0. Wir aufgedreht spielte Mainz weiter. Die Folge: Fallou Diagné konnte im Strafraum den agilen Ungarn Adam Szalai nur durch ein Foul bremsen und wurde von Schiedsrichter Markus Schmidt sofort vom Platz gestellt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Eugen Polanski zum 2:0 (6.). Erneut Choupo-Moting erhöhte mit seinem sechsten Saisontreffer nach 17 Minuten auf 3:0.

„Eine Minute lang sind wir gut ins Spiel gekommen“, erklärte Freiburgs Trainer Christian Streich hinterher ohne Ironie. Danach habe Mainz einen ruhigen Nachmittag gehabt und die Freiburger seien hinterhergelaufen. Seine junge Mannschaft habe die drohende Packung mit großer Moral verhindert. Der Anschlusstreffer durch Pavel Krmas (68.) war am Ende der verdiente Lohn. „Wir haben Persönlichkeit gezeigt, haben sauber gearbeitet“, meinte der frühere Jugend-Coach, der trotz des Abrutschens auf den letzten Platz optimistisch in Sachen Klassenerhalt bleibt.

„Wir arbeiten hart, das zahlt sich aus. Wir sind auf dem richtigen Weg“, pflichtete ihm Sportdirektor Dirk Dufner bei. Neue Spieler mit mehr Erfahrung will Streich nicht fordern. „Wenn es finanziell machbar ist, machen wir noch was. Aber von mir gibt es keinen Druck.“

Die schönsten und die hässlichsten Trikots: Die Beurteilungen der Jury

Eine Jury aus Studierenden und Professorinnen der Mediadesign Hochschule (MD.H) hat in diesem Jahr den 1. FC Nürnberg zum Trikotmeister für die Bundesligasaison 2011/2012 gekürt. Nach den bisherigen Siegern der Jahre 2007-2010 mit den Vereinen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim und dem FC St. Pauli hatten in diesem Jahr zur Saison 2010/2011 die Franken aus Nürnberg vor den Bayern aus München die Nase vorn. Klicken Sie sich durch die (teils sinngemäß gekürzten) Jury-Beurteilungen. © dpa
Platz 1: 1. FC Nürnberg - So sehen Sieger aus!In der Farbpsychologie ist rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe. Das hier gezeigte Trikot ist jedoch eher Bordeaux-rot. Die weißen Streifen wirken sauber, sachlich und geben dem Trikot die notwendige Helligkeit, um nicht zu düster zu wirken. Positiv anzumerken ist auch, dass das Sponsorenlogo, Das Vereinslogo und der Markenname alle einheitlich in derselben Farbe (Weiß) gehalten sind. Das lässt das Trikot nicht zu bunt wirken.   © dpa
Platz 2: FC Bayern München - In der Farbpsychologie ist Rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe.  Schnitt: schlanke lange Schnittführung mit klassischem V-Ausschnitt im Retro-Look. In den 1970er Jahren gab es nach Meinung der Fachleute die schönsten Trikots. Dieses hier kombiniert Elemente der damaligen Zeit mit der technischen Machbarkeit (Materialien, Schnitt, Nähte) der heutigen Zeit auf gelungene Art und Weise. © getty
Platz 3: Werder Bremen - Auch hier eine gelungene Linienführung. Ein Trikot kann langweilig und grün sein, oder mit den vorhandenen Möglichkeiten im Rahmen der Vereinsfarben ausnutzen und ein schönes und trotzdem dezentes Trikot entwickeln, wie hier geschehen. Hier begeistert vor allem die spitz zulaufende Linienführung, die mit dem Sponsoren-Logo perfekt harmoniert und somit eine Einheit mit den aufgedruckten Elementen bildet. © getty
Platz 4: Hannover 96 - Die körperbetonte Schnittführung und der elegante Halsausschnitt zeichnen das Trikot von Hannover 96 aus. Sehr gelungen ist der gewählte dunkelrote Farbton. Die feinen Schrägstreifen, die Ton-in-Ton gehalten sind, runden das Gesamtbild ab. © ap
Platz 5: VfL Wolfsburg - Der klassische V-Ausschnitt und der sportive, körperbetonte Schnitt kennzeichnen das Trikot von Wolfsburg. Der angenehme Grünton als Basisfarbe wirkt ruhig und souverän – die weißen Streifen an Schulter und Seite bringen Dynamik ins Spiel. © dpa
Platz 6: Hertha BSC - Eine sehr gelungenen Farbgebung weist das Trikot in dunkelblau mit petrolfarbenen feinen Streifen auf. Der Schnitt ist modern und sportiv. Der weiße Blockstreifen dagegen wirkt etwas dominant.   © getty
Platz 7: Mainz 05 - Schmal und sportlich geschnittenes Trikot mit Rundhalsausschnitt. Die Grundfarbe des Trikots ist rot, die Ärmel sind weiß abgesetzt. Die Sponsorenfarbe und die Farben des Vereinsemblems sind farblich identisch, was ein sehr stimmiges Gesamtbild hervorbringt. © getty
Platz 8: FC Schalke 04 - Körperbetontes Trikot in royalblau mit weißem Polokragen. Auch hier sind Sponsorenfarbe und Vereinsfarben farblich passend, nur die Zierstreifen wirken etwas unruhig. © getty
Platz 9: 1. FC Kaiserslautern - Auberginefarbenes Trikot mit weißen Streifen und weißem Kragen. Leider ist die Schnittführung etwas vernachlässigt worden und das Trikot wirkt weit und kastig. Das Sponsorenlogo in grün sticht sehr stark hervor!  © getty
Platz 10: Hamburger SV - Interessant geschnittenes Trikot mit V-Ausschnitt und Schulterpasse. Das feine Streifendesign in rot-blau macht sich gut auf dem weißen Trikot. Auch Sponsorenschriftzug und Vereinsemblem sind farblich gut aufeinander abgestimmt. © getty
Platz 11: TSG Hoffenheim 1899 - Das hellblaue Trikot ist schnitttechnisch mit wenig Raffinesse ausgestattet. Auch die schrägen Streifen im oberen Bereich wirken unruhig, aber nicht dynamisch. Die Positionierung des Sponsorenlogos unterstützt das unruhige Bild. © dapd
Platz 12: Bayer 04 Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen:Das schwarze Trikot mit dem quer verlaufenden roten Blockstreifen wirkt sehr hart und weist einen starken Farbkontrast auf. Das Sponsorenlogo ist überdimensional groß und hebt sich extrem ab. © getty
Platz 13: Borussia Mönchengladbach - Hier geht es bunt zu! Zwar ist das Trikot uni weiß mit kleinen Ringelbündchen gehalten, aber die verschiedenen Elemente wie Marke, Sponsorenlogo und Vereinswappen wurden sehr unstrukturiert platziert und lassen das Gesamtbild etwas überladen erscheinen.  © getty
Platz 14: Borussia Dortmund - Ein schöner Versuch, auch andere Musterelement als nur Streifen auf Trikots aufzubringen. Leider wirkt das gelbe Trikot mit den schwarzen Quadraten unruhig. Außerdem ist der lila Schriftzug sehr kontrastreich. Die körperbetonte Schnittführung mit Raglanarm ist gelungen.  © getty
Platz 15: FC Augsburg - Das weiße Trikot in Polo-Optik ist weder schnitttechnisch spektakulär, noch in Muster und Farbgebung. Der rot-grüne Längsstreifen alleine schafft es nicht, dem Trikot mehr Glanz zu verleihen.  © ap
Platz 16: VfB Stuttgart - Dieser Schnitt ist von gestern. Eher kurz, weiter geschnitten mit schräg angesetzten Ärmeln. Ansonsten macht das Trikot weiter nichts falsch, aber auch nichts richtig. Es ist einfach und ziemlich designfrei.  © dpa
Platz 17: SC Freiburg - Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Gut, Querstreifen sind gerade in Mode und man findet sie fast überall und auf jedem Kleidungsstück. Aber meist in Form schlanker Streifen in Weiß/Marineblau. Die hier gezeigte Kombination in breiten rot-schwarzen Querstreifen zieht sich über das komplette Trikot. Das wirkt aufgrund der hohen Kontraste sehr aggressiv.  © dpa
Platz 18: 1. FC Köln - Ein Trikot kann mehr als ein Basic T-Shirt sein, ohne dadurch in seiner Funktionalität eingeschränkt zu werden. Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Die aktuell schlanke Schnittführung ist hier komplett ignoriert worden. Auch ein weißer Stoff hält hier Möglichkeiten parat, die nicht genutzt worden. Fazit: ideenlos. Trikots bergen kreatives Potential, um die Außenwahrnehmung einer Mannschaft zu optimieren. Man muss es nur nutze. © getty

Die Mainzer konnten sich über einen „Neuzugang“ freuen, der bereits seit 2010 im Verein ist. Adam Szalai. Genau ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss im Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern stand der Lange erstmals wieder in der Startelf der Mainzer. „Der Junge ist Gold wert. Er kann die Bälle in der Spitze halten. Von ihm springt der Funke auf die Mannschaft und die Zuschauer über“, lobte Heidel den 24-Jährigen. Er schoss zwar noch kein Tor, holte aber den Strafstoß heraus.

„Endlich hat mal ein Schiedsrichter das Foul gesehen. Letzte Woche in Leverkusen gab es einen glasklaren Elfmeter nicht“, meinte Szalai, für den die Partie etwas „ganz Besonderes“, war. „Wenn wir weiter so auftreten, holen wir auch auf Schalke einen Punkt“, sagte Szalai.

dpa

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