Referee weiter im Einsatz

Manuel Gräfe: Beliebter Bundesliga-Schiri muss aufhören - Aber er hat schon einen neuen Job

Manuel Gräfe ist bei den Profis in der Bundesliga hoch angesehen, er wird dennoch aufhören müssen.
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Manuel Gräfe ist bei den Profis in der Bundesliga hoch angesehen, er wird dennoch aufhören müssen.

Manuel Gräfe muss seine Schiedsrichter-Karriere zwar beenden, doch der langjährige Bundesliga-Referee hat bereits einen neuen Job im TV.

Mainz - Zuletzt gab es großen Wirbel um den ältesten Akteur, der derzeit in der Bundesliga auf dem Feld steht. Schiedsrichter Manuel Gräfe pfeift seit 2004 in der höchsten deutschen Spielklasse, nun muss er gezwungenermaßen seinen Posten räumen. Trotz seiner hohen Beliebtheit bei den Profis wird der 47-Jährige aufgrund einer vom DFB festgesetzten Altersgrenze wohl in den Ruhestand geschickt. Nun hat der Berliner einen neuen Job.

EM 2021: Manuel Gräfe wird ZDF-Experte - Schiri will „Zuschauern Entscheidungen nachvollziehbar erläutern“

Seine Expertise wird der Sportwissenschaftler Gräfe diesen Sommer während der Europameisterschaft für das ZDF zum Besten geben. Der langjährige Unparteiische wird die Nachfolge von Urs Meier antreten und besonders bei umstrittenen Szenen und Schiedsrichter-Entscheidungen seine Einschätzungen abgeben. Der öffentlich-rechtliche Sender gab die Zusammenarbeit am Donnerstag bekannt. (Mit unserem brandneuen, kostenlosen EM-Newsletter verpassen Sie keine News rund um die Europameisterschaft 2021.)

„Ich freue mich, die EM-Spiele als ZDF-Experte begleiten zu können und den Zuschauern erlebte Schiedsrichter-Entscheidungen nachvollziehbar zu erläutern und näherzubringen“, meinte Gräfe in der Mitteilung. Auch ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann freut sich bereits auf seinen neuen Schiedsrichter-Experten, den er als „erfahren Fachmann“ bezeichnet. Die Zuschauer könnten sich „auf profunde Erklärungen zu umstrittenen Spielsituationen freuen“.

EM 2021: ZDF stellt Manuel Gräfe als Experten vor - muss sich Jochen Breyer Sprüche verkneifen?

Gräfe komplettiert wohl das Experten-Team des ZDF, zu dem auch die beiden Weltmeister Per Mertesacker und Christoph Kramer gehören. Für die taktischen Analysen wird Peter Hyballa, Autor und deutscher Trainer beim polnischen Erstligisten Wisla Krakau, zuständig sein. Die Übertragungen aus dem EM-Hauptquartier am Mainzer Lerchenberg werden im Wechsel von Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer moderiert.

Besonders letzterer könnte mit dem ein oder anderen Spruch gegen Gräfe um die Ecke kommen. Denn Breyer ist bekennender Fan des Karlsruher SC! Im Sommer 2015 sorgte Manuel Gräfe mit einer folgenschweren Fehlentscheidung im Relegations-Krimi zwischen dem HSV und dem KSC dafür, dass der Zweitligist im letzten Moment nicht in die Bundesliga aufstieg. Stattdessen hielt sich Hamburg in Liga eins und somit den Relegations-Mythos noch etwas aufrecht. In Karlsruhe ist der Schiedsrichter seitdem zumindest bei den Anhängern unerwünscht. (ajr)

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