Konkurrenz in der Nationalmannschaft

Neuer kontert ter Stegens Kampfansage ums DFB-Tor: „Kann nur einer zwischen den Pfosten stehen“

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Manuel Neuer nannte Marc-Andre ter Stegens Anspruch „legitim“.

Bundestrainer Jogi Löw hat Manuel Neuer das Vertrauen ausgesprochen. Das hindert aber Marc-Andre ter Stegen nicht daran, auch in Zukunft alles zu geben.

Update vom 24. Januar 2018, 17.27 Uhr:

DFB-Kapitän Manuel Neuer hat den Anspruch seines Teamkollegen Marc-André ter Stegen auf die Torhüterposition in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als „legitim“ bezeichnet. „Er ist ja auch nicht der einzige. Bernd Leno, Kevin Trapp, die wollen alle die Nummer 1 von Deutschland sein - und das sagen sie ja auch“, erklärte Neuer am Donnerstag in München bei einem Sponsorentermin (Audi) des FC Bayern.

„Es ist so, dass immer nur einer zwischen den Pfosten stehen kann. Und ich bin jemand, der sich jedem Konkurrenzkampf gestellt hat“, äußerte der 32 Jahre alte Bayern-Schlussmann. Der sechs Jahre jüngere ter Stegen muss sich trotz anhaltend guter Leistungen beim spanischen Spitzenclub FC Barcelona allerdings auch nach dem WM-Jahr weiterhin mit der Rolle als Nummer 2 im Nationaltrikot begnügen.

Neuer konterte auf ter Stegens Kampfansage: „Ich versuche immer, meine Topleistung zu bringen und auch den Trainern zu zeigen, dass ich zwischen den Pfosten stehen will.“ Das versuche er nicht nur mit der Leistung auf dem Platz, betonte der 84-malige Nationalspieler, sondern auch außerhalb des Spielfeldes. Er übernehme „auch drumherum sehr viel Verantwortung“.

ter Stegen will Nummer eins werden - Respektvolle Kampfansage an Manuel Neuer

Update vom 23. Januar 2019: Marc-Andre ter Stegen zeigt fast wöchentlich, dass er zur Crème de la Crème der Torhüter gehört. Just wurde er sogar in die UEFA-Elf des Jahres gewählt. Bedenkt man die Konkurrenz - Weltklasse-Torhüter wie Thibeaut Courtois, Jan Oblak, David de Gea, seinem Nationalmannschaftskollegen Manuel Neuer und vielen mehr - ist es eine große Auszeichnung für den Barca-Schlussmann.

Er selbst bezeichnet die Wahl bei Sport Bild als  „Ehre und Ansporn zugleich“. Joachim Löw legte sich bekanntlich fest, dass Neuer auch bei der möglichen EM 2020 das Tor hüten wird. Für ter Stegen kein Problem. Er gibt sich kämpferisch. „Alles, was ich machen kann, ist meine Leistung zu bringen sowie körperlich und gesundheitlich auf einem Top-Niveau zu sein, um am Ende den Umbruch in der Nationalmannschaft auch auf der Torwartposition fortzuführen. Ich will Druck machen, bis sich Jogi Löw irgendwann für mich entscheidet und ich die Nummer eins im Tor werde“, so der Torwart. 

Als ter Stegen die Entscheidung des Bundestrainers Joachim Löw vor der WM 2018 erfuhr, war es „natürlich frustrierend“. Ein Vorbild für den 26-Jährigen war immer Oliver Kahn. „Spielerisch sind wir beide zwar zwei komplett unterschiedliche Torwart-Typen, doch mich hat seine Persönlichkeit und sein Wille immer sehr beeindruckt“, so der Schlussmann. 

Auf die Frage, warum er nicht aufmuckt und öffentlich noch intensiver auf seine Beförderung drängt, gibt sich ter Stegen zurückhaltend. „Das hat etwas mit Respekt zu tun. Ich will nicht dadurch auffallen, dass ich den Mund weit aufmache. Ich möchte der beste Torwart Deutschlands sein. Ich möchte im Tor der Nationalmannschaft stehen. Dafür werde ich alles geben!“, gibt der Deutsche zu. 

Stammkeeper bei der Nationalmannschaft: Wer soll künftig im Tor stehen?

Löw über Neuer im Tor der Nationalmannschaft: „Eingeplant als Nummer eins bis ...“

Berlin - Joachim Löw sieht den Münchner Manuel Neuer auch beim weiteren Umbruch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als Stammtorhüter. „Wenn Manuel seine Form hat, wird er eingeplant sein als Nummer eins bis 2020“, erklärte der Bundestrainer in der Nacht zum Sonntag im „ZDF-Sportstudio“. Der 26 Jahre alte Herausforderer Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona werde zwar im neuen Jahr Einsatzchancen bekommen. Einen offenen Zweikampf im Tor aber will Löw nicht ausrufen.

Luxusproblem - ter Stegen „ist jetzt genauso Weltklasse“

„Öffentlich muss man das nicht tun. Ich möchte die Leistung von Marc nicht schmälern. Er hatte am Anfang in der Nationalmannschaft einige Probleme, ist jetzt genauso Weltklasse“, sagte der DFB-Cheftrainer. Doch die Rollenverteilung bleibt für Löw. „Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wir Neuer die Nummer eins sein bis zur EM“, betonte der Bundestrainer.

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Der 32-jährige Bayern-Keeper sei „über viele Jahre der allerbeste Torhüter“ gewesen. Und auch nach seiner längeren Verletzungspause habe er bei der insgesamt „wahnsinnig enttäuschenden WM“ in Russland seine Form gefunden, bemerkte Löw. Der viermalige Weltmeister Deutschland wird im März 2019 in die neue Länderspiel-Saison und die EM-Qualifikation starten.

dpa

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