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Maradonas „Hand Gottes“-Fußball versteigert

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„Hand Gottes“
Diego Maradona (l) steigt gegen den englischen Torwart Peter Shilton hoch und erzielt das Tor, das als „Hand Gottes“ bekannt wurde. © Uncredited/EL GRAFICO/dpa

Der Fußball, mit dem Argentiniens Idol Diego Maradona sein legendäres „Hand Gottes“-Tor erzielte, ist für einen Millionenbetrag versteigert worden. Zum Kauf angeboten hatte den Ball der damalige Schiedsrichter der Partie, der Tunesier Ali Bin Nasser.

London - Bin Nasser hatte das Handspiel beim 2:1-Sieg gegen England im Viertelfinale der WM 1986 in Mexiko nicht gesehen. Der Ball erzielte beim Londoner Auktionshaus Graham Budd Auctions einen Preis von zwei Millionen Pfund (umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro).

Maradona, der 2020 im Alter von 60 Jahren starb, hatte später angegeben, der Ball sei „ein bisschen mit dem Kopf Maradonas und ein bisschen mit der Hand Gottes“ vorbei an Schlussmann Peter Shilton ins Tor gegangen. Dieses Tor und ein weiterer Treffer Maradonas, der später zum besten Tor der WM-Geschichte gewählt wurde, sicherten den Argentiniern das Weiterkommen. Der nur 1,65 Meter große Maradona war mit dem Ball aus der eigenen Hälfte bis vor das gegnerische Tor gedribbelt, hatte dabei mehrere Engländer ausgespielt und dann zum 2:0 vollendet.

Der Unparteiische aus Tunesien rechtfertigte seinen damaligen Fehler damit, dass ihm beim ersten Tor die Spieler die Sicht verdeckten. „Ich schaute zum Linienrichter für eine Bestätigung, dass das Tor gültig ist - er lief zurück zur Mittellinie und zeigte damit an, dass er überzeugt war, dass das Tor gültig sei“, sagte Nasser vor der Auktion. Er hoffe, der Käufer werde den Ball in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machen, fügte der Schiedsrichter hinzu.

Das Trikot, das Maradona in dem Spiel trug, war in diesem Jahr bereits für 7,1 Millionen Pfund (etwa 8,4 Millionen Euro) versteigert worden. Rund vier Jahre vor dem WM-Viertelfinale in Mexiko-Stadt befanden sich Großbritannien und Argentinien im nicht erklärten Krieg um die Falkland-Inseln, den die Briten für sich entschieden. dpa

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