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Spott und Häme für ter Stegen: „Er könnte nicht mal ein Taxi stoppen“

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Von: Marius Epp

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Marc-André ter Stegen in Aktion.
Marc-André ter Stegen musste gegen die Bayern dreimal hinter sich greifen. © Philippe Ruiz/imago

Marc-André ter Stegen machte bei der Niederlage seines FC Barcelona gegen den FC Bayern keine glückliche Figur - jetzt bekommt er einiges ab.

München - Die Zeit von Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona hätte nicht besser beginnen können. Im Nu eroberte er die Herzen der Fans, nicht wenige hielten ihn wegen seiner durchweg starken Leistungen für den besten Torhüter der Welt. Als Jogi Löw Manuel Neuer einst den Vorzug gab, war der Aufschrei groß.

Mittlerweile hat sich der Wind gedreht - ter Stegen bekommt zu spüren, dass der Weg vom Helden zum Buhmann erstaunlich kurz ist. Seit dieser Saison verwandelte sich der einst so sichere Rückhalt zum wackelnden Unsicherheitsfaktor. Starke Paraden zeigt er immer noch, doch die Patzer werden regelmäßiger.

FC Bayern - Barcelona: Ter Stegen bekommt volle Breitseite

Es scheint, als ließe sich der DFB-Star von der unruhigen Umgebung in Barcelona verunsichern, die sportliche Talfahrt macht sich auch bei ihm bemerkbar. Gegen den FC Bayern sah er - wie seine Teamkollegen - nicht gut aus. Leroy Sanés Schuss hatte zwar mächtig Dampf und eine unangenehme Flugkurve, ein Weltklasse-Keeper wie ter Stegen muss ihn aber halten. Letztlich schlug die Kugel recht zentral im Gehäuse ein.

Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit zeigt der Ex-Gladbacher Schwächen. „Ter Stegen ist schon lange nur noch ein Schatten seiner besten Version“, urteilte die spanische Zeitung Sport. Der Mundo Deportivo sprach von einem „grotesken Gegentor“ und meinte damit das 2:0 von Leroy Sané.

Video: Auf diese Gegner könnte der FC Bayern treffen

Marc-André ter Stegen nach Niederlage gegen FC Bayern heftig kritisiert

Auf die Spitze trieb es die Marca. Sie bezeichnete den Deutschen als „Marc-André ter Statue“ und hielt sich mit Spott nicht zurück: „Er hat mit dem Wunderkeeper der letzten Jahre nichts zu tun. In diesem Jahr würde er nicht einmal ein Taxi stoppen.“ Auch das seriösere Blatt El Pais unterstellte ihm „fehlende Konstanz und Stabilität“. Er stünde sinnbildlich für die fragile Barca-Mannschaft und habe beim 2:0 „Angst vor dem Ball“ gehabt.

Einer ist angesichts der Talfahrt des FC Barcelona am wenigsten zu beneiden: Trainer Xavi hat viele Baustellen gleichzeitig zu beackern und zudem einen Kader, dessen Qualität meilenweit von den besten Zeiten entfernt ist. Er verneigte sich vor dem FC Bayern. (epp)

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