Der Co-Trainer von Jogi Löw

Die sportliche Karriere von Marcus Sorg bis in den Trainerstab der Nationalmannschaft

Nordirland - Deutschland im Windsor Park Stadion. Assistenztrainer Marcus Sorg aus Deutschland steht am Spielfeldrand
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DFB Co-Trainer Marcus Sorg

Marcus Sorgs Karriere vom Fußballplatz zum Trainer.

  • Sportliche Erfolge blieben in den Jahren als aktiver Offensivspieler lange aus
  • Am Anfang seiner Trainerkarriere konnte er sich bei keinem Verein fest etablieren
  • Erst mit dem Wechsel zum Erstligisten FC Freiburg kam der berufliche Erfolg

Frankfurt – Der gebürtige Ulmer Marcus Sorg (*24.12.1965) begann bereits im Alter von 6 Jahren mit dem Fußballspielen. Mit 12 Jahren wechselte Sorg zum SSV Ulm 1846. Er blieb dem Verein 10 Jahre treu, durchlief die Jugendmannschaften und konnte mit den Herren in der Saison 1984/85 sogar in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Den Hauptteil seiner Karriere bestritt Sorg im Amateurbereich. Richtig etablieren konnte sich Marcus Sorg anfangs weder auf dem Feld noch später auf der Trainerbank. Erst mit dem Wechsel zum SC Freiburg und der Übernahme des Trainerstabes für den U17-Kader im Jahr 2008 stellte sich Erfolg ein. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Bayern München II wurde Marcus Sorg vom Bundestrainer in den Trainerkader der deutschen Nationalmannschaft berufen. Seitdem steht er dort Joachim Löw (*03.02.1960) als Co-Trainer zur Seite. Der DFB e.V. hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.

Marcus Sorgs Laufbahn als Fußballspieler ist geprägt von vielen Vereinswechseln

Nachdem Sorg sich in den Jugendabteilungen des SSV Ulm 1846 beweisen konnte, wurde er 1987 im Alter von 19 Jahren in die Herrenmannschaft der Ulmer befördert. Als der SSV in der Saison 1984/85 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, wurde Marcus Sorg in den darauffolgenden 34 Spielen siebenmal eingesetzt. Am 18. Mai 1985 gelang dem schnellen Offensivspieler sein erstes Tor im Profibereich.

Sorg wechselte 1987 zu den Amateuren des VfB Stuttgart. Doch es blieben die sportlichen Erfolge aus. Einige Jahre später unterzeichnete Marcus Sorg einen neuen Vertrag beim Ligakonkurrenten TSF Ditzingen. 1996 folgte ein weiterer Wechsel zum VfR Mannheim, sowie 1997 die Rückkehr zum TSF Ditzingen. Dort beendete Marcus Sorg im Jahr 1999 seine aktive Spielerlaufbahn.

Marcus Sorg hatte am Anfang seiner Trainerkarriere so einige Probleme

Kurz nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn als Spieler begann Marcus Sorg im Sommer 1999 einen neuen Job. Bei den SV Stuttgarter Kickers fungierte er als Trainer der zweiten Mannschaft und belegte gleichzeitig den Posten des Assistenten unter Wolfgang Wolf (*27.09.1957). Als im Jahr 2001 der neue Cheftrainer Rainer Zobel (*03.11.1948) wegen schlechter Mannschaftsleistung entlassen wurde, rückte Marcus Sorg nach. Doch der sportliche Erfolg blieb wieder einmal aus. Der vorherige Aufstiegskandidat fand sich relativ schnell im hinteren Mittelfeld wieder. Nach einer desaströsen Niederlage gegen Bayern München II wurde Sorg am 09. März 2003 schlussendlich entlassen.

Anfang 2004 unterschrieb Sorg einen neuen Vertrag beim TSF Ditzingen. Mit dem abstiegsbedrohten Verein schaffte er den Klassenerhalt. Im Folgejahr wechselte Sorg zu dem Heidenheimer SB. Doch nach fünf Monaten kündigte er seinen Vertrag, und wechselte zurück zum SSV Ulm 1846. Nachdem der angestrebte Klassenaufstieg mehrfach nicht erreicht werden konnte, wurde sein Vertrag am 04. September 2007 schlussendlich aufgelöst.

Marcus Sorg findet eine neue Heimat und einen neuen Posten beim FC Freiburg

Im Jahr 2008 wurde Marcus Sorg mit dem Amt des Trainers der U17-Mannschaft des SC Freiburg betraut. Zusammen mit dem Co-Trainer Uwe Staib (*22.01.1964) schaffte er es, die vom Abstieg bedrohte Mannschaft zu stabilisieren. In den darauffolgenden Jahren konnte er die Leistungsfähigkeit der Mannschaft bestätigen. Sein Team schloss die Fußballsaison 2009/2010 als Tabellendritter ab.

Im März 2011 zeichnet sich ein Karrieresprung in Marcus Sorgs Laufbahn ab. Der SC Freiburg betraute ihn am 01. Juli 2011 mit dem Posten des Trainers der 1. Mannschaft. Ein Jahr später wechselt der Bundesligatrainer Sorg zur U17-Mannschaft von Bayern München. Im Folgejahr übernahm er die U19-Nationalmannschaft. Mit dieser erringt Sorg 2014 den angestrebten Europameistertitel. Seitdem ist Marcus Sorg fester Bestandteil des Leitstabs der deutschen Nationalmannschaft. Aktuell steht Sorg dem Trainer der Nationalmannschaft als Assistent zur Seite. Im Team genießt er eine gute Stellung. Zu seinem Geburtstag an Heiligabend gratulierte „Die Mannschaft“ Marcus Sorg herzlich.

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