Beide Jobs nicht vereinbar

Nach nur drei Monaten! Sky-Experte hört auf - Der Schritt kommt nicht sehr überraschend

Ein Kameramann bei einem Fußballspiel bei der Arbeit.
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Der Pay-TV-Sender Sky verliert einen Experten: Martin Schmidt verschlägt es wieder in das operative Fußballgeschäft.

Martin Schmidt tauscht seinen Job als Sky-Experte nach nur drei Monaten wieder ein. Er heuert stattdessen bei einem angeschlagenen Bundesligisten an.

Mainz/Unterföhring - Wenn ein Herzensverein ruft, muss man nicht lange überlegen: Martin Schmidt kehrt zum 1. FSV Mainz 05 zurück, wo er drei Jahre als Trainer an der Seitenlinie stand. Dafür gibt er seinen Job als TV-Experte bei Sky auf, den er erst vor etwas mehr als drei Monaten angetreten hatte.

Sky: Experte Martin Schmidt hört auf und übernimmt bei Mainz

Der Schweizer wird beim Tabellenvorletzten neuer Sportdirektor. Nach dem schlechten Saisonstart mit nur sechs Punkten aus 13 Spielen befinden sich die Mainzer in der Krise. Vor wenigen Tagen wurde Trainer Jan-Moritz Lichte entlassen, sein Nachfolger soll mit dem Ex-Spieler Bo Svensson bereits feststehen. Zudem musste Sportdirektor Rouwen Schröder seinen Hut nehmen - jetzt eilt Schmidt zur Rettung. Gemeinsam mit Svensson soll er den drohenden Abstieg verhindern.

Für das Fernsehen ist deshalb keine Zeit mehr. Sky gab die Trennung gegenüber t-online bekannt: „Martin Schmidt wird nach seinem Amtsantritt als Sportdirektor von Mainz 05 ab sofort nicht mehr als Experte für Sky tätig sein. Wir danken ihm für die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und wünschen ihm alles Gute für die neue Aufgabe“, erklärte ein Sprecher des Senders.

Martin Schmidt wird Sportdirektor bei Mainz 05 - auch Heidel kehrt zurück

Ob ein Nachfolger engagiert wird, steht noch nicht fest. Man befinde sich deswegen noch in Planung, heißt es vom Pay-TV-Anbieter. Neben Schmidt wurden auch die ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo und Benedikt Höwedes als Experten angekündigt.

Mainz 05 will dagegen zurück zu den Wurzeln. Als Vorstand kehrte Christian Heidel zurück, gut bekannt mit Martin Schmidt. Heidel freut sich auf die Zusammenarbeit und sagt über Schmidt: „Er hat Feuer gefangen. Ich habe gespürt, das ist was für ihn“. Nach einem Telefonat sei alles klar gewesen. „Ich habe Mainz vieles zu verdanken und bin froh, dass ich in anderer Rolle hier sein darf“, so Schmidt bei seiner Vorstellung. Am Sonntag wartet gleich mal der FC Bayern. (epp)

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