1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Tecklenburg? Von wem Martina Voss-Tecklenburg ihren Doppelnamen hat: Privates zur Bundestrainerin

Erstellt:

Kommentare

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg
Martina Voss-Tecklenburg ist Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. © IMAGO / regios24

Als Spielerin hat Martina Voss-Tecklenburg eine erfolgreiche Karriere hinter sich. Woher hat sie eigentlich ihren Doppelnamen? Wissenswertes zur Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

München – Die am 22. Dezember 1967 in Duisburg geborene Martina Voss ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und Fußballtrainerin, die seit 2018 (als Nachfolgerin von Horst Hrubesch) Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist. Das von ihr geführte DFB-Team gilt bei der Frauen-EM 2022 (6. bis 31. Juli 2022) in England zum Kreis der Favoritinnen. In der Gruppe B trifft Deutschland auf Dänemark, Spanien und Finnland. Am 1. Oktober 2009 heiratete sie den Bauunternehmer Hermann Tecklenburg, damals Vorstandsmitglied von Fortuna Düsseldorf und führt seit ihrer Hochzeit den Doppelnamen Voss-Tecklenburg.

Martina Voss-Tecklenburg mit Ehemann
Fans von Fußball und Heißgetränken: Martina Voss-Tecklenburg mit Ehemann Hermann beim DFB-Pokalendspiel 2018. © Thomas Thienel/Imago
Martina Voss-TecklenburgDeutsche Fußballtrainerin
Geburtstag22. Dezember 1967
GeburtsortDuisburg
StationDeutsche Frauen-Nationalmannschaft (2018 bis heute)

Martina Voss-Tecklenburg: Kindheit der heutigen Trainerin

Martina Voss-Tecklenburg wuchs zusammen mit vier Geschwistern in einer Duisburger Arbeiterfamilie auf, war 15 Jahre lang alleinerziehende Mutter. In einem Interview mit dem Online-Magazin www.niederrhein-edition.de erinnert sie sich: „Mein Vater hat bei Thyssen in Wechselschicht gearbeitet und sich dazu noch etwas in einer Gärtnerei verdient. Und Mama hat neben der Erziehung noch in einem Kindergarten geputzt.“ Fußball war für Martina Voss-Tecklenburg von Anfang an ihre große Leidenschaft: Als etwa Fünfjährige kletterte sie in der Nähe des Elternhauses über den Zaun eines Bolzplatzes, um mit den Nachbarskindern Fußball zu spielen. „Vor allem meine Mutter durfte davon nichts mitbekommen. Sie sagte immer: ‚Das ist nichts für Dich, du bist zu zart und zu klein.‘“ Davon ließ sich Martina Voss-Tecklenburg allerdings nicht aufhalten: Ihr erster Fußballverein war der DJK Lösort Meiderich 1921 e. V., in dem sie bis zur D- sie mit Jungen spielte, wechselte dann nach dem Abitur zur Mädchenmannschaft nach Duisburg. Ihre Stationen als Spielerin:

Martina Voss-Tecklenburg: Karriere als Spielerin

Als gerade einmal 15-Jährige gewann sie mit dem KBC Duisburg den DFB-Pokal. Weitere wichtige Sprossen der Karriereleiter: Mit 16 gab sie ihr Debüt in der Nationalmannschaft, mit 17 wurde sie Deutsche Meisterin und mit 21 trug sie maßgeblich dazu bei, dass Deutschland 1989 erstmalig den EM-Titel bei den Frauen erringen konnte. Als Spielerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft absolvierte sie insgesamt 125 Länderspiele, in denen sie 27 Tore erzielte. Mit dem KBC Duisburg feierte sie 1985 ihre erste Deutsche Meisterschaft, der 1990, 1991, 1992 und 1994 mit dem TSV Siegen sowie 2000 mit dem FCR Duisburg fünf weitere folgten. Viermal gewann sie zudem den DFB-Pokal der Frauen, 1983 und 1989 mit dem KBC Duisburg, 1993 mit dem TSV Siegen sowie 1998 mit dem FCR Duisburg. 1996 und 2000 wurde sie zu Deutschlands „Fußballerin des Jahres“ gewählt.

Martina Voss-Tecklenburg: Größte Erfolge als Spielerin

Martina Voss-Tecklenburg: Karriere als Trainerin

Nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn als Spielerin 2003 arbeitete Martin Voss-Tecklenburg als Teammanagerin beim Oberligisten SV Straelen und war von 2003 bis 2008 als Verbandssportlehrerin beim Fußballverband Niederrhein tätig. 2008 wechselte sie auf die Bank des FCR Duisburg, mit dem sie 2009 und 2010 den DFB-Pokal sowie 2009 auch den UEFA-Pokal der Frauen gewann. In der Saison 2011/2012 betreute sie den Allianz Frauen-Bundesligisten FF USV Jena, ehe sie 2012 die Position der Schweizer Nationaltrainerin übernahm. Mit den Schweizerinnen qualifizierte sie sich erstmals in der Geschichte des Schweizer Frauenfußballs 2015 für die Weltmeisterschaft sowie 2017 für die Europameisterschaft. Bis 2017 war sie zudem Leiterin der Nachwuchsakademie des Schweizer Fußballverbandes. Am 30. November 2018 übernahm sie den Posten der Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft von Horst Hrubesch.

Martina Voss-Tecklenburg: Größte Erfolge als Trainerin im Überblick

Martina Voss-Tecklenburg: Privatleben der DFB-Trainerin

Am 1. Oktober 2009 heiratete sie den Bauunternehmer Hermann Tecklenburg, damals Vorstandsmitglied von Fortuna Düsseldorf, und lebt heute mit ihm in Straelen. Trauzeuge bei der Hochzeit war der ehemalige Fußballmanager Rainer Calmund. Aus einer früheren Beziehung hat sie eine Tochter. Weitere Aktivitäten:

Auch interessant

Kommentare