Dortmund verliert in Berlin

Im Video: Hummels drischt vor Interview mit Faust auf Werbebanner und nimmt kein Blatt vor den Mund

Borussia Dortmund verliert gegen Union Berlin und rutscht in der Tabelle immer tiefer. Vize-Kapitän Mats Hummels rastet nach dem Spiel komplett aus.

Berlin - Bei Borussia Dortmund will im Moment kaum etwas funktionieren. Anstatt mit dem FC Bayern um die Meisterschaft in der Bundesliga zu kämpfen, muss der BVB darauf achten überhaupt auf einem internationalen Platz in der Tabelle zu bleiben. Nach der 1:5-Blamage gegen den VfB Stuttgart wurde der umstrittene Trainer Lucien Favre nach knapp zweieinhalb Jahren entlassen.

Borussia Dortmund: Favre-Nachfolger Terzic bringt Erfolg nicht zurück

Mit Favre-Nachfolger Edin Terzic sollten beim taumelnden Riesen eigentlich wieder die Erfolge zurückkehren. Mit einem knappen 2:1-Sieg in seinem ersten Spiel gegen Werder Bremen ging es zwar gut los. Doch an diesem Freitag, den 18. Dezember, folgte die nächste bittere Niederlage gegen Union Berlin. Das Team von Coach Urs Fischer zeigt diese Saison ansehnlichen Offensiv-Fußball und liegt nach dem 2:1-Sieg mit nur einem Punkt weniger als der BVB auf Platz 5. Dortmunds Abstand zur Tabellenspitze kann unterdessen am Samstag nochmal größer werden. Der BVB droht den Anschluss endgültig zu verlieren.

Mats Hummels rastet nach BVB-Niederlage komplett aus - Aktion im Video

Schon fünf Mal mussten die Dortmunder in den ersten 13 Spielen den Platz als Verlierer verlassen. Vize-Kapitän Mats Hummels war nach dem Spiel sichtlich angefressen. Auf Twitter ist in einem Video zu sehen, wie er am Weg zum Interview mit Dazn wütend gegen die Sponsorenwand schlägt. „Ganz ruhig Mats“ kommentiert der User sein Video.

Mats Hummels wettert gegen eigenes Team: „Wir hauen uns selber in die Pfanne“

Während dem Interview versuchte der ehemalige Nationalspieler die Contenance zu behalten, sein Zorn war ihm aber weiterhin anzumerken: „Unter anderem die Standards, in der ersten Halbzeit haben wir auch durch zwei große Fehler Chancen hergegeben. Aber es hat auch damit zu tun, wie sehr man einen Sieg will, wenn man wie gegen Köln erneut ein Spiel hergibt“, kommentiert er die Niederlage und wettert dann gegen das eigene Team: „Für mich unbegreiflich, wie das passieren kann, ehrlich gesagt. Wir hauen uns selber in die Pfanne, wir sind selber für die Niederlagen verantwortlich.“

Es dürfe nicht passieren, dass der beste Kopfballspieler der gegnerischen Mannschaft ohne Gegner bei einer Ecke im Zentrum steht. „Das ist unverzeihbar. Wir haben jetzt zwei Spiele durch Standardgegentore abgegeben, das ist eine Katastrophe,“ fasste Hummels zusammen.

Seinen neuen Trainer Edin Terzic lobte Hummels allerdings und sah auch eine Veränderung in der Mannschaft: „Wir haben mehr Spirit auf dem Platz. Wir wollen, wir geben Gas, wir machen noch nicht alles richtig, können ohne Trainingseinheiten aber auch noch nicht alles rausbringen.“

BVB-Talent Moukoko jüngster Bundesliga-Torschützen der Geschichte - Schwacher Trost für Hummels

Der einzige Lichtblick beim BVB ist derzeit der 16-jährige Youssoufa Moukoko, der erst kürzlich sein Debüt in der Bundesliga gab. Gegen Union erzielte er den zwischenzeitlichen Ausgleich und avancierte damit im Alter von 16 Jahren und 28 Tagen zum jüngsten Bundesliga-Torschützen der Geschichte.

Das junge Talent konnte sich über lobende Worte von Mitspieler Mats Hummels freuen: „Er hat viele gute Sachen gemacht, vorher den Pfosten getroffen. Es war sein stärkstes Spiel bisher und es ist auch beruhigend, dass er ein bisschen Anlaufzeit braucht und nicht mit 16 jeden Bundesligaverteidiger austanzt. Er ist ein richtig guter Junge. Wir freuen uns, dass er getroffen hat.“ Über das verlorene Spiel konnte ihn die Leistung seines Kollegen aber nicht hinwegtrösten: „Aber wir haben verloren, das bringt uns wenig.“ (md)

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