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Twitter-Shitstorm nach Hummels-Rot: Ex-Bayern-Stürmer witzelt - „Hat ne Tüte geraucht“

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Von: Patrick Mayer

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Nach der Roten Karte gegen BVB-Star Mats Hummels in der Champions League überschlagen sich bei Twitter die Social-Media-Reaktionen. Schiedsrichter Michael Oliver wird jedoch nicht nur kritisiert.

München/Dortmund - Diese Entscheidung will Borussia Dortmund nicht auf sich sitzen lassen. Nach der höchst umstrittenen Roten Karte gegen Mats Hummels im Champions-League-Spiel des BVB gegen Ajax Amsterdam (1:3) wollen die Westfalen beim europäischen Fußballverband UEFA Einspruch gegen den Platzverweis durch Schiedsrichter Michael Oliver einlegen.

„Das ist eine totale Ungerechtigkeit, wir fühlen uns durch den Spielausgang genug bestraft“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem SID: „Wir appellieren an den Gerechtigkeitssinn der UEFA, ein Zeichen zu setzen und den Spieler nicht auch noch zu bestrafen.“ Schon während des Spiels in der Königsklasse hatte Ex-Bayern-Profi und DAZN-Experte Sandro Wagner nach dem Foul an Ajax-Brasilianer Antony gewettert: „Keine Rote Karte. Niemals Rote Karte. Das ist ja lächerlich.“

Rote Karte gegen Mats Hummels (BVB): Borussia Dortmund beschwert sich über Schiri Michael Oliver

Nach der neuerlichen Niederlage gegen den niederländischen Serienmeister wurde Hummels bei DAZN selbst deutlich. „Ich habe keine Ahnung, wie man Rot geben kann. Ich habe keine Ahnung, wie man als Schiedsrichter – auf angeblichem Champions-League-Niveau – da Rot geben kann“, sagte der Weltmeister im Interview: „Ich dachte, er muss mir Gelb geben, dass er nicht ganz doof dasteht. Danach war ich sprachlos. Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden, das weiß er auch. Da hat der Schiedsrichter ins Klo gegriffen.“ Damit nicht genug: Die polarisierende Szene blieb freilich auch bei Social Media nicht unkommentiert.

Neben Wagner ergriff mit Lukas Podolski ein weiterer Ex-Nationalspieler Partei für Hummels. „VAR hat ne Tüte geraucht ...“, schrieb der einstige Bundesliga-Stürmer (1. FC Köln, FC Bayern München) unter einen Tweet der BILD.

Auf seinem eigenen Twitter-Account kommentierte „Poldi“ offenbar noch während des Spiels: „VAR s ... again! Never red for Hummels.“ Mit VAR ist freilich der Videoschiedsrichter gemeint, der sich zwar einschaltete - einzig, Referee Oliver nahm auf dem Platz die Rote Karte nicht zurück. Unklar ist, ob Oliver es ablehnte, an den Monitor zu gehen. Oder, ob der VAR keine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen erkannte.

Redebedarf: BVB-Star Mats Hummels (Mi.) und Schiedsrichter Michael Oliver (li.).
Redebedarf: BVB-Star Mats Hummels (Mi.) und Schiedsrichter Michael Oliver (li.). © Ina Fassbender / AFP

Podolski war mit seinem Unverständnis auf Twitter indes nicht alleine. „Michael Oliver ist nur da draußen, um schreckliche Entscheidungen zu treffen ... Hummels hat Besseres verdient. Wie um alles in der Welt darf er (Oliver, d. Red.) ein so hochkarätiges Match leiten, Uefa?“, motzte ein User. Ein anderer Nutzer kommentierte: „Gibt dem Ajax-Spieler Gelb für Schauspielerei! Lächerlich sowas! Niemals Rot für Hummels.“

Rote Karte gegen Mats Hummels (BVB): Twitter-User wegen Schiri und VAR außer sich - aber nicht alle

Ein weiteres Posting lautete: „Da hat die schauspielerische Einlage des Gegenspielers die Entscheidung des Schiedsrichters wohl stark beeinflusst.“ Ein anderer User postete schlicht: „Im Leben kein Rot.“

Aber: Es gab in der Social-Media-Gemeinde auch Fans, die die Rote Karte nachvollziehen konnten - und dies begründeten: „Eine Sekunde zu spät. Durchgestrecktes Bein. Null Chance auf den Ball. Nimmt die Verletzung des Gegenspielers in Kauf. Rot hart, regeltechnisch aber absolut vertretbar“, meinte beispielsweise ein Twitter-User. Der Platzverweis gegen BVB-Abwehrchef Mats Hummels - das Thema dürfte rund um Borussia Dortmund noch länger polarisieren. (pm)

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