Matthäus: "Einige finde ich auch sehr hübsch"

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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus stand dem Thema Frauenfußball lange skeptisch gegenüber - mittlerweile sieht er dessen Entwicklung jedoch positiv.

München - Vier Wochen vor dem Eröffnungsspiel der Frauen-WM in Deutschland hat Lothar Matthäus sich zum Thema Damenfußball und deren Entwicklung geäußert - mit Seitenhieb auf Bundestrainerin Silvia Neid.

indirekt über die Fußballkünste der früheren Nationalspielerin und heutigen Bundestrainerin Silvia Neid gelästert. „Vor 20 Jahren sind die Frauen noch über den Ball gefallen und gestolpert. Das hatte mit Fußball wenig zu tun“, sagte der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän in einem Focus-Interview.

Der Kader steht! So schön sind unsere WM-Träume

Mit einer Mischung aus Routine und jugendlichem Elan will Trainerin Silvia Neid die deutschen Fußballerinnen zum WM-Titel-Hattrick führen. Der Kader zum Durchklicken: © Getty
TOR: Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt/32 Jahre/94 Länderspiele/0 Tore): Zweimalige Weltmeisterin. Als Nummer 1 unumstritten. 2007 in China kassierte sie kein Tor - Rekord. © Getty
Ursula Holl (FCR Duisburg/28/5/0): Verlässliche Angerer-Vertreterin. Hatte zuletzt Rückenprobleme; aber klare Nummer zwei. © Getty
Almuth Schult (Magdeburger FFC/20/0/0): Sie holte mit den deutschen U 20-Frauen im vorigen Sommer den WM-Titel. Erhält einen “Schnupperkurs“ und ist die Einzige ohne A-Länderspiel. © Getty
ABWEHR: Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt/28/37/0): Die Innenverteidigerin war schon bei der WM 2007 dabei. Inzwischen zur Stammkraft gereift. © Getty
Babett Peter (Turbine Potsdam/22/47/1): Zuverlässige Außenverteidigerin mit WM- und EM-Erfahrung. Kann auf beiden Seiten spielen - nicht aus dem Team wegzudenken. © Getty
Annike Krahn (FCR Duisburg/25/62/4): Kompromisslose Innenverteidigerin. Nach Kreuzbandriss im August 2010 noch mit Trainingsrückstand und ohne Spielpraxis. Wenn sie fit ist, gesetzt. © Getty
Linda Bresonik (FCR Duisburg/27/62/5): Super-Technikerin, die wohl flexibelste Spielerin im Kader. Kann in der Abwehr und im Mittelfeld jede Position spielen. Hatte Knieprobleme, ist aber unverzichtbar. © Getty
Bianca Schmidt (Turbine Potsdam/21/14/0): Die Rechtsverteidigerin gehörte schon beim EM-Gewinn 2009 in Finnland zum Kader. Gewann im Vorjahr ebenfalls den U 20-WM-Titel. © Getty
Lena Goeßling (Bad Neuenahr/25/19/0): U 19-Weltmeisterin 2004, eigentlich im Mittelfeld zu Hause; sprang zuletzt für Krahn in der Innenverteidigung ein. © Getty
Verena Faißt (VfL Wolfsburg/21/2/0): Die Linksverteidigerin hat sich im letzten Jahr gut entwickelt. Ihr gehört die Zukunft. © Getty
MITTELFELD: Simone Laudehr (FCR Duisburg/24/37/7): Die gebürtige Regensburgerin ist neben Kulig erste Wahl im defensiven Mittelfeld. Kann auch auf den Flügeln spielen. Die Weltmeisterin scheut keinen Zweikampf. © Getty
Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt/25/61/17): Kann auf beiden Flügeln offensiv spielen, gefährliche Distanzschützin und Flankengeberin. © Getty
Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr/22/51/7): Dribbelstark und zielstrebig. Idealer Joker, wenn es vorn mal nicht läuft. Kann beide offensiven Außenpositionen spielen. © Getty
Kim Kulig (Hamburger SV/20/20/3): Die Europameisterin und U 20-Weltmeisterin spielt auf der “Sechs“. Sehr präsent, gute Freistoß- und Distanzschützin. Wechselt im Sommer nach Frankfurt. © Getty
Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt/31/169/10): Berliner Frohnatur, kämpfte sich nach Knieverletzung wieder heran. Früher als Innenverteidigerin gesetzt, zuletzt im Mittelfeld. Will zum Abschluss ihrer Karriere den dritten WM-Coup nicht verpassen. © Getty
Mittelfeld: Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt/31/122/41): Zweimalige Weltmeisterin. Seit Jahren Stammspielerin auf der rechten Offensivseite und sehr torgefährlich.  © Getty
Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam/22/43/8): Dribbelkünstlerin und begehrter Werbestar. Ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum, kommt meist über die linke Seite. © Getty
ANGRIFF: Inka Grings (FCR Duisburg/32/87/61): Stürmerin mit eingebautem Torinstinkt. Unverzichtbar im Angriffzentrum. Trickreich, schnell und eiskalt im Abschluss. Zudem kopfballstark. © Getty
Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt/33/208/128): Rekordnationalspielerin und Leitfigur. Hält fast alle Bestmarken. Will ihre einmalige internationale Fußball-Karriere mit dem dritten WM-Titel beenden. © Getty
Martina Müller (VfL Wolfsburg/30/89/30): Fast nie in der Startelf, aber der “Torjoker“ schlechthin. Erfahren, laufstark und eiskalt im Abschluss. War schon bei den WM-Erfolgen 2003 und 2007 dabei. © Getty
Alexandra Popp (FCR Duisburg/19/8/4): Star der U 20-WM als beste Spielerin und beste Torschützin (10 Treffer). Druckvoll, präsent, durchsetzungsstark. Im DFB-Team meist links offensiv eingesetzt. © Getty

Neid sowie auch Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen gehörten 1991 zum DFB-Team, das in Dänemark Europameister wurde und bei der Weltmeisterschaft in China den vierten Platz belegte. Mittlerweile aber, so der 50 Jahre alte DFB-Ehrenspielführer weiter, „spielen die Spielerinnen einen technisch und taktisch sauberen Fußball. Einige finde ich auch sehr hübsch.“ Bei der WM werde er live dabei sein, „sofern es sich bei mir zeitlich einrichten lässt“, sagte Matthäus.

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