Ex-Nationalspieler glaubt nicht an Comeback

„Meinung genauso festgefahren wie bei Löw“: Ex-DFB-Stürmer poltert gegen Hansi Flick

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Max Kruse (l.) bei einem seiner 14 Länderspiele für den DFB im März 2015.

Unter Bundestrainer Hansi Flick erhoffen sich vielen Fans Veränderungen, auch personelle. Ein ehemaliger Nationalspieler schließt aber seine Rückkehr aus - wegen Flick.

Berlin - Bei Max Kruse und Union Berlin läuft es auch in dieser Saison rund, aktuell rangiert er mit seinen Hauptstädtern auf Platz acht. Der 33-Jährige ist seit letztem Sommer ein Köpenicker und spielte sich mit starken Leistungen und vielen Toren in den Fokus. So kam der DFB angesichts der Olympia-Auswahl* im Sommer wieder auf Kruse zurück. Doch eine Rückkehr in die A-Nationalmannschaft ist dem mehrfach ausgebootetem Stürmer zufolge nahezu aussichtslos, scheinbar auch aufgrund der Meinung von Hansi Flick.

Max Kruse: Ex-Nationalspieler glaubt nicht an Comeback unter Flick - „Ich bin mir zu 99 Prozent sicher“

Im Tokio kam Kruse bei den drei Gruppenspielen der deutschen Olympia*-Auswahl zum Einsatz und bereitete beim einzigen Sieg über Saudi-Arabien einen Treffer vor. Der Union-Profi bezeichnete die Japan-Reise in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „einmaliges Erlebnis, das nicht sehr vielen Spielern zuteilwird“. Der 14-fache Nationalspieler sieht trotz seiner jüngsten Erlebnisse mit dem DFB* aber kaum eine Chance auf ein Comeback unter Bundestrainer Hansi Flick.

„Ich bin mir zu 99 Prozent sicher, dass ich keine Einladung mehr erhalte“, meinte Kruse. „Hansi Flick gehörte ja schon zum Trainerstab unter Jogi Löw, von daher ist seine Meinung wahrscheinlich genauso festgefahren wie damals bei Löw. Damit habe ich mich abgefunden. Wenn meine Qualitäten noch gefragt wären, wäre ich gerne noch dabei, aber ich rechne jetzt nicht damit“, so der Norddeutsche.

Max Kruse: Zweimal flog der Union-Stürmer aus der Nationalmannschaft - „Für mich ist das abgeschlossen“

Tatsächlich hatte Joachim Löw wohl kein derart positives Bild von seinem Stürmer, so strich er ihn erstmals vor der WM 2014 aus dem Kader. Der Grund war wohl ein verbotener Damenbesuch auf dem Mannschaftshotel. Kruse kämpfte sich zwar zurück in die Nationalelf, wurde jedoch 2016 erneut rausgeworfen*. Bei seiner 28. Geburtstagsfeier war der damalige Wolfsburger mit einer Reporterin aneinandergeraten, dabei ging es um Fotos auf dem Handy der Frau. Als kurze Zeit später skurrile Videos und Sprachnachrichten des Skandal-Profis* auftauchten, war das Thema Nationalmannschaft* gegessen.

Seine Ausbootung hat er inzwischen verkraftet. „Nicht bei der WM mit dabei zu sein, tat schon weh. Auch, weil ich dann ja Weltmeister geworden wäre. Das hat mich einige Tage beschäftigt. Aber das liegt nun schon so lange zurück, für mich ist das abgeschlossen“, meint Kruse im Nachhinein. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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