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McClaren: Haarfön-Behandlung wie bei Ferguson

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Steve McClaren. © dpa

Wolfsburg - Steve McClaren hat die Dominanz von Dieter Hoeneß für sein Scheitern beim Bundesligisten VfL Wolfsburg mitverantwortlich gemacht und zudem Eingewöhnungsprobleme eingestanden.

 „Wenn du im Ausland arbeitest, musst du dich anpassen. Ich will ehrlich sein: In diesem Fall fand ich das schwierig“, sagte der englische Trainer der Tageszeitung The Times.

Der ehemalige Teammanager der englischen

Nationalmannschaft

sprach vor allem die Arbeitsteilung mit

Manager

Hoeneß an. McClaren war es aus seiner

Zeit

in der Premier League gewohnt, als Teammanager die

Mannschaft

nicht nur zu trainieren, sondern auch eigenständig für die Kader-Zusammenstellung zuständig zu sein.

In Wolfsburg sei Hoeneß nicht nur für Verpflichtungen neuer Spieler verantwortlich, sondern auch in die tägliche Arbeit involviert. Er habe an jeder Mannschaftssitzung teilgenommen und sei bei Pflichtspielen in der Halbzeitpause mit in der Kabine gewesen. „Ich kann verstehen, warum deutsche Vereine denken, dass dieses zweigliedrige Führungsmodell erfolgreich ist. Die Spieler werden nach einer Langzeitstrategie verpflichtet. Wenn der Trainer plötzlich weg ist, dann bedeutet das nicht, dass es damit auch automatisch zu einem Umbruch in der Mannschaft kommen muss. Mir war vorher klar, auf was für Strukturen ich in Wolfsburg treffen würde. Und man könnte sagen, es war mein Fehler, dass ich mich nicht entsprechend anpassen konnte“, sagte McClaren.

Diese Begabungen hätten die 36 Bundesliga-Trainer gerne

Sein

Abgang

beim VfL war nach dem 0:1 in

Hannover

laut und dürfte einigen der

Spieler

in

Erinnerung

bleiben, vermutet McClaren: „Das war für die vielleicht ein Kulturschock. Sie haben eine Ansprache in guter alter

Tradition

von Alex Fergusons Haarfön-Behandlung bekommen. Und zwar auf höchster Stufe. Einige von denen, die es getroffen hat, erholen sich wahrscheinlich immer noch davon.“

Der Abschied aus der Bundesliga hinterlässt bei McClaren keine Verbitterung. „Die Leute können meinetwegen sagen, nach Wolfsburg zu gehen war eine Fehlentscheidung. Aber ich habe mich eben getraut. Mir war klar, dass ich Zeit benötigen würde. Ich hätte den Klub noch auf die Erfolgsspur gebracht, wenn man mir mehr Zeit gegeben hätte. Die Spieler werden mich da sicher bestätigen. Aber für den Verein und für mich war es wohl besser, einen Schlussstrich zu ziehen“, sagte McClaren, der erst ab Sommer ein neues Engagement beginnen will.

Lobende Worte findet der Engländer für die Nachwuchsförderung im deutschen Fußball. Ein 21-jähriger Profi habe ihn mit seinem Wissen an der Taktiktafel einmal fast überrumpelt: „Er fing an, die Figuren zu verschieben, erklärte, warum wir mit drei defensiven Spielern gegen den Ball arbeiten müssen, wie das Pressing abzulaufen hat und warum wir auf dem Flügel verschieben müssen. Ich dachte, er hätte sich vorher meine Notizen durchgelesen. Also habe ich ihn gefragt, woher er das alles wüsste. Er sagte: Das bringt man mir bei, seit ich 12 Jahre alt bin.“

sid

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