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Messi knackt den Rekord von Ferenc Puskas

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Lionel Messi hat gut Lachen © dpa

Barcelona/Köln - Mehr als 60 Jahre lang blieb der Rekord des großen Ferenc Puskas unangetastet, nun ist er Geschichte - wegen Lionel Messi.

Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona hat die in Spanien bislang unerreichte Marke von 50 Toren in einer Saison geknackt und die Legende von Real Madrid ausgerechnet in den Clasico-Festwochen hinter sich gelassen.

Messi trifft meist, wie er will, das unterstrich der jüngst sogar von der Real-Ikone Alfredo Di Stefano zum „Besten der Welt“ geadelte Dribbelkönig auch gegen CA Osasuna. Drei Tage nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Real brachte Messi beim Liga-Intermezzo den 2:0 (1:0)-Sieg unter Dach und Fach. Mit dem Treffer zum Endstand durchbrach Messi die 50-Tore-Schallmauer und löste den Ungarn Puskas ab, der 1959/60 insgesamt 49 Tore in allen Wettbewerben erzielt hatte.

Schon am Mittwoch (20.45 Uhr) hat Messi die Chance, seinen Rekord auszubauen. Dann wird er mit Barcelona im Halbfinal-Hinspiel der Champions League wieder gegen Real Madrid spielen - zum dritten Mal innerhalb von elf Tagen. Auf Sami Khedira wird Messi aber diesmal nicht treffen, denn für den deutschen Nationalspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung ein Einsatz ausgeschlossen. Dennoch hofft Khedira entgegen ersten Meldungen noch auf ein Comeback in dieser Saison.

„Ich kann versichern, dass die Verletzung noch nicht das Saisonaus bedeutet. Ich werde alles daran setzen, noch einmal zurückzukehren. Eventuell greife ich in einem möglichen Champions-League-Finale ein“, teilte der Mittelfeldspieler in einer Videobotschaft über das soziale Netzwerk Facebook mit.

Messi wird in Madrid dagegen ausgeruht auflaufen können. Barcelonas Trainer Josep Guardiola schonte den Superstar gegen Osasuna fast 60 Minuten, ehe dieser nach dem Führungstreffer von David Villa (24.) den Endstand markierte (88.).

Die besten Fußballer der Geschichte

Mit dem schmucklosen Erfolg gegen den Abstiegskandidaten sind die Katalanen ihrem 21. Meistertitel ein gutes Stück näher gekommen. Acht Punkte liegt der Titelverteidiger nach 33 Spieltagen vor Real Madrid, daran konnte auch die 6:3 (4:0)-Gala der Königlichen beim FC Valencia nichts ändern. „Mit zwei Siegen und einem Unentschieden haben wir den Titel sicher“, rechnete Guardiola schnell auf der Pressekonferenz zusammen.

Real-Coach Jose Mourinho kennt die Zahlen, hat fünf Spieltage vor dem Saisonende aber noch nicht aufgegeben. „Wir werden um den Titel kämpfen, so lange es mathematisch möglich ist“, sagte der Startrainer: „Barca soll den Titel nicht gewinnen, weil wir ihnen etwas geschenkt haben.“

Während Barca in Messi, Xavi und Andres Iniesta in der Startformation auf drei Stammkräfte verzichtete, tauschte Mourinho im Vergleich zum Pokalfinale vom Mittwoch gleich neun Spieler aus, darunter auch Nationalspieler Mesut Özil.

Mann des Tages beim 25. Saisonsieg des Rekordmeisters war Gonzalo Higuain. Der argentinische Torjäger, der fast ein halbes Jahr wegen einer Bandscheiben-OP gefehlt hatte, traf im dritten Liga-Spiel nach seinem Comeback gleich dreimal (31./42./53.). Die weiteren Real-Tore erzielten Kaka (39./62.) und Karim Benzema (23. ). Die Generalprobe für die Champions League ist den Königlichen gelungen, am Mittwoch gegen Barcelona wird es allerdings wieder anders zur Sache gehen.

sid

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