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Boateng kritisiert DFB-Mitspieler wegen Mesut Özil - der antwortet mit rührendem Statement

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Jerome Boateng und Mesut Özil in jungen Jahren beim DFB-Team.

Jerome Boateng hat sich in einem Interview zu der Causa Mesut Özil geäußert. Der Ex-Nationalspieler antwortet seinem Ex-Teamkollegen mit einem rührenden Statement.

Boateng kritisiert DFB-Mitspieler wegen Mesut Özil - der antwortet mit rührendem Statement

News vom 22. September 2018: Wenige Tage nachdem Jerome Boateng seinen ehemaligen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft in Schutz genommen und Kritik an weiteren Mitspielern der DFB-Elf geäußert hatte, meldet sich nun auch Mesut Özil persönlich zu Wort. 

Über seinen Instagram-Account teilt Deutschlands ehemalige Nummer 10 das Zitat des Bayern-Verteidigers, das er unter der Woche in einem Interview gegeben hatte und schreibt dazu ein paar kurze Worte: „Danke Bro für deine Worte. Du warst beim DFB immer ein Mitspieler, der auch in schwierigen Momenten da war.“ Özil garnierte dieses Aussage mit drei Emojis, die dankend gefaltene Hände zeigen. 

Boateng sagte in dem Interview mit der SZ zu den Auswirkungen der Causa Özil: „Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut Özil bedankt haben? (...)Anscheinend haben viele sich nicht zu äußern getraut, weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt.“ Boateng und Özil bestritten gemeinsam 39 Spiele für die Nationalmannschaft von Deutschland.

Jerome Boateng kritisiert DFB-Kollegen wegen Mesut Özil

News vom 19. September 2018: Jerome Boateng ist ein Mann der ehrlichen Worte. Er scheut sich nicht, seine Meinung auch in der Öffentlichkeit auszudrücken. Seien es Wechselwünsche oder der Support für Mesut Özil, Boateng sucht immer den direkten Weg. Bei einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat sich der Weltmeister von 2014 zur Causa Özil geäußert und auch seine Mitspieler kritisiert. 

Das Foto mit Recep  Tayyip Erdogan war ein ständiges Thema, vor, während und nach der Weltmeisterschaft 2018. Auch Boateng habe die Diskussion als sehr störend empfunden. „Das war ein nerviges Thema, das Unruhe reingebracht hat. Wir haben alle das Thema unterschätzt, und dann haben wir es mit zur WM genommen. Das war belastend für alle, auch für die beiden Spieler“, sagt der Bayern-Verteidiger. 

Ob das Unruhe in der Mannschaft gestiftet hat? „Es wurde schon diskutiert, und das wurde dann irgendwann nervig“, so Boateng. Es war allgegenwärtig und hat, so wie es scheint, das DFB-Team auch gehemmt. „Wir wollten als Team miteinander trainieren und uns mit anderen Themen beschäftigen. Und uns nicht immer nur fragen: ‚Was hältst du von dem Foto? Hätte sich der und der nicht äußern oder anders äußern müssen?‘“

Jerome Boateng: „Ich habe aber von keinem gehört: ‚Mesut und Ilkay brauchen wir nicht‘“

Ob sich Mitspieler deutlich positioniert hätten, lässt Boateng offen. „Das habe ich so konkret nicht wahrgenommen. Jeder hatte seine Meinung, und natürlich sind die Meinungen auch ein bisschen auseinandergegangen“, sagt der Defensivmann, betont aber auch: „Ich habe aber von keinem gehört: ‚Mesut und Ilkay brauchen wir nicht, das ist zu viel Belastung.‘ Ich glaube eher, dass die Meinungen waren: ‚Natürlich brauchen wir die!‘ Aber es hätte eben anders erklärt und ausgesprochen werden sollen.“

Der Bayern-Star nimmt auch seine Mitspieler in die Pflicht. Boateng war neben Antonio Rüdiger der einzige, der sich zum Rücktritt Özils kurz nach Verkündigung geäußert hatte und es schade fand. „Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut bedankt haben? Anscheinend haben sich viele nicht zu äußern getraut, weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt“, begründet Boateng die Zurückhaltung. Er findet: „Da geht es nicht um die Aktion mit dem Foto. Da geht es um einen tollen Spieler, der mit uns Weltmeister geworden ist, der super-viele Länderspiele gemacht hat, der den deutschen Fußball auch ein Stück weit verändert hat. Eine Nummer 10 mit Migrationshintergrund! Dem muss man ‚Danke‘ sagen. Sich dann zu enthalten, finde ich schade“, so die ehrlichen Worte des Weltmeisters von 2014. 

Meldung vom 18. September: Özil-Berater attackiert Bayern-Bosse und drei Nationalspieler - Neuer reagiert

Berlin - Erkut Sögüt, der Berater des 2014er-Weltmeisters Mesut Özil, hat das viel diskutierte Foto des ehemaligen Nationalspielers rund acht Wochen nach dessen Rücktritts aus dem DFB-Team verteidigt und mehrere deutsche Nationalspieler angegriffen. "Mesut hat keinen Fehler gemacht. Dabei bleibt es", sagte Sögüt dem Fußballmagazin 11Freunde. "Es ist eine Frage des Respekts, den Präsidenten zu treffen, wenn dieser darum bittet." Ebenso meinte der Berater, dass er ihm nicht abgeraten hat. „Warum sollte ich? Mesut ist alt genug, er hat seinen eigenen Kopf. Er kennt den Präsidenten seit acht Jahren, viel länger als mich.“

Er sprach damit das umstrittene Treffen von Özil und seines Nationalmannschaftskollegen Ilkay Gündogan mit Türkeis Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in London im Vorfeld der WM-Endrunde in Russland an.

Mesut Özil: Aussagen von Neuer, Kross und Müller sind „enttäuschend und deplatziert“

Die Aussagen von DFB-Kapitän Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller, die sich nach Özils Rücktritt alle öffentlich zum Rücktritt geäußert hatten, bewertet der Berater als "mehr als enttäuschend und deplatziert". Für die Worte der drei gebe es nur zwei Erklärungen: "Sie sind entweder naiv oder berechnend", sagte Sögüt. 

Kroos hatte in einem Interview mit der Bild-Zeitung von einem "hohen Anteil an Quatsch" in Özils Statement gesprochen. Auch Neuer und Müller sowie Bundestrainer Joachim Löw hatten unter anderem die angebrachten Vorwürfe Özils, dass es in der Mannschaft zu rassistischen Vorfällen gekommen sei, entschieden zurückgewiesen.

„Neuer wirft Mesut indirekt vor, nicht mit Stolz das deutsche Nationaltrikot getragen zu haben. Das ist nicht akzeptabel. Müller hat die Diskussion nicht verstanden. Und Kroos sollte als gestandener Nationalspieler erklären, was er mit dem Vorwurf ,Quatsch’ meint“, kontert Sögüt.

Neuer über Özil-Berater: „Kenne diesen Menschen nicht“

Auf der Pressekonferenz seines Klubs FC Bayern München wich Neuer der Nachfrage nach der Kritik des Özil-Berater aus. „Ich kenne diesen Menschen nicht, ich weiß nicht, wer das ist. Für mich gibt es da kein Thema mehr“, sagte der 32-Jährige.

Derweil kritisierte Jerome Boateng in einem

SZ

-Interview das Schweigen vieler DFB-Kollegen direkt nach Özils Rücktritt. „Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut bedankt haben? Anscheinend haben viele sich nicht zu äußern getraut, weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt“, monierte der Bayern-Verteidiger.

Mesut Özil: „Da hätte ihn der DFB schützen müssen“

"Löw verteidigt sich gegen einen Vorwurf, der nie erhoben wurde. Mesut wurde nicht im Team, sondern von der Mitte der Gesellschaft rassistisch angefeindet - da hätte ihn der DFB schützen müssen", sagte Sögüt.

Joachim Löw und Mesut Özil.

Der 29 Jahre alte Özil hatte sich zwei Monate nach seinem Treffen mit Erdogan erstmals zu der Kritik an seiner Person geäußert. In einer dreiteiligen Erklärung in den Sozialen Medien hatte er schwere Vorwürfe gegen den DFB und dessen Präsidenten Reinhard Grindel erhoben und auch seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

Mesut Özil: Uli Hoeneß soll DFB-Team vor Einsatz gewarnt haben

Bayerns Präsident Uli Hoeneß soll angeblich während der Weltmeisterschaft 2018 bei Oliver Bierhoff angerufen haben und sich gegen einen Einsatz von Mesut Özil ausgesprochen haben. Explizit widerlegt wurde das Gerücht von Bierhoff nicht. „Wir haben lange telefoniert. Er hat den Hinweis gegeben, dass er an der ein oder anderen Stelle einiges anders machen würde. Und das habe ich so aufgenommen“, so Bierhoff. 

Auch Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge werden von Sögüt angegriffen. „Wenn hier irgendjemand ablenken will, dann sind es diese beiden. Und zwar von der Leistung ihrer eigenen Spieler, von ihrer Steuerhinterziehung, ihren unverzollten Rolex-Uhren und von der Vetternwirtschaft in ihrem Verein“, holt Sögüt aus und sagt: „Rummeniges Bruder Michael und Hoeneß` Bruder Dieter sind als Spielerberater aktiv. Michael wollte vor einigen Jahren Mesut abwerben. Ich habe kein Wort von den Bayern gehört zu den rassistischen Ausfällen des Theaterchefs in ihrer Stadt. Äußert euch doch mal dazu!“

SID mit ank

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